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Top-Thema: Die Grenzen der Physik ausgelotet

Auch eine Feuerlöschübung stand beim Sicherheitstraining auf dem Programm, Foto: Bünnagel

Bereits zum 14. Mal veranstalteten BUSMAGAZIN und MAN ProfiDrive im November gemeinsam ein Fahrsicherheitstraining – eine Erfolgsgeschichte seit 2003. 25 Teilnehmer erfuhren nachhaltig die Grenzen der Physik in Theorie und Praxis.

Nach Stunden des Übens und Austestens der eigenen sowie der fahrzeuggegebenen Grenzen hielt die letzte Aufgabe der beiden MAN-ProfiDrive-Instrukteure Heinrich Degenhart und Franz Schnitzbauer in der einsetzenden Dämmerung die ultimative Überwindungsprobe für die teilnehmenden Busfahrer bereit: Es galt, auf einer mit rotweißen Hütchen abgesteckten simulierten Autobahnabfahrt mit 60 km/h am Gas mit dem Neoplan- bzw. MAN-Reisebus durch die enge Kurve zu ziehen.

Hier war abzuwägen: Vertraute man der modernen Technik, die sich bei den zahlreichen Tests im Laufe des Tages so zuverlässig auch in Grenzsituationen gezeigt hatte? Oder spukte im Hinterkopf eine Szene wenige Stunden zuvor umher, als ein Fahrzeug bei einem scharfen Ausweichmanöver in der Pylonengasse leicht mit den Rädern einer Seite abgehoben hatte?

MAN Lion’s Intercity: Der neue Löwe im Test

Im Test: der MAN Lion's Intercity, Foto: Bünnagel

Im Überlandsegment zählt vor allem der Fahrzeugpreis. Low-Budget dominiert hier. Mit ihrer ersten neuen Baureihe seit rund zehn Jahren haben die Münchner dem guten, aber auch teuren Lion’s Regio nun den Hochbodenbus Intercity an die Seite gestellt. Wir testeten ihn im Alpenvorland.

Der Einstiegspreis von 165.000 Euro für den 12,3 m langen Zweiachser ist schon einmal im positiven Sinne eine Hausnummer. Der Bruder Regio ist dagegen nicht unter 200.000 Euro zu haben und erreicht mit einigen meist notwendigen Sonderausstattungen schnell einen Bereich zwischen 250.000 und 280.000 Euro. Allerdings: Mit dem günstigen Grundpreis ist es beim Intercity auch schnell dahin, wenn zu sehr in die Extraschublade gegriffen wird. Der Testbus fuhr im Neuwert von 235.000 Euro vor. Natürlich wollte MAN mit diesem Fahrzeug demonstrieren, was bei der neuen Baureihe alles möglich ist.

In der Vergabe- oder Ausschreibungspraxis wird wahr­cheinlich der Leistungskatalog erheblich kürzer gefasst sein. Aber auch ein gut ausgestatteter Setra S 415 LE business, im Vorjahr von uns getestet (siehe BUSMAGAZIN 7/2016), kam auf lediglich 200.000 Euro – wenn er auch nicht eine so große Varianz bieten kann wie der Münchner Löwe.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

RDA-TEC: „Die technische Evolution mitgestalten“

Skizze: RDA

Mit Einführung des Bausteins RDA-TEC auf der RDA Group Travel Expo (bisher RDA Workshop) will der Veranstalter den Aspekt Technik wieder stärker betonen. RDA-Vizepräsident Heinrich Marti erläutert die Sicht des Busunternehmers und Busreiseveranstalters. Mit ihm sprach der Leiter der RDA-Sicherheitsinitiative und Gestalter des Bausteins RDA-TEC, Johannes Hübner.

BUSMAGAZIN: Herr Marti, ist die Einführung des Bausteins RDA-TEC auf der traditionsreichen RDA-Messe ein Zeichen für ein größeres Technikinteresse?

Heinrich Marti: Es stimmt, dass die elegant verpackte Technik eines modernen Reisebusses Fahrer, Unternehmer und auch Reisegäste wieder mehr fasziniert. Aber weil der Bus Komfort und Sicherheit mit modernster Technik verbindet, verfügt die Bustouristik über eine große Zahl von Schnittstellen zur Technik. Diese umfassen weit mehr als die Fahrzeuge, mit denen wir unser Geschäft betreiben. Deshalb interessieren sich Busunternehmer, auch Nutzer und Fahrgäste stärker für die Technik und deren Nutzen.

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Erfolgsgeschichten mit Arbeit und Auszeit

Berchtesgaden blickt auf 500 Jahre aktiven Salzabbau, Foto: Salzbergwerk Berchtesgaden

Höchst unterschiedlich im Angebot, aber beide stehen für eine Erfolgsgeschichte made in Bavaria. Das in diesem Jahr 500 Jahre aktiver Salzabbau feiernde Salzbergwerk Berchtesgaden und die Therme Erding bei München – weltweit größte ihrer Art – zählen zu den beliebtesten Erlebnisattraktionen des Freistaats.

Fast schon so etwas wie ein Reinheitsgebot: Nach 500 Jahre Brautradition 2016 in Bayern feiert das Salzbergwerk Berchtesgaden 2017 ein besonderes Jubiläum. Seit 500 Jahren wird hier Salz abgebaut. Aber weder still noch heimlich, obwohl die 360.000 Gäste pro Jahr bei der Fahrt mit der Grubenbahn, mit dem Floß über den unterirdischen Salzsee oder auf der Rutsche der Salzkathedrale fast vergessen, dass neben dem Besucherbergwerk seit fünf Jahrhunderten schwer geschafft wird.

Das will Peter Botzleitner-Reber nun ändern. „Wir nutzen das Jubiläum, um den Besuchern spannende Einblicke in die beharrliche Arbeit der Bergleute, die einzigartigen Traditionen sowie die innovativen technischen Entwicklungen zu geben“, kündigte der touristische Leiter des Salzbergwerks im Herbst letzten Jahres an. Das „Sei dabei Programm“ für 2017 umfasst neben traditionellen Handwerksvorführungen, Lasershow, Vorträgen, Fotoreportagen und Sonderführungen auch Highlights wie Salzsieden (im Juli und August 2017 an jedem Donnerstag) oder der Blick hinter die Kulissen in der neuen Saline in Bad ­Reichenhall.

Reisetipp: Burgunder Geschichte(n)

Autun gilt als das Tor zum südlichen Morvan, Foto: Jörg Berghoff

Eine Reise durch Burgund kommt einem ABC der Sakral- und Burgenarchitektur gleich, Weinkultur inbegriffen. Ein Kaleidoskop der Ursprünge Europas.

Weinliebhabern zergeht schon alleine der Name auf der Zunge wie ein komplexer Abgang eines großartigen Gewächses aus der Region Côte-d´Or, die bereits seit über 2.000 Jahren einige der feinsten Weine der Welt hervorbringt. Burgund – das hat einen beinahe mystischen Klang, nicht nur was die Weine angeht. Auch wer im Geschichtsunterricht nicht immer bei der Sache war, von den Herzögen aus Burgund hat jeder schon einmal etwas gehört. Und die legendären Burgen, Festungen, Kirchen und Klöster des Mittelalters scheinen nur eine Heimat gekannt zu haben: Burgund.

So wie der Charakter eines großen Weines von vielen Faktoren abhängt und nicht zuletzt durch die Erfahrung und das Wissen des Winzers geprägt wird, so wurzelt der Charakter einer Region, ihrer Landschaft und ihrer Menschen in den kulturellen, geographischen und gesellschaftlichen Errungenschaften und Veränderungen der vergangenen Jahrhunderte. Es gibt kaum eine Region im heutigen Europa, in der dieser Lauf der Geschichte nicht nur so eindrucksvoll zu besichtigen, sondern vor allem auch noch im Alltag so spürbar ist wie in Burgund.

Editorial: Leser-Befragung/RDA Group Travel Expo

Bernhard Kirschbaum

Guter Start I

Liebe Leserinnen, liebe Leser in der Bus- und Gruppentouristik, wir hoffen, Sie hatten einen guten Start ins neue Jahr.

Ende vergangenen Jahres haben wir eine unabhängige telefonische Befragung unter unseren Lesern durchführen lassen und wieder sehr gute Bewertungen erhalten. BUSMAGAZIN Die Gruppenreise belegte Spitzenplätze u. a. bei „beruflichem Nutzen“, „Relevanz“ und „Wiedererkennbarkeit in der Branche“. Dafür danken wir Ihnen sehr herzlich!

Dies ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, die Zeitschrift so weiterzuentwickeln, dass sie ihre Qualität hält und für Sie immer noch wichtiger wird.

Auch 2017 liefern wir Ihnen daher wieder Entscheidungshilfen, Hintergrundinformationen, Tipps für Werbung und Verkauf, Marktübersichten und Empfehlungen zur Erlebnisinszenierung, selbstverständlich auch gewerbepolitische Themen und vielseitige Beiträge zur Fahrzeug-/Fuhrparktechnik mit Ergebnissen von Fahrzeugtests und Vorstellung neuer Produkte.

Guter Start II

2017 wird auch im RDA spannend: Das Reformtempo unseres Internationalen Bustouristik Verbands bleibt hoch, und es tut sich einiges für die Branche.

Nach einigem Hin und Her – wer sich noch an die missglückte Kooperation zwischen RDA und gbk als IBV erinnert – ist gerade erfolgreich das Anmietportal www.bus.de gestartet. Erklärtes Ziel ist es, RDA-Mitgliedern, die über eine Konzession verfügen und im Gelegenheitsverkehr überwiegend eigene Busse einsetzen, kostenfrei Mietbusanfragen von Reisegruppen 1:1 weiterzuleiten.

Auch für die beiden Messen in Friedrichshafen und Köln geht es weiter: Aus RDA-Workshop wird nach 40 Jahren nun RDA Group Travel Expo. Zugegeben, das spricht sich beim ersten Mal etwas ungewohnt, aber es trifft nicht nur Charakter, Größe und Angebot der Veranstaltung noch besser, sondern ist auch für internationale Besucher (und Aussteller) deutlich nachvollziehbarer.

Für die RDA Group Travel Expo Köln sind 2017 außerdem erstmalig konkrete Themenschwerpunkte im Ausstellungskonzept geplant. Insbesondere Reisebustechnik und Technik rund um die Busreise sollen hier künftig stärker sichtbar werden. Ein Interview mit den Protagonisten der geplanten Technik-Welt RDA-TEC finden Sie auf Seite 14.

Bei allen Veränderungen für die Branche wünschen wir Ihnen (und uns) in 2017 jedoch Kontinuität im Erfolg. Auf allen wichtigen Veranstaltungen sind wir für Sie unterwegs und freuen uns auf einen ­persönlichen Austausch.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Bernhard Kirschbaum

Verleger