Busmagazin 02/2013

 

 

 

 

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Top-Thema Freizeit-, Erlebnis- und Themenparks

"Die Schlange von Midgard" heißt dieses Fahrgeschäft im Hansa-Park
Freizeit-, Erlebnis- und Themenparks

Farbige Kunststoffbauklötze – klar, Legoland. Hanse-Erlebniswelt – wo gibt´s denn sowas? Nur in Sierksdorf. Schwaben anno 1880 – kein Thema nur fürs Museum, sondern eines mit hohem Spaßfaktor im Erlebnispark Tripsdrill. Es geht um das USP (Unique Selling Proposition), das Alleinstellungsmerkmal, das einen Freizeit- oder Themenpark unverwechselbar macht. BUSMAGAZIN hat drei unterschiedliche Konzepte unter die Lupe genommen.

Gut, wer ein Nischen­produkt sein Eigen ­nennen kann. Dann kann er Reiseveranstaltern etwas bieten, was es so nur bei ihm zu kaufen und erleben gibt. Aber nur Nische ist auch nicht das Wahre, das Produkt sollte dem Gast gefallen und ihn bestenfalls begeistern. Denn Nischenprodukte ohne Ideen, ohne Strategien, ohne Kundennutzen und damit ohne Seele sind schnell Auslaufmodelle. Es gibt aber Eigenheiten und Qualitäten eines touristischen Angebotes, die ein Image begründet haben und bestenfalls bereits zur Marke geworden sind.

So jedenfalls sieht es Prof. Walter Freyer (TU Dresden) in seinem Lehrbuch „Tourismus Marketing“. Auf jeden Fall sind ein Alleinstellungsmerkmal und damit das besondere Unterscheidungsmerkmal zum Angebot der Mitbewerber die Basis für mitunter langanhaltende Kundenbeziehungen. Ganz nach dem Motto: Da weiß man, was man hat (oder eben nicht hat).



Mercedes-Benz Travego M: Euro-6-Premiere bestanden!

Im Test: derMB Travego M Euro 6
Mercedes-Benz Travego M

Der Top-Bus der Marke Mercedes-Benz ist mehrfach Vorreiter gewesen, wenn es um innovative (Sicherheits-)Technik geht. 2012 läutete er die neue Abgasnormära ein und stellte sich als erster Euro-6-Bus unserer Redaktion zum Praxis- und Verbrauchstest.

Möglichst jung und mit viel Erfahrung – so werden Mitarbeiter gesucht, die kompetent und zugleich günstig im „Unterhalt“ sind. Eigenschaften, die ebenso auf der Wunschliste stehen könnten, wenn es um zuverlässig und wirtschaftlich einsetzbare Reisebusse geht. Jung ist unser Testbus allein schon deshalb, da es sich hier um die Travego Edition 1 handelt – den ersten serienmäßig gebauten Euro-6-Reisebus überhaupt. Und wenn man Erfahrung mit „ausgereift“ gleichstellt, dürfte auch dies zutreffen: Der Travego löste bereits 1999 den zu teuer produzierten O 404 ab. Seither wurde die Baureihe mehrfach modi­fiziert und technisch stets weiterentwickelt.

Und das Alter sieht man ihr wirklich nicht an. Im Gegenteil, die markant gestylte Front- und Heckpartie sowie die schwungvoll ins Dach gezogene B-Säule mit raffinierter Dachkante längs der Klimaanlage lassen den ­Travego modern und frisch wirken. 

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Bordküchen: Luxus für unterwegs

Top ausgestattete Küche im luxuriösen Bistro-Bus von Gegg-Reisen
Bordküchen: Luxus für unterwegs

Der Anspruch von Busreisenden an Komfort und Service an Bord steigt. Wie man mit luxuriös ausgestatteten Bistro-Bussen und einem hochwertigen kulinarischen Angebot erfolgreich Reisen abseits ausgetrampelter Tourismuspfade anbietet, zeigt das Beispiel des steirischen Veranstalters Gegg-Reisen.

Die marokkanische Sahara zieht am Fenster vorbei, im angenehm klimatisierten Bistro genießt man ein Gläs­chen Wein aus der Südsteiermark und stärkt sich mit einer steirischen Brettljause. Oder wie wäre es mit einem zünftigen Bier vom Fass? Oder einem Braten mit Sauerkraut? Kein Problem, die freundliche Bordstewardess nimmt die Bestellung jederzeit entgegen, während die Reisegäste entspannt im Unterdeck des Setra S 431 DT unter der Spiegeldecke mit eingearbeitetem Sternen­himmel inklusive Farb­wechsler sitzen.

Kaum Wünsche offen lässt eine Rundreise in einem der vier Setra-Doppelstockbusse von Gegg-Reisen, was Verpflegung, Service und Komfort an Bord angeht. Das kleine Unternehmen mit 14 Mitarbeitern aus Wettmannstätten in der West­steiermark ist seit 20 Jahren im Geschäft und zeigt selbst arrivierten Firmen in der Branche, wie Busreisen heute zeitgemäß, kundenfreundlich und erfolgreich gestaltet werden können.

Führungen: Glanzlichter für Gartenfreunde

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff bei Meran laden zum Aperitif im Palmencafe ein
Gartenanlagen und botanische Ausstellungen

Sehen ist gut, erleben ist besser. Das gilt auch für den Besuch von Gartenanlagen und botanischen Ausstellungen. Denn mit einem kundigen Führer an der Seite wird der Aufenthalt mehr als nur ein Fest für die Augen. BUSMAGAZIN hat sich bei ausgewählten „Gartenzielen“ nach besonderen Führungen für Gruppen umgehört.

Immer mehr Menschen interessieren sich auf Reisen für die Botanik – sei es in ursprünglicher Natur oder von Menschenhand geschaffenen Gartenanlagen und Ausstellungen. Und damit befinden sie sich wahrlich nicht in schlechtester Gesellschaft, denn der wohl berühmteste Gartentourist war kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe. Der Dichter war nicht nur selbst als Garten­gestalter aktiv, sondern hat auf seinen vielen Reisen auch zahlreiche botanische Anlagen besichtigt und beschrieben.

Seine modernen Nachfolger haben heutzutage aber zwei schlagende Vorteile: Zum einen müssen sie keine ­strapaziöse Reise auf dem Pferderücken unternehmen, sondern können sich in ­komfortablen Reisebussen bequem zum Reiseziel „kutschieren“ lassen. Und zum zweiten bieten viele Betreiber von botanischen Sehenswürdigkeiten nun kompetente und unterhaltsame Führungen an, die den Besuch zum Erlebnis werden lassen.
 

Editorial: USP – Im Blick die Einmaligkeit

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Viele suchen danach, manche (er)finden es einfach – das eigene USP (Unique Selling Proposition), auf Deutsch: Alleinstellungsmerkmal. Das USP macht einen als Anbieter unverwechselbar, ­dokumentiert den besonderen Charakter des Produkts und des ­Erlebbaren und ist nach Ansicht von Experten, der Hauptgrund, warum eine touristische „Location“ sehens- und besuchswert ist.

New York lockt mit Manhattan, Köln besuchen die Touristen wegen des Doms und in Neustrelitz bewundert man den barocken Baustil. In unserem Top-Thema „Merk es dir, das gibt´s nur hier!“ beschäf­tigen wir uns mit drei ganz unterschiedlichen USP-Konzepten.

Allerdings müssen Sie mit uns dafür nicht gleich bis an den Hudson reisen. Wir nehmen Sie mit zu den farbigen Bauklötzen von Legoland, zu den Piraten des Hansa-Parks und zu den Schwaben im Erlebnispark Tripsdrill.

Im Fokus dieses Heftes steht das USP ausgewählter Freizeitparks. Was bieten sie an Einmaligem, das ein Reiseveranstalter nur bei ihnen kaufen kann? Was ist die Nische, die den Gast fasziniert und schwärmen lässt?

Aber: Nischen nur zu besetzen, ist allein auch nicht das Wahre. Denn Nischenprodukte ohne Ideen, ohne Strategien, ohne Kundennutzen und damit ohne Seele sind schnell Auslaufmodelle. Erst mit bestimmten Eigenheiten und Qualitäten eines touristischen Angebotes, lässt sich ein Image begründen, das bestenfalls zur Marke wird.

Auf jeden Fall sind ein Alleinstellungsmerkmal und damit das besondere Unterscheidungsmerkmal zum Angebot der Mitbewerber die Basis für mitunter langanhaltende Kundenbeziehungen. Ganz nach dem Motto: Da weiß man, was man hat (oder eben nicht hat). Wie gut sich u. a. drei Freizeitparks in Sachen USP positioniert haben, lesen Sie ab Seite 26.

Außerdem hatten wir den Mercedes-Benz Travego M zu Besuch in der Redaktion. Das Top-Modell aus dem Hause Daimler war in seinem langen Produktionsleben – er läuft bereits seit 1999 vom Band – schon mehrfach Vorreiter, wenn es um innovative Technik ging. 2012 läutete er als erster Bus die neue Abgasnorm Euro 6 ein. Und in dieser Version stellte er sich nun auch als erster unserer Redaktion zum Praxis- und Verbrauchstest.

Wie er sich auf Autobahn, Landstraße und im Stadtverkehr in Sachen Fahrkomfort, Ökonomie sowie Ökologie schlug und natürlich worin seine „Einmaligkeit“ liegt, beschreiben wir ab Seite 6 unter der Überschrift „Euro-6-Premiere bestanden“. Womit eines unserer Urteile schon im Voraus verraten sein dürfte. Wir wünschen trotzdem spannendes und informatives Lesen…

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de

 

 

 

Fotos: Hansa-Park, Gegg-Reisen, Görgler, MDR/Christiane Höhne, Gärten von Schloss Trauttmansdorff, Verlag