Busmagazin 05/2014

 

 

 

 

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DZT-Themenjahr: Deutschland im internationalen Fokus

Schloss Augustusburg in Brühl, Foto: Verwaltung Schloss Brühl/Horst Gummersbach
Deutschland im internationalen Fokus

Für 2014 hat die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) das Jahr der deutschen UNESCO-Welterbestätten ausgerufen. Grund genug auch für die Bustouristik, sich näher mit den 38 anerkannten Kultur- und Naturdenkmälern im Land zu beschäftigen und spannende Reisen rund um die Besuchermagneten zu stricken.

Das Reiseland Deutschland zählt zu den beliebtesten touristischen Destinationen Europas und belegt laut vorläufigen Angaben von IPK International im Ranking der meist geschätzten Kulturreiseziele der Europäer 2013 weiterhin den ersten Platz vor Frankreich und Italien. Unter allen weltweit bewerteten 50 Ländern des Anholt-GfK Roper Nation Brands Index 2013 steht Deutschland beim Image­faktor „Kultur“ prominent auf Platz fünf. Besonders für Gäste aus dem Ausland stellen Natur- und Kulturschätze wichtige Reiseanlässe dar.

Zu den zahlreichen Kulturgütern Deutschlands gehören auch die 38 UNESCO-Weltkultur- und -naturerbestätten. Sie sind große Besuchermagnete und generieren jährlich rund 5 Mio. Übernachtungen internationaler Reisender. Um diese Sehenswürdigkeiten in Deutschland weltweit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, widmet die DZT ihnen unter dem Motto „UNESCO-Welterbe – Nachhaltiger Kultur- und Naturtourismus“ 2014 ein eigenes Themenjahr.

Mercedes-Benz Citaro (Euro 6): Sparsam unterwegs

Im Test: der MB Citaro Euro 6, Foto: Görgler
Mercedes-Benz Citaro

Bei der Umstellung auf Euro 6 hat Mercedes-Benz die Niederflurbaureihe Citaro umfangreich erneuert – und sich dabei auch die hauseigene Hybridtechnik zunutze gemacht. Daher waren wir sehr gespannt auf unseren Verbrauchstest, der Vergleiche zu anderen „Absolventen“ erlaubt.

Mit derzeit 40.000 verkauften Einheiten gilt der seit 1998 in Serie gebaute Citaro als einer der erfolgreichsten Stadtbusse aller Zeiten. Doch Mercedes-Benz kann sich noch ein anderes Superlativ zuschreiben: Kein anderer Hersteller war derart früh mit serienreifen Euro-6-Modellen auf dem Markt. Somit konnte übergangsweise aus drei parallel angebotenen Ausführungen gewählt werden: dem Vorgängermodell mit Euro-5/EEV-Motor sowie dem aktuellen Citaro mit Euro-5/EEV-Triebwerk und in der Euro-6-Variante.

Doch diese Art Typenvielfalt ist vorbei, denn seit Anfang des Jahres gilt die Abgasnorm Euro 6 für alle neu zuzulassenden Omnibusse über 3,5 t Gesamtgewicht. Somit wurde die Produktion komplett umgestellt, und die Fertigung läuft auf Hochtouren.

Bei der Neuauflage des Citaro galt es, die Betriebskosten in Grenzen zu halten oder im Vergleich zu den Euro-5-Bussen sogar noch zu reduzieren. Und dies, obwohl – physikalisch gesehen – durch die Abgasnorm Euro 6 höhere Verbrauchswerte innermotorisch praktisch unvermeidbar waren. Die vorgegeben Grenzwerte erfordern nämlich hohe Einspritzdrücke, die wiederum heißere Abgase zur Folge haben.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

150 Jahre Deutz AG: Motoren und Busse für die Welt

Der Saturn II von Magirus-Deutz aus den 60er Jahren, Foto: Deutz AG
150 Jahre Deutz AG

Kaum ein anderes Unternehmen hat die Entwicklung des Verbrennungsmotors so nachhaltig angeschoben wie die Deutz AG. 1864, vor nun 150 Jahren, beginnt alles in der Kölner Servasgasse. Auch Busse stehen viele Jahre lang im Fokus des Unternehmens.

Wir schreiben das Jahr 1936: Die Humboldt-Deutzmotoren AG, wie die heutige Deutz AG nach einigen Fusionen, Übernahmen und Kooperationen ab 1930 heißt, schluckt die kränkelnde Fahrzeugfabrik Magirus in Ulm. Unter dem Markennamen Magirus-Deutz – das große „M“ für Magirus in Kombination mit der stilisierten Silhouette des Ulmer Münsters bildet noch heute das Logo der Deutz AG – werden fortan vorwiegend in Ulm Lastwagen, Busse, Feuerwehrfahrzeuge und Sonderanfertigungen mit Allradantrieb für den Militäreinsatz gebaut, während das Kölner Werk die Motoren liefert.

Mit der Übernahme der C.D. Magirus AG gelingt den Kölnern ein fulminanter Einstieg ins Nutzfahrzeuggeschäft. Jetzt wird die ohne­hin schon große Produkt­palette um Busse ergänzt. Das neue Ulmer Werk baut Modelle, die im Nah- und Überlandverkehr eingesetzt werden. Der Bedarf ist beträchtlich: Deutz erreichen Aufträge vom Amazonas bis zum Amur.

Rhône-Alpes/Ardèche: Suche nach neuen Genüssen

Die La-Cordée-Gruppe in Lyon, Foto: Sanne
Rhône-Alpes/Ardèche

Frische Ideen fürs Programm – der Karlsruher Paketer La Cordée entdeckt an Rhône und Ardèche neue Reisespezialitäten für seinen Frankreichkatalog.  

Es ist eigentlich eine Binsenweisheit: Wer gute Reiseideen finden will, der sollte sie schon selber suchen gehen und sich direkt vor Ort umschauen. Nur so entdeckt man touristische Perlen und kann einschätzen, welches neu erkundete Objekt für welchen seiner Kunden die richtige Perle ist.

Darum schloss vor kurzem der La-Cordée-Chef Philippe Masson seine Türen in Karlsruhe ab, nahm all seine Mitarbeiter an die Hand und machte sich mit ihnen auf den Weg ins Nachbarland Frankreich. Erstes Ziel war dabei Lyon.

Auf dem viertägigen Reiseprogramm standen neben der Rhône-Stadt u. a. Tournon-sur-Rhône, Le Puy-en-Velay, Clermont-Ferrand und der Puy de Dôme. Ein Besuch einer Markthalle in Lyon mit ihren Delikatessen, einer Schokoladenfabrik (La Cité du Chocolat) sowie eines Winzers (Delas Frères) im Rhône-Tal, der sich in Sachen Weinverkostung auch nicht lumpen ließ, rundeten die Reise kulinarisch ab.

   

Kunst, Kultur, Geschichte: Glanzpunkte im Kulturreigen

Ein Highlight des Ausstellungsprogramms in der Albertina ist die Miró-Schau, Foto: Albertina
Kunst, Kultur, Geschichte

Kunst und Kultur gehören zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren und bieten natürlich auch Reiseveranstaltern ein reichhaltiges Betätigungsfeld. Wir haben für Sie einige ganz besondere Destinationen aus der großen Angebotsvielfalt im deutschsprachigen Raum herausgesucht.

Was nützt uns die Kunst? So titelte die Süddeutsche Zeitung, als das Gutachten der Bundesregierung mit der sperrigen Bezeichnung „Kultur- und Kreativwirtschaft: Ermitt-lung der charakteristischen Definitionselemente der heterogenen Teilbereiche der ,Kulturwirtschaft’ zur Bestimmung ihrer Perspektiven aus volkswirtschaftlicher Sicht“ herauskam. Denn die Studie sei erheblich interessanter, als es dieser Titel vermuten ließe.

Festzuhalten ist, dass ein Wirtschaftszweig mit einem jährlichen Umsatz von 132 Mrd. Euro entsteht, nimmt man alle kulturellen Aktivitäten zusammen. Das entspricht rund 2,6 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts, was die Kultur nach dem Maschinenbau und der Autoindustrie zur drittgrößten Branche macht.
Fast 1 Mio. Menschen sind in 238.000 Unternehmen beschäftigt.

Die Bruttowertschöpfung beträgt 63 Mrd. Euro oder 2,5 % der Gesamtwirtschaft. Die Tendenz ist leicht steigend. In den Zahlen sind die etwa 8 Mrd. Euro, die in jedem Jahr aus Steuermitteln in die Kultur fließen, noch nicht enthalten.

Editorial/UNESCO-Welterbe: 38-mal Einzigartiges

Chefredakteur Dirk Sanne
UNESCO-Welterbe

Welterbe wird man nicht so einfach. Die UNESCO gewährt nur jenen Stätten den Titel Welterbe, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit „von außergewöhnlichem universellem Wert“ sind (Welterbekonvention, 1972).

Von mittlerweile weltweit 981 anerkannten UNESCO-Welterbestätten befindet sich gut die Hälfte in Europa. In Deutschland stehen davon allein 38 Weltkultur- und Weltnaturerbestätten. Ein touristischer Schatz erster Güte: Fünf Millionen Übernachtungen internationaler Gäste in Deutschland registriert die Statistik jährlich aufgrund dieser einzigartigen Monumente.

Eine stolze Zahl, doch sie soll dieses Jahr noch getoppt werden. Um diese Sehenswürdigkeiten intensiver in den Fokus der weltweiten Öffentlichkeit zu rücken, widmet ihnen nämlich die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) unter dem Motto „UNESCO-Welterbe – Nachhaltiger Kultur- und Naturtourismus“ 2014 ein eigenes Themenjahr.

Unterstützung erhält die DZT bei ihrem Marketing von der Deutschen UNESCO-Kommission und den UNESCO-Welterbestätten Deutschland sowie den 16 Landesmarketingorganisationen. Ziel ist die Steigerung des internationalen Reiseaufkommens, die Erhöhung der Devisen, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die Positionierung Deutschlands als vielfältiges und attraktives Reiseland. Diese Zielsetzung ist nicht neu, sondern Auftrag der DZT.

Von dem Erfolg des Themenjahres ist man bei der DZT überzeugt: „Mit einem umfassenden Paket an Vertriebs- und Kommunikations­maßnahmen und den daraus resultierenden Multiplikatoreffekten rechnen wir mit einer Reichweite von mehr als 700 Mio. internationaler Kontakte bei der Bewerbung des UNESCO-Themenjahres 2014“, erklärt die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer.

Die einzelnen Maßnahmen sind dabei darauf ausgerichtet, die verschiedenen Stätten in Deutschland bekannter zu machen und die kulturelle bzw. ökologische Bedeutung hervorzuheben. Berichte von Experten und Wissenschaftlern in verschiedenen Sprachen informieren über Hintergründe zu den Stätten – soziale Medien und eine spezielle App bieten einen interaktiven Zugang. Darüber hinaus werden die Welterbestätten während des Themenjahrs als Orte des Lernens und der Begegnung thematisiert“, so der Plan der Deutschen UNESCO-Kommission.

In unserem Top-Thema „Deutschland im internationalen Fokus“ zum DZT-Themenjahr (ab Seite 32) greifen wir die DZT-Ideen auf und beschäftigen uns intensiv mit den einzigartigen 38 deutschen Kultur- und Naturdenkmälern. Zudem präsentieren wir spannende Reiserouten rund um die heimischen Welterbestätten. 

Wir wünschen informatives Lesen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de