Busmagazin 03/2015

 

 

 

 

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Foto: Pixelio.de / Grey59
ITB Berlin: Dahin läuft der Hase

Top-Thema ITB Berlin: Dahin läuft der Hase

Nach der CMT in Stuttgart und nach der „Reisen Hamburg“ ist vor der ITB. Und vor dem weltgrößten Branchentreff in Berlin ist die Richtung, in der sich das Tourismusjahr 2015 entwickelt, bereits ­absehbar. Wohin der Hase läuft, das wissen die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) oder die Stiftung für Zukunftsfragen meist schon im Januar. Denn dann sind die Umfragen zu den Urlaubsplänen und Reisevorlieben der Deutschen schon „eingetütet“. Verkündet wird das Ergebnis dann öffentlichkeitswirksam auf den o. g. Messen, so auch während der 49. Ausgabe der ITB (4. bis 8. März), wenn u. a. die FUR ihre ReiseAnalyse 2015 (RA) präsentiert.

Wozu dann noch auf die Messe gehen, wenn man doch schon vorher (fast) alles weiß? Natürlich, der „Meet & Greet“-Aspekt: Vielleicht ist der persönliche Kontakt, das Sprechen miteinander wichtiger denn je, wo sich doch berufliche Kommunikation heute vielfach im Anklicken von irgendwelchen Tasten und virtueller Post erschöpft. Und dann kommt auch der Hase wieder ins Spiel: Meister Lampe läuft nämlich nicht einfach geradewegs auf das Ziel zu, sondern schlägt Haken und sorgt so für erhöhte Aufmerksamkeit oder gar Überraschungseffekte bei Jägern, Beobachtern und Mitbewerbern.

Auch auf der weltgrößten Touristikmesse lohnt es sich, die angestammten Wege durch die Hallen mal zu verlassen und die Sinne für Neues oder zumindest Außergewöhnliches zu schärfen. Denn die Entdeckung von Spektakulärem bzw. das Aufspüren von Trends ist für viele Messegäste seit jeher ein wichtiges Kriterium für den Besuch vor Ort. 

Den gesamten Beitrag gibt es zum Download in der Rubrik "Fachbeiträge".

 

 

Im Test: der Urbino von Solaris, Foto: Görgler
Fahrbericht Solaris: Der neue Urbino

Fahrbericht Solaris: Der neue Urbino

Abgespeckt und innovativ präsentiert sich die frisch aufgelegte Stadtbusbaureihe Urbino von Solaris. Wir haben die 12-m-Variante in zwei unterschiedlichen Ausführungen für Sie angetestet.

Mit der erstmals 1999 präsentierten Niederflurbaureihe Urbino hat der polnische Bushersteller Solaris die Basis für seinen kontinuierlich wachsenden Erfolg geschaffen. Parallel zur Anpassung der bisherigen dritten Generation an die Abgasnorm Euro 6 – mit Vorstellung zur Busworld 2013 – entwickelten die Konstrukteure bereits den neuen Urbino, dessen Premiere Solaris während der IAA-Nutzfahrzeuge im vergangenen September feierte. Nunmehr steht die Markteinführung an, zunächst mit den am stärksten gefragten Varianten, dem Vollniederflurbus Urbino 12 in Standardlänge (12 m) sowie dem 18-m-Gelenkbus Urbino 18.

Übrigens sind jetzt – entsprechend der modularen Bauweise – die Radstände zwischen Solo und Vorderwagen des Gelenkzugs mit 5.900 mm grundsätzlich gleich. Eine Verlängerung des Gesamtmaßes – wie etwa für die künftige 18,75-m-Variante – erfolgt dann über den Nachläufer. Die Überhänge bleiben dabei wiederum wie in allen Urbino-Varianten grundsätzlich identisch.
 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

 

 

Schülerverkehre: Schneller nach Hause

Tablet-PC mit GPS, Scanner und die Olfen-Karte: Mehr ist nicht nötig, damit die App auf dem Tablet dem Fahrer die kürzeste Route für den Heimtransport der Schüler anzeigt, Foto: Milena Schlösser
Schülerverkehre: Schneller nach Hause

Schülerverkehre: Schneller nach Hause

Die Schüler der münsterländischen Stadt Olfen kommen nach der Schule jetzt schneller nach Hause. Die Umstellung auf einen bedarfsorientierten Schulbusverkehr reduziert die Fahrzeit, spart Geld und entlastet die Umwelt.

Die Schüler von Olfen können sich freuen. Sie haben jetzt nachmittags mehr Freizeit als Schulbesucher anderer Städte und Gemeinden in Deutschland. Denn ihr Schulbus fährt sie nach der letzten Unterrichtsstunde auf direktem Weg nach Hause. Viele der Kids kommen dadurch wesentlich früher als sonst im trauten Heim an, wo die Zeit für Spaß, Sport und Spiel beginnt. Der Grund für die Ersparnis liegt im geänderten Schülerverkehr. Der richtet sich seit einiger Zeit ganz streng nach dem Bedarf.

Das war nicht immer so. Früher rollten morgens und nachmittags immer drei Schulbusse der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) auf festen Routen mit bis zu 40 Haltepunkten durch die Stadt. Während morgens die Busse noch gut gefüllt waren, um die gut 100 fahrberechtigten Schüler der 12.000-Seelen-Gemeinde pünktlich um kurz vor acht Uhr an Grund- und Gesamtschule abzuliefern, herrschte nachmittags häufig gähnende Leere in den Transportmitteln. Zu unterschiedlich gestalten sich die Unterrichtszeiten in den verschiedenen Klassenstufen.

 

 

Der Launch Coaster "Freischütz" ist eines der Highlights im Bayern-Park, Foto: Bayern-Park
Freizeit-/Themenparks

Freizeit-/Themenparks: Darf’s ein bisschen mehr sein?

Ob die Offerten nun spritzig, bunt oder einfach „tierisch“ sind: Mit Bausteinen und Kombi-Angeboten lässt sich der Besuch eines Freizeit- oder Themenparks zusätzlich aufpeppen. Außerdem wird das Gruppenerlebnis gefördert.

Das geht schnell in Freizeit- und Themenparks: Schon am Eingang haben sich die ersten Teilnehmer aus den Augen verloren und treffen sich erst kurz vor der Weiterfahrt wieder. Gruppenerlebnis? Fehlanzeige. Um das zu ändern haben die einzelnen Anbieter Pakete und Bausteine ausgetüftelt, die einen gemeinsamen Ankerpunkt im Tagesprogramm bieten. Wir stellen im Folgenden in alphabetischer Reihenfolge ein paar Beispiele vor.

 

 

 

Das neue NS-Dokumentationszentrum in München (Hintergrund) setzt einen Kontrapunkt zu den historischen Gebäuden, Foto: NS-Dokumentationszentrum München/Jens Weber
Nationalsozialismus

Nationalsozialismus: Wissen als Basis des Verstehens

2015 jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch der Untergang des Nationalsozialismus zum 70. Mal. Es ist ein Jahr, das zum Gedenken und Erinnern auffordert, aber auch dazu, das Wissen rund um einzelne Aspekte der deutschen Geschichte zu vertiefen. BUSMAGAZIN stellt zwei Einrichtungen vor, die sich dafür hervorragend eignen.

Wer einzelne historische Ereignisse und Begebenheiten verstehen möchte, darf diese nicht isoliert betrachten. Um Ursachen und Wirkungen auf den Grund zu gehen, muss man den Blick bisweilen weit in die Vergangenheit richten. Dabei fungieren Museen und Dokumentationszentren als kulturelles Gedächtnis.

Mehr als 4.800 Museen unterschiedlicher Couleur gibt es derzeit in Deutschland, eine Anzahl, die nach Angaben des Portals Statista seit der Jahrtausendwende weitgehend stabil geblieben ist. Deutlich gestiegen sind hingegen die Besucherzahlen in deutschen Museen: Insgesamt 110.425 002 Besuche zählten der Deutsche Museumsbund und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz im Jahr 2013. Das entspricht dem zweithöchsten Wert seit Beginn der ersten vollständigen Erhebung im Jahr 1981.


 

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: Das Tourismusjahr 2015 im Fokus

Gleich zwei Themen stehen diesen Monat im Fokus von BUSMAGAZIN. Zum einen die Internationale Tourismus-Börse in Berlin, kurz die ITB. Zum anderen das bei uns sehr weiträumig gefasste Oberthema „Freizeit-, Erlebnis und Themenparks“. Darunter fallen sowohl klassische Vergnügungsparks wie Tripsdrill als auch Science-Center wie die experimenta, aber auch Zoos, die längst viel mehr sind als Orte einer reinen zoologischen Ausstellung von Lebewesen in mehr oder weniger naturnah ausgestatteten Ersatzlebensräumen.

Auch Tier und Naturparks entwickeln sich zunehmend hin zu attraktiven Lern- und Erlebnislandschaften. Viele Zoos bieten mittlerweile ihren Gästen Tuchfühlung mit der Natur und ihren Tieren an – soweit das in zoologischen Parks möglich ist. Dazu gehören z. B. Dinner mit bzw. bei den Raubkatzen und Gärten wie aus 1001 Nacht. Oder aber eine nächtliche Expedition zu den Tieren der Tropen, Themenrundgänge zum Liebeswerben der Tiere und auch botanische Führungen über die Pflanzen und die Arbeit der Landschaftsarchitekten, wie es z. B. der Zoo Rostock offeriert.

Insgesamt 16 Seiten widmen wir in diesem Heft der Vielfalt an Parks, ihrem Freizeit- und Erlebniswert sowie ihrem Informationsangebot. Zudem berichten wir bei ausgewählten Unternehmen über die von den Touristikern vor Ort geschnürten Erlebnispakete für Gruppen (ab Seite 36).

Nach der CMT in Stuttgart und nach der „Reisen Hamburg“ folgt als nächster wichtiger Marktplatz die ITB in Berlin. Hier präsentieren in 26 Messehallen unter dem Funkturm über 10.000 Aussteller aus rund 190 Ländern und Regionen ihre Angebote und Neuheiten.

Mehr als 100.000 Fachbesucher werden auf der führenden Messe der weltweiten Reiseindustrie erwartet, um sich auch in diesem Jahr wieder über das gesamte touristische Angebot zu informieren.

Kurz vor bzw. mit diesem weltgrößten Branchentreff ist auch die Richtung, in der sich das Tourismusjahr 2015 entwickelt, bereits absehbar. Wohin der Hase läuft, das wissen die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) oder die Stiftung für Zukunftsfragen meist schon im Januar. Denn dann sind die Umfragen zu den Urlaubsplänen und Reisevorlieben der Deutschen schon „eingetütet“. Verkündet wird das Ergebnis dann öffentlichkeitswirksam auf den oben genannten Messen, so auch während der 49. Ausgabe der ITB (4. bis 8. März), wenn u. a. die FUR ihre ReiseAnalyse 2015 (RA) präsentiert. Über diese Trendanalysen und die Vielfalt des Angebots sowie der Reiseideen berichten wir in unserem Beitrag zur Messe in Berlin (ab S. 32).

Wir wünschen ein informatives Lesevergnügen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de