Die Busworld zieht um

Was in der Branche bereits seit längerem ein offenes Geheimnis ist, hat nun auch eine offizielle Bestätigung gefunden: Die Busworld Europe zieht 2019 nach fast 50 Jahren von Kortrijk nach Brüssel um.

Foto: Busworld

Die 24. Ausgabe 2017 wird damit die letzte in der westflandrischen Stadt sein. Der Grund für den Ortswechsel ist das immense Wachstum der Busmesse (unser Foto zeigt die Anfänge im Jahr 1971) gerade in den zurückliegenden 15 Jahren – über die vorhandenen Ausstellungsflächen hinaus. Diese Expansion wurde bislang mit temporären Pavillons aufgefangen. Doch die Messeorganisatoren um Geschäftsführerin Mieke Glorieux sahen darin keine dauerhafte Lösung. Durch das zuletzt weiter steigende Besucheraufkommen waren die logistischen Kapazitäten – gerade hinsichtlich Übernachtungsmöglichkeiten – ohnehin weitestgehend ausgeschöpft.

„Die Busworld Europe ist zur wichtigsten internationalen B2B-Fachmesse für die Omnibusbranche mit fast 35.000 Besuchern im Jahr 2015 geworden. Wir bedauern aufrichtig, Kortrijk verlassen zu müssen. Man hat uns dort all die Jahre umfassend unterstützt, was ohne Zweifel zur besonderen Atmosphäre und zum Erfolg beigetragen hat“, bedauerte Glorieux den Abschied vom bisherigen Messestandort. Etwas bleibt jedoch: Das Kortrijk-Xpo-Team wird weiterhin Anbieter von zusätzlichen Dienstleistungen für die Aussteller sein.

Für Brüssel sprachen das internationale Image der belgischen Hauptstadt, die großen Kapazitäten der Messe, das Vorhandensein eines internationalen Flughafens und Bahnhofs sowie die große Hotelzimmerkapazität. Bei einer maximalen Kapazität von 115.000 m² lässt sich die Messefläche beliebig erweitern. Eines fehlt dem neuen Standort allerdings: eine charakteristische Bezeichnung. Denn wenn man in der Branche liebevoll von „Kortrijk“ sprach, wusste jeder, was gemeint war. Einen solchen Status muss sich der Messeschauplatz Brüssel erst einmal erarbeiten.

1.08.2016