gbk will Projekt Online-Plattform weiterverfolgen

Die erste Mitgliederversammlung der Gütegemeinschaft Buskomfort nach der Auflösung des gemeinsamen Verbandes IBV mit dem RDA fand am Rande der CMT in Stuttgart statt.

Foto: gbk

Es war die erste Mitgliederversammlung der Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk), nachdem der gemeinsame Verband mit RDA, der IBV, 2015 aufgelöst wurde. Die Versammlung am 19. Januar am Rande der CMT in Stuttgart stand daher auch noch im Zeichen der Trennung vom RDA. Sowohl der Vorstand, als auch die Mitglieder, die sich zu Wort meldeten, bedauerten die Trennung, der gbk-Vorsitzende Hermann Meyering (Foto) betonte aber auch, dass der IBV sich am Ende ausschließlich mit sich selbst beschäftig habe, eine Weiterführung des gemeinsamen Verbandes von gbk und RDA daher keinen Sinn ergeben hätte.

„Offensichtlicht ist ein gemeinsamer Verband nicht in der DNA des Gewerbes angelegt“, sagte Meyering. Offensichtlich seien Interessen der unterschiedlichen Akteure der Bustouristik doch so heterogen, dass eine Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Verband nicht mehr möglich war. Nach der Auflösung des IBV müsse man jetzt ausloten, welche Chancen in einer „differenzierten Organisation“ der Busbranche liegen, sagte Meyering weiter.

Orientierung nach Auflösung des IBV war also angesagt. So ging es auch um die Frage, ob das unter dem Dach des IBV geplante Projekt Internet-Plattform nun allein unter dem Dach der gbk weiterverfolgt werden soll. Wobei klar war, dass der Domain-Name www.bus.de im Besitz des RDA sei, der sie ursprünglich auch in den gemeinsamen Verband eingebracht hat. Die Sorge, dass nun beide Verbände unabhängig voneinander an einem nahezu identischen Internet-Projekt arbeiten, äußerten in der Diskussion mehrere Mitglieder.

Am Ende stimmte jedoch die große Mehrheit der 68 Stimmberechtigten dem Antrag des Vorstandes zu, es gab neun Gegenstimmen und 11 Enthaltungen. Der Vorstand hat damit den Auftrag, weitere Überlegungen zum Projekt Online-Plattform anzustellen und die Ergebnisse dann in einer gesonderten Veranstaltung den Mitgliedern zu präsentieren. Wie genau diese Plattform dann ausgestaltet wird – es soll keine reine Buchungs-Plattform werden, sondern man will „verschiedene Funktionen auf einer Seite bündeln“ – ist noch offen.

Thomas Burgert

Einen ausführlichen Bericht zur Mitgliederversammlung lesen Sie in der nächsten Ausgabe von BUSMAGAZIN.

20.01.2016