Ausgabe 4/2016

Busmagazin 04/2016

 

 

 

 

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Der Postbus mit Raupenantrieb gehört zu den frühen Scania-Modellen, Foto: Scania
125 Jahre Scania

125 Jahre Scania: Steiniger Weg

Vor 125 Jahren entstand im schwedischen Södertälje ein Fahrzeugbauer mit wechselhafter Geschichte. Das Unternehmen durchlebte viele Hochs und Tiefs, bis es sich zu einem der renommiertesten Lkw- und Bushersteller der Welt etablierte. Wir blicken zurück.

Alles fängt 1891 an. Der ehrgeizige Ingenieur Philip Wersén kehrt seinem Arbeitgeber AB Atlas – einem Waggonhersteller in Stockholm – den Rücken, kehrt nach Södertälje zurück und kocht mit Gründung der Vagnfabriksaktiebolaget i Södertelge (schwedisch für „Waggonfabrik Aktiengesellschaft in Södertälje“) – kurz Vabis – sein eigenes Süppchen. Anfangs fertigt das Unternehmen ausschließlich Eisenbahnwaggons. Wenig später sucht Vabis neue Geschäftsfelder und entwickelt auch Straßenfahrzeuge. Bereits 1898 rollt der erste schwedische Pkw mit Verbrennungsmotor aus den Vabis-Hallen. Das Glück währt nicht lange. Vabis rutscht in die Pleite und sucht einen Käufer.

Der findet sich in Malmö. In der südschwedischen Stadt sitzt das im Jahr 1900 gegründete Unternehmen Scania. Die Maskinfabriksaktiebo­laget Scania oder übersetzt „Maschinenwerk Aktien­gesellschaft in Skåne“ baut anfangs Fahrräder. Später gesellen sich Motoren, Autos und Lastwagen hinzu. Dem einstigen Fahrradbau ist es zu verdanken, dass der Kopf des Greifvogels im Scania-Logo noch heute von einer stilisierten Tretkurbel umschlossen wird.

Der Simulator ruht auf einem Dreibein. Die Leinwand füllt das ganze Blickfeld des Fahrers aus, Foto: FTM
Forschen an der Mensch-Maschine-Schnittstelle

Forschen an der Mensch-Maschine-Schnittstelle

Die Technische Universität München besitzt einen eigenen Fahrsimulator. Hier erforschen junge und erfahrene Wissenschaftler die Interaktion zwischen Mensch und Maschine z. B. bei der Entwicklung neuer Assistenzsysteme. BUSMAGAZIN hat sich den Simulator einmal näher angeschaut.

In der Technischen Universität München (TUM) steht im Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik, kurz FTM, ein ungewöhnlicher Fahrsimulator. Mit ihm führt der Lehrstuhl in virtueller Umgebung Fahrversuche durch. Vorrangiges Ziel dieser Feldforschungen in „3D“ ist dabei die Interaktion von Mensch und Maschine sowie der Test neuer Assistenzsysteme und -techniken in einem sehr frühen Entwicklungsstadium unter möglichst realitätsnahen Szenarien.

Die Simulatorkabine ist daher so konzipiert, dass sich alle wichtigen und zukünftig kommenden Assistenzsysteme, Bedienelemente und Anzeigen integrieren lassen. Die Entwicklung des Simulators basiert ursprünglich auf einer Kooperation der TUM mit dem Fahrzeughersteller MAN, der auch das TGS-Fahrerhaus zur Verfügung stellte.

Die Messehallen (Bildmitte) liegen direkt am Flughafen Friedrichshafen, Foto: Messe Friedrichshafen
RDA-Workshop Friedrichshafen

RDA-Workshop Friedrichshafen: Neues Messe-Highlight

Der RDA-Workshop wandelt mit seiner Vor-Messe in Friedrichshafen (7./8.4.) auf frischen Pfaden. Mit dem zur Hauptmesse in Köln zusätzlich angebotenen Termin will man neue Aussteller und Besucher gewinnen. In puncto Aussteller ist man dabei sehr erfolgreich unterwegs.

Friedrichshafen am Bodensee, dort wo im Juli 1900 der erste Zeppelin zu seinem Jungfernflug abhob, lässt der RDA in diesem Jahr mit seinem als „Vor-Messe“ bezeichneten Workshop einen gruppentouristischen Versuchsballon steigen. Am 7. und 8. April 2016 findet erstmals ein RDA-Workshop in der Messe Friedrichshafen statt. „Friedrichshafen im Dreiländereck unterstreicht die Internationalität unseres Verbands. Wir erwarten deutlich mehr Fachbesucher aus Süddeutschland, der Schweiz und Österreich“, sagt RDA-Präsident Richard Eberhardt zur Wahl des Messe-Standortes.

Man hofft dabei auch auf Besucher aus der benachbarten Schweiz, wie auch RDA-Vizepräsident Heinrich Marti, Ressortleiter Messeveranstaltung im RDA-Vorstand betont: „Für mich als Schweizer ist der Standort Friedrichshafen sehr willkommen. Ich erwarte, dass etliche meiner Schweizer Kollegen den RDA-Workshop in Friedrichshafen besuchen werden.“

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Der Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (vorne Mitte) bei der Museumseröffnung, Foto: Bünnagel
DFB-Museum

DFB-Museum: (Fußball-)Geschichte wird gemacht ...

... frei nach einem bekannten Liedtext der Band „Fehlfarben“. Und zwar in Dortmund, wo mit dem Deutschen Fussballmuseum ein neuer Tempel des beliebten Ballsports entstanden ist. BUSMAGAZIN war bei der Voreröffnung des lebendigen Erinnerungs- sowie Erfahrungsortes dabei.

Manchmal wird Geschichte schneller gemacht als gedacht. Denn zur Presseeröffnung des Deutschen Fußballmuseum Mitte Oktober war als Stargast Wolfgang Niersbach geladen. Drei Wochen später gehörte er nun selber der Ahnengalerie ehemaliger DFB-Präsidenten an, die in der vielfältigen und beeindruckenden Schau in Dortmund zu sehen ist – gestolpert über eine Dreyfus-Affäre moderner Prägung im Zuge der WM-Vergabe 2006.

Obwohl man ihm den Stress dieser turbulenten Tage und Wochen anmerkte, nahm sich Niersbach die Zeit für einen ausgiebigen Rundgang. Und als Fußballenthusiast drückte er aus, was auch die künftigen Besucher begeistern dürfte: „Den WM-Ball von 1954 in der Ausstellung zu haben, ist etwas ganz Besonderes.“ Und er ergänzte: „Ich bekam eine Gänsehaut, die Radio-Reportage von damals noch einmal zu hören“, spielte er auf die liebevoll gestaltete Ecke mit altem Radioempfänger und Schwarz-Weiß-Fernseher an, wo man auf Knopfdruck der leidenschaftlichen Reportage von Herbert Zimmermann lauschen kann.

Stilecht kostümiert waren Mitarbeiter von Michelangelo International Travel, Foto: Burgert
Karneval in Venedig

Michelangelo International Travel: Karneval in Venedig

Mit dem Programm „Karnevalsbeginn am 11.11. um 11.11 Uhr in Venedig“ hat Michelangelo International Travel ein neues Event aufgelegt. Die Teilnehmer entdeckten dabei bekannte und unbekannte Seiten der Lagunenstadt.

Lustig wippt die Feder am Hut, während der Kavalier im Musketier-ähnlichen Kostüm im Raum die Runde macht. Kraftvoll greift er in die Saiten seiner Laute. So ansteckend ist sein Gesang, dass die Zuschauer schnell mitklatschen und die muntere Melodie mitsummen oder mitsingen. Ein letzter Akkord, eine Verbeugung, dann brandet großer Applaus auf. Doch schon hört man Stimmen an der Tür, ein Harlekin und Columbina, zwei Figuren aus der italienischen Commedia dell’arte, betreten den Raum und beginnen einen lustigen Tanz, bei dem sie sich gegenseitig necken, ein Auftritt, der ebenso gut ankommt wie der des Sängers zuvor.

Die Aufführungen in den prunkvollen Sälen eines venezianischen Palastes im Herzen von Venedig waren ein Höhepunkt des Programms zum Karnevalsbeginn, das im November 2015 Premiere feierte. Aufgelegt hatte das neue Event der Italienspezialist Michelangelo International Travel, der bei der ersten Auflage zahlreiche Gruppen in Venedig begrüßte. Die Gesamtzahl lag bei rund 500 Teilnehmern, die am 11. November einen Karnevalsbeginn der besonderen Art erlebten.

Heinrich Marti
Heinrich Marti

Gastbeitrag: RDA-Workshop Friedrichshafen – Auf zum Gipfel

Finden sich Staatschefs zum Gipfeltreffen ein, so stehen in der Regel bedeutungsvolle Themen zur Debatte und ein breites Interesse ist der Veranstaltung sicher. Die Ausstrahlung eines Gipfels der globalen Politik wird der RDA-Workshop in Friedrichshafen wahrscheinlich nicht ganz erreichen.

Für die Anspruchsgruppen der Gruppen- und Bustouristik ist er jedoch ohne Zweifel das erste von zwei Gipfeltreffen in diesem Jahr. Und zwangsläufig beschäftigt sich auch die Gruppentouristik mit Themen der Politik. Zumindest mit deren realen und denkbaren Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Wenn sich eine minimale Inflation trotz massivster Eingriffe von Zentralbanken nicht oder nur langsam einstellt und Gewinnziele von Unternehmen deshalb eher schwieriger als leichter zu erreichen sind, dann sind auch Touristiker gefordert.


Ob und wie sich im Umfeld großer Herausforderungen, die europäische Volkswirtschaften aktuell zu bewältigen haben, die Reisetätigkeit unserer Zielgruppen verändert, das wird in der Branche unterschiedlich beurteilt. Über diese und andere Fragen werden sich Aussteller und Einkäufer in Friedrichshafen austauschen.

Das Branchenbarometer bereits am Beginn der Saison verlässlich spüren zu können, ist nur einer von vielen Vorzügen des RDA-Workshops am Bodensee. Die Reiseveranstalter werden ihre Buchungsentwicklung, Trends und erste Planungen für das nächste Jahr nun zu einem frühen Zeitpunkt mit ihren Geschäftspartnern und Leistungsträgern besprechen können. Dieses Bedürfnis haben sie dem RDA in der Vergangenheit regelmäßig unterbreitet. Und schließlich kommen die Aussteller den Einkäufern aus dem Süden Deutschlands, aus Österreich und der Schweiz auch geographisch ein ganzes Stück entgegen: bis an den Fuß der Alpen, wo die drei Destinationen gegenseitig sehr intensive und werthaltige Geschäfte im Tourismus betreiben. Das Interesse am Treffen des Netzwerks der Gruppen- und Bustouristik ist auf hohem Niveau gesichert. Die Aussteller haben den RDA mit Anmeldungen deutlich über den Erwartungen für die Lancierung des Workshops in Friedrichshafen belohnt.

Mögen die Besucher es ihnen gleichtun und dem ersten Gipfeltreffen der Gruppen- und Bustouristik in 2016 zu seinem verdienten Erfolg verhelfen.

Heinrich Marti
RDA-Vizepräsident