Busmagazin 03/2014

 

 

 

 

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Top-Thema/ITB: Die touristischen Ampeln stehen auf grün

"Grünes Licht" für ein gutes Tourismusjahr 2014 wird auf der ITB in Berlin erwartet, Foto: Anton Gvozdikov / www.fotolia.de
ITB: Die touristischen Ampeln stehen auf grün

Der weltweite Tourismus ist im nachhaltigen Aufschwung begriffen. Doch kann die Bustouristik von der guten internatio­nalen Entwicklung profitieren? Das ist eine der Fragen, auf die die 48. Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) vom 5. bis 9. März vielleicht Antworten geben kann.

Zu den boomenden Regionen auf der touristischen Landkarte zählen zurzeit Indien, Asien sowie die arabischen Länder und entsprechen stark sind sie auf der ITB Berlin vertreten.

In der Halle 26 (Fernost und Südostasien) werden mehr als ein Dutzend neue Aus­steller ihre Angebote präsentieren, darunter aus Vietnam die G Charlton Hotels and Resorts sowie eine ganze Reihe von Veranstaltern wie Asia Aventura, Luxury Travel, Travel Indochina, Trails of Indochina, Terraverde und Wide Eyed Tours. Neu mit dabei ist z. B. Muriya Tourism Development/Oman, die drei indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh, Maharashtra und West Bengal sind erstmals mit eigenem Stand vertreten und Dubais Ausstellungsfläche wächst um 56 m2. Voll belegt ist bereits die Indien-Halle (5.2b) und für die Südasien & Pazifik-Halle (5.2a) besteht sogar eine Wartel­iste. Die Sehnsucht „Fernweh“ ist also ausgeprägt in der Welt und auch in Europa vertreten.

Denn Totgesagte leben länger. Hieß es noch vor Jahren, nicht nur die Wirtschaftsströme, sondern auch die touristischen Schwerpunkte würden sich von Europa vor allem nach Asien verlagern, so feierte das „alte Europa“ 2013 durchaus auch ein Comeback. Die Welttourismusorganisation UNWTO verzeichnete in ihrem gerade erschienenen „Tourismusbarometer“ 1,087 Mrd. weltweite Ankünfte, ein Zuwachs von 5 % und gleichzeitig ein Allzeithoch.   

Scania Omniexpress 3.60 – Robust und vielseitig

Im Praxistest: der Scania Omniexpress 3.60, Foto: Görgler
Scania Omniexpress 3.60

Unser Testbus präsentiert mit 3,60 m Gesamthöhe die Reisevariante der multifunktionalen Baureihe Omniexpress. Mit an Bord: Der 13-l-Motor in Euro-6-Ausführung aus schwedischer Fertigung sowie die bewährte Opticruise-Schaltung.

Seit Vorstellung der in Finnland gebauten Modellreihe auf dem deutschen Markt (2010) haben wir bereits die beiden Hochbodenbusse Omniexpress 3.20 und 3.40 im Rahmen von Fahrvorstellungen kennengelernt. Während diese Modellvarianten in der Regel als Doppelverdiener eingesetzt werden, haben wir es nun mit einem echten Reisewagen zu tun, der sich durch seine Höhe – die dreistellige Ziffer in der Typenbezeichnung gibt Aufschluss darüber – in das Segment um den Tourismo einreihen kann.

Reisebusse sollen einladend wirken und zum Mitfahrern animieren. Dies geschieht u. a. durch eine ansprechende Optik, wie sie auch beim Omniexpress am Bug umgesetzt worden ist: Ein angedeutetes „Lächeln“ und markante Scheinwerfer in der Front sowie seitlich der schwungvolle Bogen über die B-Säule bis in die Vordertür. Die großen Glasflächen der Tür erinnern zwar eher an einen Linienbus, gewähren jedoch eine gute Sicht beim Anfahren an Busstopps. 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

Reportage: Zu Besuch bei Mercedes-Benz Türk

BUSMAGAZIN war im türkischen Werk Hosdere von Mercedes-Benz zu Besuch, Foto: Görgler
Zu Besuch bei Mercedes-Benz Türk

Die 1995 in Betrieb genommene Produktion in Hosdere – unweit von Istanbul gelegen – hat sich zum bedeutendsten Buswerk für die Marke Mercedes-Benz entwickelt. BUSMAGAZIN war in der Türkei und durfte Arbeitern und Robotern bei der Fahrzeugfertigung über die Schulter schauen.

Wenn Reisehochdecker von Mercedes-Benz an deutsche Kunden ausgeliefert werden, liegt schon eine abwechslungsreiche Reiseroute hinter ihnen: Zunächst per Schiff von Istanbul nach Triest, von dort auf eigener Achse ins betreffende Service-Center. Maximal 1.500 km haben sie dann auf dem Tacho, zudem eine abschließende Inspektion samt Wagenwäsche absolviert. 

Das trifft schon immer auf die Baureihe Tourismo zu, neuerdings jedoch auch auf den Travego. Dass der Premiumbus der Marke ­Mercedes-Benz aus dem Produktionsverbund Mannheim – Neu-Ulm in die Türkei „abwanderte“, schmerzt zwar die von Personalreduzierungen betroffene deutsche Belegschaft, soll jedoch für die Kunden keinerlei Nachteile bringen. Im Gegenteil: Über die Jahre hinweg hat sich die ursprüngliche Montage in Hosdere zu einem Werk mit hoher Fertigungstiefe und anspruchsvollen Qualitätsstandards entwickelt. 

Freizeitparks & Co.: Hoher Schauwert - intensiver erleben

Spektakuläre Wassershow in der Autostadt Wolfsburg, Foto: Autostadt GmbH
Freizeitparks & Co.

Darf´s noch etwas mehr sein? Muss es sogar, denn im Wettbewerb mit anderen Freizeitangeboten sind Freizeit-, Erlebnis- und Themenparks darauf angewiesen, ihren Gästen, vor allem den Stammkunden, über das „normale“ Tagesgeschäft hinausgehende Erlebnisse zu bieten. BUSMAGAZIN hat sich nach besonderen Schauplätzen und Veranstaltungen bei den Freizeitparks und anderen Erlebniswelten umgeschaut.   

Kurzreiseziel – welch schönes Wort, wenn es um Freizeitparks geht. Drückt es doch eine Wertschätzung aus, dass die Anlage mehr ist als nur Belustigung oder Freizeitbeschäftigung für ein paar Stunden. Doch was macht eine Anlage zu einem Kurzreiseziel? Einfach gesagt: ein Hotel oder andere Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Gelände. 

Aber nicht jeder Freizeitpark hat Kapazitäten  für ein Hotel oder sieht die Notwendigkeit zum Bau desselben. Neben den sich ständig erweiterten und oft neuen Attraktionen, die oft nicht an einem einzigen Tag alle zu schaffen sind, setzen Freizeitparks verstärkt auf besondere Locations und Events. Diese Locations, die man für Feiern, Tagungen oder Präsentationen auch nach abendlicher Schließung des Parks mieten kann, erhöhen nicht nur die Aufenthaltsdauer der Gäste. Sie locken oft auch neue Zielgruppen in den Freizeitpark. Einen ähnlichen Effekt haben Events, die zudem Stammkunden einen Grund mehr liefern, den Park erneut zu besuchen.   

Logistik: Bergbahnen erschließen spannende Ausflugsziele

Aussichtsterrasse auf dem Karren (Dornbirn), Foto: Dornbirner Seilbahn GmbH
Bergbahnen erschließen spannende Ausflugsziele

Österreichs Ausflugsbahnen mit ihren zugehörigen Ski- und Wandergebieten haben in den vergangenen Jahren viel investiert. Mit Erfolg: Die Zahl der Gäste steigt – und mit ihr Umsatz und Gewinn. BUSMAGAZIN wirft einen Blick auf neue und spannende Freizeitziele rund um Bahnen und Berge.

Berg- und Ausflugsbahnen sind die tragende Säule des österreichischen Tourismus. Über 70 % der Urlauber kommen wegen des Skifahrens dorthin und „sorgen“ nach Angaben des Fachverbands der Seilbahnen Österreichs für 54,2 Mio. Skitage (Saison 2012/13), was rund ein Sechstel des Weltmarkts ausmacht und mit einem Plus von 8,4 % zur Vorsaison einen neuen Rekord darstellt. 605 Mio. Personen werden mit denBahnen und Liften befördert. Die Gäste sorgen dabei für einen Umsatz von mehr als 1,24 Mrd. Euro an den Kassen der Liftgesellschaften.

Editorial/ITB Berlin: Die neuen Reisetrends im Blick

Chefredakteur Dirk Sanne
Die neuen Reisetrends im Blick

Die diesjährige ITB (Internationale Tourismus Börse) startet mit hervorragenden Aussichten in das 48. Branchenevent, das vom 5. bis 9. März in Berlin wieder seine Gäste empfangen wird. 26 Hallen mit ganz unterschiedlichen Themen und Reisezielen werden dann wieder von über 100.000 Fach- und Tagesbesuchern besucht werden. Nicht zuletzt informieren sich dort auch wieder viele Bus- und Gruppenreiseveranstalter – noch bevor das eigentliche und klassische Einkaufsforum, der RDA-Workshop, vom 29. – 31.7. in Köln seine Tore öffnet.

„Der Anmeldestand zur ITB Berlin 2014 ist im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau konstant. Die meisten Hallen sind schon komplett ausgebucht und es gibt sogar Wartelisten. Ebenso ist ein Trend zu größeren Standflächen zu beobachten“, kommentierte Martin Buck, Vice President Travel & Logistics Messe Berlin, vor wenigen Wochen den (damals) aktuellen Buchungsstand. Bis zu 10.000 Aussteller aus 180 Ländern erwartet die Messeleitung. 

Welche Bedeutung die ITB hat, zeigt sich auch am Medieninteresse. Im letzten Jahr kamen etwa 6.000 Journalisten an die Spree, ein Viertel davon aus 80 verschiedenen Ländern. Das unterstreicht nochmals deutlich die Internationalität dieses Reiseforums.

Aber auch andere Zahlen zeigen, dass die Entwicklung stimmt. Gemeldet werden u. a. „große Zuwächse aus Asien, Indien und den arabischen Ländern“. Neu mit dabei ist z. B. Muriya Tourism Development/Oman. Auch die drei indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh, Maharashtra und West Bengal sind erstmals mit eigenem Stand vertreten, und Dubais Ausstellungsfläche wächst um 56 m2. Voll belegt ist bereits die Indien-Halle (5.2b) und für die Südasien & Pazifik-Halle (5.2a) besteht z. B. die von Buck erwähnte Warteliste.

Für Europa ist man bei der ITB ebenfalls zufrieden, denn auch die Europa-Hallen (1.2, 2.1, 2.2, 3.2, 4.2) verzeichnen eine stabile Buchungslage. Neben einer ganzen Reihe neuer Aussteller wie der Stadt Bilbao (mit einem 248 m2 großen Stand) oder Alltours, sind die spanische Eisenbahngesellschaft RENFE und nach 22 Jahren Abstinenz auch Gibraltar zurückgekehrt.

 

Wie jedes Jahr nehmen wir die ITB wieder zum Anlass, um Ihnen im Vorfeld intensiv über Reisetrends und -highlights im Bus- und ­Gruppenreisesegment zu berichten. Alle unsere Erkenntnisse über die Zukunft des ­erreisens finden Sie in unserem Top-Thema unter dem Titel „Die touristischen Ampeln stehen auf grün“. Auf Seite 34 startet unser großer ITB-Bericht für Sie. Wir wünschen informatives Lesen!

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de