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Top Thema: RDA Group Travel Expo Friedrichshafen

Volle Hallen, gute Gespräche: Zur zweiten Ausgabe der RDA-Messe in Friedrichshafen werden bereits mehr als 400 Aussteller und 1.500 Fachbesucher erwartet, Fotos: RDA, Fotolia/jusep

Wenn es um Gruppenreisen geht, heißen die beiden führenden internationalen Einkaufsmessen RDA Group Travel Expo. Im Dreiländereck Friedrichshafen treffen am 20./21.4.2017 Fachbesucher auf dem ersten Branchenevent zwei Tage lang auf über 400 internationale Aussteller und Profis aus allen Bereichen der Gruppentouristik.

Die Ausstelleranmeldezahlen für die RDA Group Travel Expo 2017 in Friedrichshafen am Bodensee stimmten früh optimistisch: „Insgesamt liegen bereits Anfang Januar 274 Anmeldungen von Ausstellern vor und damit etwa 35 % mehr als in 2016“, vermeldete der RDA-Vizepräsident und Geschäftsführer der RDA-Workshop Touristik-Service GmbH, Benedikt Esser, bereits vor über zwei Monaten. Mittlerweile ist das Ausstellerfeld auf 350 angewachsen – ein Riesenerfolg für das Organisationsteam und die noch junge Messe ganz im Süden der Republik bei ihrer erst zweiten Ausgabe.

Das ist aber immer noch nicht das letzte Wort. Denn Mitaussteller konnten sich noch bis zum 20. März anmelden – also nach unserem Redaktionsschluss. Davon wird aller Erfahrung nach reger Gebrauch gemacht. Der Anteil der Mitaussteller an der Gesamtausstellerzahl beträgt in der Regel in etwa 30 %. Somit werden es gut 400 Aussteller sein, die sich am 20. und 21. April in Friedrichshafen präsentieren. Im Vergleich hierzu waren es 2016 „nur“ 339. Der Anteil der Neuaussteller beträgt bei dieser zweiten Ausgabe rund ein Fünftel – ebenfalls ein Indiz für die große Attraktivität der neuen Messe.

VDL Futura FHD2-106: Härteprobe für einen Holländer

Das Hotel du Lac Seehof in Küssnacht direkt am Vierwaldstättersee bildet eine prächtige Kulisse für den VDL-Midi, Foto: Bünnagel

Mit dem FHD2-106 hat VDL seine Futura-Baureihe zur letztjährigen IAA um eine 10,6 m lange Variante erweitert, die vor allem für zwei Einsatzzwecke prädestiniert erscheint: VIP-Reisetouren mit Kleingruppen und Fahrten im kurvigen, profilierten Terrain. Genau dort haben wir die Wendigkeit des Reisemidis auf die Probe gestellt.

Denn wir waren in den Schweizer Kantonen Luzern und Schwyz zwischen Sempacher- und Vierwaldstättersee unterwegs. Als ultimative Härteprobe stand der anspruchsvolle Abschnitt von Küssnacht hoch zum Seebodenalp auf dem Programm, einer westwärts vorgelagerten Terrasse auf 1.030 m am berühmten Aussichtsberg Rigi (1.797 m). Auf der einspurig angelegten Trasse zur Alp passen zwei Autos gerade so aneinander vorbei.

Wir allerdings kamen mit einem zwar kurzen, aber dennoch in der Breite mit 2.550 mm voll ausgewachsenen Reisebus daher. So standen wir nun mit unseren beiden Futura in einem formidablen Bergstau, für den wir maßgeblich verantwortlich waren. Nichts schien mehr zu gehen, manövrierten Autos und Busse mühsam vor und zurück, die wenigen Ausweichtaschen an den steilen Rampen nutzend.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Scania Interlink HD 14 m MFB: Der Modulare

Unterwegs waren wir kürzlich mit dem Interlink u. a.in der Eifel, wo noch reichlich Schnee lag, Foto: Sanne

Mit dem Scania Interlink tritt ein Omnibus in die Fußstapfen des OmniExpress, der sich durch einen weitgehend flexiblen Aufbau auszeichnet. So wollen die schwedischen Fahrzeugbauer mit einem Auto möglichst vielen Kundenwünschen entgegenkommen können.

Der Scania Interlink definiert sich als Omnibus für den Überland- und Reiseverkehr und ist Nachfolger des OmniExpress, der seit 2007 im Sortiment der Schweden stand. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bekam der Interlink eine kantigere Frontpartie spendiert, die sich klar von der runden „Gesichtspartie“ des OmniExpress abgrenzt. Gebaut wird die Fahrzeugserie in Lachti (Finnland).

Seit Herbst 2016 gibt es den Neuen nun auch auf dem deutschen Markt. Seine Besonderheit: Die modulare Aufbauweise, die Scania relativ einfach erlaubt, den Kundenwünschen in Sachen Fahrzeuglänge (und damit Bestuhlung) gerecht zu werden. Grundsätzlich wird der Interlink von 11 bis 13,2 m (Zweiachser) und von 13 bis 14,9 m Länge (Dreiachser) gefertigt. Dabei können Längenunterschiede im 200 mm Raster realisiert werden.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

„Wir haben die meiste Erfahrung bei der Elektromobilität“

Thomas Hartmann (r.) und Andreas Heuke, Foto: Bünnagel

Wir sprachen mit Thomas Hartmann, Geschäftsführer Volvo Busse Deutschland, und Andreas Heuke, im Unternehmen für elektrische und Hybridbusprojekte zuständig, über die künftige Entwicklung alternativer Antriebe und die Lenkhilfe VDS.

BUSMAGAZIN: Hybrid-, Elektrohybrid- oder vollelektrischer Bus: Wohin geht für Volvo die Reise?

Andreas Heuke: Die Zukunft besteht bei uns aus diesen drei genannten soliden Säulen. Der E-Bus ist mitnichten die Krone der Schöpfung, der alles ersetzt, was zeitlich vor ihm war, sondern gut, wo er hinpasst. Wir sind der einzige Hersteller, der ein Full-Line-Anbieter ist und auf sämtliche verkehrlichen Ansprüche mit dem entsprechenden Antriebskonzept reagieren kann. Die Frage ist natürlich, was gebraucht wird. Wir glauben nicht, dass der Elektrobus in fünf Jahren alle anderen Konzepte vom Markt verdrängt haben wird. Er ist gut, aber wir spüren einen gewissen Hype und eine gewisse überzogene Euphorie, alles elektrisch zu machen – und das wird in den nächsten Jahren sicherlich nicht der Fall sein.

Thomas Hartmann: Ich ärgere mich über mich selbst, weil ich das Thema Hybrid nicht als Elektromobilität gesehen habe. Die Frage ist aber, wo Elektromobilität anfängt. Wenn ich den Bedarf habe, auf Strecken einige hundert Meter zu überbrücken, kann ich mit einem Hybriden sehr wohl elektrisch fahren. Für uns war sehr wichtig, in kleineren Städten oder solchen, die unter Lärmimmissionen leiden, auch Fahrzeuge anzubieten, die beispielsweise aus Haltebuchten geräuschlos heraussteuern können.

Paketer: Interview CTS Gruppen- und Studienreisen

CTS setzt seine Kessel unter Dampf und will mit optimiertem Schwung zu neuen Erfolgen, Foto: fotolia/Creative Material (modifiziert)

Die CTS Gruppen- und Studienreisen GmbH, Lemgo, will Dampf machen – auch im Paketersegment. Chefredakteur Dirk Sanne sprach über die Fahrpläne in die Zukunft mit den beiden Geschäftsführern Ingo und Oliver Dobbert sowie mit dem Neuen auf der Kommandobrücke, Christoph Knobloch.

BUSMAGAZIN: Sie haben mit Wirkung zum 1. Februar Ihre Geschäftsführung mit Christoph Knobloch um einen Mann verstärkt. Was sind die Hintergründe?

Ingo Dobbert: Die Einstellung von Christoph Knobloch ist in zweifacher Hinsicht zukunftsgerichtet: Zum einen wollen wir wirtschaftlich erheblich stärker wachsen und mittelfristig die Schallmauer von 100 Mio. Euro Umsatz durchbrechen. Zum anderen wollen wir uns schon jetzt so aufstellen, dass der zukünftige, altersbedingte Generationswechsel in der CTS-Führung ein leichter und gut geplanter Stabwechsel sein wird.

Oliver Dobbert: Christoph Knobloch sammelte beruflich u. a. Erfahrungen im Reisebüro, bei Paketern und in seiner letzten Funktion bei DFDS im Fährgeschäft. Das sind wichtige Pluspunkte, die nun CTS zugutekommen und die ihm bei uns den Einstieg erleichtern. Zu seinen wesentlichen Aufgaben zählen Marketing und Vertrieb sowie allgemein der Ausbau unseres bisherigen Erfolgs - besonders im Paketerbereich.

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Editorial: 66. RDA-Mitgliederversammlung

Chefredakteur Dirk Sanne

In Friedrichshafen werden wohl Weichen neu gestellt. Denn auf der 66. RDA-Mitgliederversammlung am Vorabend zur RDA Group Travel Expo Friedrichshafen (20./21.4.) endet eine Ära. RDA-Präsident Richard Eberhardt tritt nach 15 ehrenvollen Dienstjahren nicht mehr neu an, sondern ab. Er verlässt damit endgültig jene Bühne, auf der er sich lange so erfolgreich für den privaten Busunternehmer und Reiseveranstalter eingesetzt hat (siehe auch unseren Messevorbericht ab S. 29).

Seinen Stuhl gilt es nun, am 19.4. in Friedrichshafen neu zu besetzen, und einer hat schon seinen Hut in den Ring geworfen. Wenig überraschend für jene, die die Branche und den RDA kennen, kandidiert Benedikt Esser für den wichtigsten Führungsposten. Esser – Geschäftsführer des Paketreiseveranstalters Busunion – ist bereits Vizepräsident des RDA. Er kennt daher die internen Verbandsabläufe so gut wie nur wenig andere. Wird er gewählt, dann rutscht er also bloß einen Stuhl weiter, vom Vize- auf den Präsidentenplatz.

In diesem Fall kandidiert dann das Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Basteck, Geschäftsführender Gesellschafter Wörlitz Touristik) für das vakant werdende Amt des Vizepräsidenten. Darüber hinaus ist Esser seit diesem Jahr kommissarischer Geschäftsführer der RDA-Workshop Touristik Service GmbH. Diese GmbH ist der eigentliche Ausrichter der beiden RDA-Messen in Friedrichshafen und Köln.

Benedikt Esser ist daher nicht irgendein RDA-Vorstandsmitglied, sondern eines, das sich besonders in Sachen dringender RDA-Reformen in den letzten Jahren so richtig ins Zeug gelegt hat. Er erarbeitete sich so – nach seinem missglückten Verbandsstart 2010 – durch sein kontinuierliches Engagement erhebliches Renommee. Auf seiner Habenseite stehen vor allem die erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung der zusätzlichen RDA-Messe in Friedrichshafen sowie die Modernisierung und Neuausrichtung des Kölner Workshops (jetzt RDA Group Travel Expo Köln). Darüber hinaus kann er sich das neue RDA-Internetportal „bus.de“, die verbandsinterne Vermittlungsplattform von Busfahrten und -reisen, an sein Revers heften.

Sollte Benedikt Esser also das Vertrauen der Mitglieder in Friedrichshafen gewinnen und gewählt werden, so gehe ich davon aus, dass dann sicherlich ein „Macher“ an der Spitze des Verbandes steht. Einer, der diesen RDA definitiv voranbringen und weiterentwickeln will und wird.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de

P.S.: Die gern kolportierte Aussage, dass der RDA-Präsident laut Satzung ein Busunternehmer sein muss, ist schlichtweg falsch: „Jedes Mitglied kann für jedes Amt innerhalb des Verbandes gewählt werden“ (§ 6.4). Die einzige Einschränkung, die hier die Satzung vorsieht, ist eine Soll-Formulierung: „Dem Vorstand sollen mindestens (4) Inhaber, Gesellschafter oder Geschäftsführer von Omnibusunternehmen angehören“ (§ 10.2).