„Digitale Aussteigekarte“:

RDA plädiert für vereinfachtes Verfahren

Die „Digitale Aussteigekarte“ soll die digitale Bereitstellung von Reisedaten für Rückkehrer aus Risikogebieten und die sichere Übermittlung der Daten an die zuständigen Stellen vereinfachen. Mit Hilfe dieser Informationen können die lokalen Gesundheitsbehörden dann verpflichtende Quarantänemaßnahmen für Einreisende aus Risikogebieten wirksam überwachen. Zu Fragen rund um die Einführung dieses Instruments lud das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) gestern in Berlin zum ganztägigen Workshop. Vor Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur (BMVI), der lokalen Gesundheitsbehörden sowie des Bahn- und Luftverkehrs brachte der RDA konkrete Vorschläge für ein vereinfachtes Verfahren zur Umsetzung der „Digitalen Aussteigekarte“ für Reisebusverkehre ein.

In einem ersten Schritt plädiert der RDA für eine vorausgefüllte Aussteigekarte in Papierform, die weitestgehend maschinenlesbar ist. In einem zweiten Schritt soll die vorausgefüllte Aussteigekarte durch die Übermittlung von Reisedaten über eine standardisierte Schnittstelle ersetzt werden können. „Mit Blick auf steigende Infektionszahlen und eine mögliche Zunahme von Risikogebieten ist es aus Sicht des RDA für Reisebusverkehre geboten, die „Digitale Aussteigekarte“ technisch so umzusetzen, dass die Belastung für die mittelständischen Busunternehmer und Busreiseveranstalter möglichst gering bleibt. Wenngleich es noch etliche technische und rechtliche Fragen zu klären gibt, sind wir diesem Ziel heute ein Stück nähergekommen“, bilanzierte RDA-Präsident Benedikt Esser in Berlin.

Bild: Das Baskenland in Spanien – im Bild das Guggenheim Museum in Bilbao – gilt seit gestern laut Auswärtigem Amt als Risikogebiet in Bezug auf die Covid-19-Pandemie

Bildquelle: pixaby/Finn Bjurvoll Hansen

14.08.2020