Busmagazin 03/2013

 

 

 

 

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Viseon C12 HD: Individualist trotz Standardmaßen

Im Test: der Viseon C12 HD
Viseon C12 HD

Meist folgen dem 12-m-Bus erst später alternative Varianten. Bei Viseon war es genau umgekehrt. Wir haben den zuletzt vorgestellten Zweiachser C12 HD auf unsere Testroute in die Eifel geschickt.

Bei einer Gesamthöhe von 3 780 mm überragt das jüngste Produkt aus Pilsting alle anderen Reisehochdecker der C-Familie um 220 mm. Damit bietet der Zweiachser auch mehr Kopffreiheit: Ab der seitlichen Fensterbrüstung wuchs nämlich der Aufbau nach oben, was an den grö­ßeren Scheiben und den ­auseinander gezogenen Stilelementen am Bug sofort auffällt. Gleichzeitig hat man den Mittelgang in der Höhe angepasst, um den Fahrgast­raum podestlos zu gestalten. Darüber hinaus kann der HD wie die gesamte C-Baureihe mit Mittel- oder Heckeinstieg geordert werden.

Wir haben uns für die zweite Variante entschieden, die nicht nur mehr Kofferraum, sondern auch einen barrierefreien Zugang zur Bord­toilette und reichlich Raum vor der – sehr ansprechend gestylten – Küche gewährt. 

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Internet: Datenschutz ist (k)eine Glückssache

Datenschutz im Internet ist schwierig
Datenschutz

Auch kleine und mittlere Betriebe setzen ­zunehmend auf Internet und Social Media. Die technischen Möglichkeiten, dabei Daten der potenziellen Kunden zu gewinnen und zu nutzen, werden immer vielfältiger. Rechtlich bewegt man sich aber oft auf dünnem Eis. Was Unternehmer beachten müssen.

Eine Firmen-Website ist heute selbstverständlich für jeden Chef. Die wenigsten wissen aber, welche Rechtspflichten damit genau verbunden sind, besonders beim Datenschutz. Rechtsanwalt Marcus Dury LL.M. ist Fachanwalt für Informationstechnologierecht und Betreiber von website-check.de und weiß: „Sie brauchen auf Ihrer Internetseite eine Datenschutzerklärung, die auf alle aktiven Java-Script-Inhalte – z. B. Facebook oder Twitter – eingeht, die auf einer Seite enthalten sind. Diese Erklärung sollte im Idealfall mit einem eigenen Link versehen und nicht im Impressum hinterlegt ­werden. Rechtswidrig ist Letzteres aber nicht."

Viele Webseitenbetreiber nutzen außerdem Programme, mit denen Sie die Besucher auf ihren Sites untersuchen können. Auf dem Weg zum gläsernen Kunden: Wer beim Surfen im Internet die Standard-Browser-Einstellungen benutzt, hinterlässt so viele Spuren, dass man seine Daten leicht ana­lysieren kann.

Freizeitparks: Wie man Erlebnisse inszeniert

Neuschwanstein von oben gibt es im Miniland von Legoland Deutschland
Freizeitparks

Mit Disneyland hat es angefangen, heute werden Themenwelten in vielen Freizeit- und Erlebnisparks installiert, um sich von Mitbewerbern abzuheben und Besuchern ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Das Konzept der inszenierten Erlebniswelt scheint auch an der Kasse aufzugehen, wie BUSMAGAZIN bei der Befragung von Freizeitparks, Zoos und botanischen Anlagen festgestellt hat.

Sie sind so etwas wie ein Allheilmittel: Themen­welten wecken Emotionen, bringen Ordnung in den Laden, schaffen Identifikation, sind gut fürs Image, kurbeln das Geschäft an und sorgen für Unterhaltung. Auf die Inszenierung kommt es dabei besonders an. Die sollte ungewöhnlich, spannend, überraschend und einfallsreich sein – am besten alles zusammen.

Denn dann besteht die Möglichkeit, dass sie Emotionen weckt, die Sinne des Gastes anspricht, ihn in irgendeiner Form berührt. „Beißt“ der Besucher an und lässt sich auf die ­Themenwelt ein, ist der Weg zum Erlebnis nicht mehr weit. Dann bestehen gute Chancen, dass er das Erlebnis „mit nach Hause“ nimmt, Fan wird, es weitererzählt, Freunden empfiehlt und sich weiter damit beschäftigt – Wiederholungsbesuch nicht ausgeschlossen.

Erlebnisort Museum: Im Dialog mit dem Gast

Kinder entdecken die Kunsthalle Bremen
Erlebnisort Museum

Vermittlung ist heute eine der wichtigsten Aufgaben von Museen. Mit zielgruppenorientierten Führungen und Programmen ermöglichen immer mehr Häuser ihren Besuchern eine intensive Auseinandersetzung mit Kunst, Geschichte und Kultur. Der damit verbundene hohe Erlebniswert macht Museumsbesuche zu interessanten Bausteinen für Gruppenreisen. BUSMAGAZIN hat ausgewählte Museen in Deutschland und Österreich nach ihren museumspädagogischen Angeboten und Gruppenprogrammen gefragt.

Das Interesse an Museen und Ausstellungen ist ungebrochen groß. Jahr für Jahr zeigen dies die Zahlen, die das Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund vorlegt. Für das Jahr 2011 vermeldeten die Statistiker unlängst eine neuerliche – wenn auch nur leichte – Steigerung von 0,35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die insgesamt 109,5 Mio. Museumsbesuche in Deutschland bedeuten einen neuen Rekord, nämlich die höchste Besuchszahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981.

Auch die Zahl der Gäste von Ausstellungshäusern, die keine eigene Sammlung besitzen, aber überwiegend Ausstellungen musealen Charakters zeigen, ist 2011 weiter gestiegen: um 3,4 Prozent auf knapp 6, 4 Mio. Zusammen erreichten Museen und Ausstellungen 2011 also fast 116 Mio. Besuche.
 

Editorial: Reiseanalyse - Bayern oder Ostsee?

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Gute Nachrichten für die Touristik: Der Trend zu „mehr Urlaub“ blieb auch 2012 ungebrochen! Insgesamt steigerte sich die Reise­intensität der Bundesbürger – im vierten Jahr in Folge – auf aktuell 54 Prozent. Sprich: Jeder zweite verschwand in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal für längere Zeit in den Urlaub.

Im Vorfeld zur ITB (6.-10.3., Berlin) werden in diesen Tagen wieder die ersten Zahlen zum Reiseverhalten der Deutschen im vergangenen Jahr veröffentlicht. Die „Stiftung für Zukunftsfragen“ hat ihre Tourismusanalyse traditionell bereits auf der „Reisen“ (6.-10.2.) in Hamburg vorgelegt. Von ihr stammt obige Trendaussage, für die die Statistiker der Stiftung 4000 Bundesbürger ab 14 Jahren nach ihrem Urlaubs­verhalten 2012 und ihren Reiseabsichten für dieses Jahr befragten.

Weiter zugenommen hat vor allem die Reiseintensität bei über 55-Jährigen, von denen mehr als die Hälfte in den vergangenen 12 Monaten unterwegs war. Ein Ergebnis, dass die Forscher nicht sehr überrascht: „Reiseerfahrene Generationen prägen den Tourismus – sie verfügen über Zeit, Geld und Spaß am Reisen“, so der Kommentar von Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. „Bis ins hohe Alter in den Urlaub zu fahren, setzt sich immer weiter fort. Mittlerweile verreisen nicht mehr nur viele der 50- bis 64-Jährigen, sondern es packt sogar jeder dritte über 75-Jährige wenigstens einmal pro Jahr seine Koffer“.

Deutschland bleibt dabei das – mit Abstand – beliebteste Reiseziel der Deutschen. Der Zweikampf zwischen Ostsee und Bayern hat sich hier auch im letzten Jahr laut Studie fortgesetzt. 2010 lag die Ostsee vorne, 2011 dominierten die bayerischen Erholungsgebiete und 2012 lagen beide gleichauf. Die See konnte einige Punkte gutmachen, Bayern verfehlte knapp das Vorjahresziel – man traf sich sozusagen in der Mitte. Bei den Auslandsreisezielen blieb im letzten Jahr übrigens Spanien Spitzenreiter, gefolgt von Italien und der Türkei.

In unserem Top-Thema „Sonnige Aussichten für den Tourismus“ ab Seite 26 legen wir die Karten der Reiseanalytiker offen, und berichten detailliert über die Trends 2012 – und auch wohin die Reise 2013 gehen wird. Ebenso dokumentieren wir, welche Verkehrs­träger die Urlauber nutzen und welche Rolle der Omnibus im Urlaub der Deutschen spielt.

Basis für unsere Aufbereitung und Zusammenfassung bilden neben den Daten der Stiftung für Zukunftsfragen u. a. Forschungs- und Umfrageergebnisse der CMT, der f.re.e, der Commerzbank sowie der ITB. Wir wünschen informatives Lesen…

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de

 

 

 

Fotos: Dmitry Ersler/www.fotolia.de ,Viseon, fotomek/www.fotolia.de, Legoland Deutschland, Kunsthalle Bremen/Karen Blindow, Verlag