TÜV Süd: Medikamente beeinträchtigen Fahrtüchtigkeit

Im Herbst steigt die Zahl der Grippefälle an. Viele Betroffene nehmen Medikamente ein, um ihren Alltag zu bewältigen.

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Der TÜV Süd warnt vor aufputschenden Grippemedikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Dabei sinkt diese bereits durch die Krankheit an sich. Ein Grippekranker fährt so schlecht Auto wie ein Betrunkener. Laut der Deutschen Lungenstiftung verzögert die Erkrankung die Reaktionszeit im Straßenverkehr um elf Prozent.

Dabei haben es auch scheinbar harmlose, freiverkäufliche Grippemedikamente in sich. Daher sollten alle Autofahrer vor Fahrtantritt den Beipackzettel genau lesen und sich bei ihrem Hausarzt oder Apotheker erkundigen, ob die Fahrtüchtigkeit gewährleistet ist“, rät der TÜV Süd. Gerade flüssige Arzneien enthielten auch oft Alkohol, der in der Wirkung nicht zu unterschätzen sei. Auch Codein-haltige Medikamente sollten mit Vorsicht eingenommen werden. Die aufputschende Wirkung von Codein wird besonders von geschwächten Menschen geschätzt, sie kann aber auch zur Beeinträchtigung des Sehvermögens führen. Ein Unfall unter Medikamenteneinnahme hat strafrechtliche Folgen.

24.10.2018