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Top Thema: Reisen für Demenzkranke

Foto: Fotolia/freshidea

Aufgrund der zunehmenden Alterung der deutschen Gesellschaft wird in den kommenden Jahren auch der Anteil Demenzkranker steigen. Für sie sowie auch ihre Angehörigen gibt es inzwischen spezielle Reiseangebote.

Urlaubsreisen und Krankheit scheinen auf den ersten Blick Gegensätze zu sein, die nicht recht zusammenpassen wollen – speziell wenn es um eine Krankheit wie Demenz geht, die an den Reiseveranstalter besondere Anforderungen stellt. In den letzten Jahren sind in diesem Bereich aber eine ganze Reihe von Angeboten entwickelt worden, die für Demenzkranke und auch auf die Bedürfnisse ihrer Angehörigen zugeschnitten sind. Zudem gibt es nun eine Reihe von touristischen Leistungsträgern, die darauf eingestellt sind, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen dieser Zielgruppe gerecht werden.

Unter dem Begriff „Demenz“ werden chronische Erkrankungen des Gehirns beschrieben, die einen langsamen, aber fortschreitenden Verfall kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten zur Folge haben. Die Patienten leiden als Folge der Erkrankung unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der damit verbundenen Vergesslichkeit.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fachbeiträge".

Temsa MD 9 LE: Midi für Schwachlastlinien

An einer moderneren Optik für den MD 9 LE könnte Temsa noch feilen, Foto: Bünnagel

Der Temsa MD 9 LE lässt sich flexibel auf Schwachlastkursen und engen Innenstadtlinien einsetzen. Doch kann er auch von Ausstattung und Fahreigenschaften her den Ansprüchen mitteleuropäischer ÖPNV-Unternehmen genügen? Dieser Frage gingen wir auf einer Testfahrt rund um die Temsa-Deutschlandzentrale in Bad Rappenau nach.

In vielen Ländern sind gerade die wendigen und flexibel einsetzbaren Längen bis 10 m beliebt, nicht zuletzt in der Türkei, woher auch unser Testbus stammt. Der ist, einem weiteren Trend folgend, in Low-Entry-Bauweise ausgeführt, was eine teure Niederflurarchitektur u. a. mit Niederflurportalachse hinter dem Mitteleinstieg erspart.

Das 9,5 m lange Fahrzeug kommt in Klasse-2-Ausführung mit 54 Sitz- und Stehplätzen auf einen Nettopreis von lediglich 145.000 Euro. Zum Vergleich: Ein 8,7 m messender niederfluriger Mercedes-Benz Sprinter City 77 für lediglich 40 Fahrgäste liegt in einer Preisklasse um 175.000 Euro.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Volvo 9900 6x2: Schwedisches Schmuckstück

Dem 9900 6x2 sieht man die Special Edition nicht direkt an. Es sind aber vor allem seine inneren Werte, die zählen. Foto: Sanne

Volvo präsentierte einen 9900 kürzlich als Premiumprodukt mit sehr elegantem Interieur. Auch technisch in puncto Sicherheit brauchen sich die schwedischen Fahrzeugbauer nicht hinter dem Wettbewerb zu verstecken.

Es beginnt mit einem echten „Wow“… Der Volvo 9900, der kürzlich vorfuhr und mit dem die Redaktion mal wieder eine Spritztour an Ahr, Mosel und Rhein plante, hatte es in sich. Dieses Auto gehört ganz eindeutig ins Premiumsegment, auch wenn man es ihm äußerlich mit seinem schlichten weißen Lackkleid nicht direkt ansieht.

Spätestens nach den ersten Schritten in die Kabine über die Vordertür, wird jedem Einsteigenden bewusst, dass er ein ganz besonders Fahrzeug betritt. Denn durch das gesamte Cockpit ziehen sich hochwertige rot-graue Lederapplikationen. Das elegante Rot-Grau schmückt auch den ausschwenkbaren Fahrersitz sowie den eigentlichen Fahrgastraum.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Leasing – die unterschätzte Finanzierungsform

Fotolia/eyetronic, Bünnagel (modifiziert)

Viele Busunternehmer setzen auf das Finanzieren oder den Kauf von Bussen für ihren Fuhrpark. Das Leasen wird zumeist nur in konkreten Fällen genutzt. Dabei hat diese Finanzierungsform durchaus ihre Vorteile.

Soviel ist klar: Leasing hat sich als Finanzierungsalternative im deutschen Mittelstand etabliert. Und auch Busunternehmer ziehen diese Finanzierungsform häufiger in Erwägung. Seit mehr als 50 Jahren gibt es diese Form der Miete, und der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) zieht eine durchweg positive Bilanz.

So sei die Leasingbranche in Deutschland ein großer Investor und erwirtschafte 2016 nach Berechnungen des Ifo-Instituts ein jährliches Investitionsvolumen von 64,2 Mrd. Euro. Damit stieg das Volumen seit einer kleinen Delle im Jahr 2013 stetig an. Damals lag die Investitionssumme der deutschen Leasingwirtschaft bei 46,8 Mrd. Euro. Die größte Gruppe beim Leasing ist dabei der Sektor der Pkw und Nutzfahrzeuge mit 75 %. Dabei werden zumeist Pkw und Kombi geleast. Die kleinere Gruppe wird aufgeteilt in Anhänger, Busse, Transporter und Lkw.

RDA Group Travel Expo Köln: Nach der Expo ist vor der Expo

Foto: Sanne (modifiziert)

Die Group Travel Expo am Bodensee konnte der RDA erfolgreich abschließen. Das zum zweiten Mal veranstaltete Fachforum in Friedrichshafen zeigte sich in Sachen Besucherinteresse auf dem Niveau des Vorjahres. Nun steht Köln im Fokus der Messemacher, und die haben noch einige Aufgaben vor sich.

Von der Messe in Friedrichshafen (20./21.4.), gefühlt in dieser schnelllebigen Zeit gerade erst vorbei, zeigten sich die Veranstalter, die RDA-Workshop Touristik-Service GmbH und der Verband, begeistert. Und mit dieser Begeisterung meinten sie nicht nur das sehr sonnige Wetter außerhalb der Hallen, sondern es waren die Zahlen, die die Verantwortlichen heiter stimmten:

430 Aussteller und über 1.500 Fachbesucher. Damit „entsprach auch das Publikumsecho den Erwartungen des RDA Group Travel Expo-Teams und lag auf dem Level des erfolgreichen Starts des Vorjahres. Und dies vor dem Hintergrund, dass der Messetermin eine Woche nach Ostern kein Wunschtermin war“, so ist aus der Kölner RDA-Zentrale zu vernehmen.

Editorial: Er hatte uns schlicht vergessen

Chefredakteur Dirk Sanne

Ich entsinne mich an ein Gespräch mit einem befreundeten Reiseleiter vor einiger Zeit. Er war kurz vor dieser Unterhaltung mit einer Seniorengruppe auf einer Stippvisite in einer mittelitalienischen Altstadt gewesen. Das Programm dort sah u. a. eine Stunde zur freien Verfügung und einen anschließenden, fakultativen einstündigen Museumsbesuch vor. Danach wollte man gemeinsam zu einer Abendveranstaltung. Als fixer Treff- und Sammelpunkt vereinbarte die Gruppe einen markanten Punkt auf dem zentralen Marktplatz.

Alle fanden sich hier auch wieder ein. Alle, bis auf einen älteren Herren, der weder nach der freien Stunde zum Museumsbesuch noch im Anschluss daran zur geplanten Weiterfahrt eintraf.

Alles Warten half nichts, der Reiseleiter musste seine Gruppe zum Suchen einteilen, die schlussendlich den Vermissten auch fand. Der saß seelenruhig in einem Straßencafé und „hatte schlichtweg den geplanten, abgesprochenen Reiseverlauf des Tages vergessen“, sagte mein Freund.

Der Senior war alleinstehend, hatte Demenz in einem frühen Stadium und war sich seiner Erkrankung, die bereits zu gelegentlichen ersten Ausfällen führte, gar nicht bewusst. Damit wurde er schlagartig zum Betreuungsfall für die Gruppe und den Rest der gemeinsamen Reise.

Ein Einzelfall? Vielleicht, aber Experten rechnen damit, dass die Zahl Demenzkranker allein in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten auf 3 Mio. ansteigen wird. Damit werden sich derartige Erfahrungen zum einen wiederholen, und zum anderen entsteht eine ganz anders strukturierte Reiseklientel. Nämlich jene der Demenzerkrankten und der sie betreuenden Angehörigen.

Sicher, derartige Reisen gibt es auch heute schon – in kleinerem Maßstab und durchgeführt durch karitativ arbeitende Organisation wie z. B. das Deutsche Rote Kreuz.

Will man sich in der Touristik auf Reisegäste mit Demenzerkrankung einstellen, müssen Veranstalter und Leistungsträger bestimmte wichtige Punkte beachten. Der Verein „Urlaub und Pflege“, der Reisen für Demenzkranke anbietet, schreibt beispielsweise, dass bei der Gestaltung der Ausflüge und der täglichen Programme „kleinere Ausflüge und Geselligkeit unter besonderer Berücksichtigung der Biographie der Gäste im Vordergrund“ stehen.

Eine Betreuung muss bei den Touren rund um die Uhr durch examinierte Pflegekräfte sichergestellt werden. Eine Kooperation seitens des Reiseveranstalters mit den Verbänden der Wohlfahrtspflege ist dabei geboten.

Wir haben uns dieser schwierigen und heute vielleicht noch ungewöhnlichen Thematik in unserem Top-Thema einmal angenommen und zeigen in dieser Ausgabe von BUSMAGAZIN auf, wo die Hürden sind und wie man sie gemeinsam – im Sinne der Betroffenen und ihrer Angehörigen – überwinden kann.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de