Ausgabe 5/2016

Busmagazin 05/2016

 

 

 

 

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Foto: Graphiteque/www.fotolia.de
Brexit

Top-Thema Brexit: Quo Vadis, Britannia?

Am 23. Juni stimmen die Briten darüber ab, ob sie in der EU bleiben oder aber ihre eigene Wege gehen wollen. Ökonomen warnen vor Nachteilen eines „Brexit“, von dem ganz besonders auch die Touristik betroffen wäre.

Das Abschließen von Wetten gilt ja gemeinhin als typisch englische Leidenschaft. Bei den Buchmachern kann man so ziemlich auf alles wetten. Selbstverständlich auch auf den Ausgang des Referendums am 23. Juni, bei dem die Briten über den Verbleib in der Europäischen Union abstimmen. Das Ergebnis scheint derzeit völlig offen, auch wenn die Zahl der Befürworter eines Verbleibs in der EU sinkt.

Bei einer Umfrage Ende März gab es sogar einen regelrechten Einbruch, 49 % der Befragten stimmten in der Erhebung im März für einen Verbleib in der EU, fünf Punkte weniger als im Februar. Für einen Abschied waren dagegen 41 %, nach 36 % noch vor einem Monat. Noch immer ist die Zahl der Unentschlossenen groß.

Präsentation des neuen MB-Reiseflaggschiffs in Instanbul, Foto: Daimler
MB Travego

MB Travego - Ein neuer Stern über dem Morgenland

Mit dem jetzt vorgestellten neuen Mercedes-Benz Travego leuchtet ein neuer Stern am Omnibushimmel. Zunächst nur in der Türkei, im nächsten Jahr dann aber auch als RHD für Westeuropa.

Der 24. Februar 2016 wird den rund 1.500 geladenen Gästen in Erinnerung bleiben. Mercedes-Benz hat in den Messehallen der CNR Expo Center in Istanbul das neue Travego-Modell vorgestellt. Mit einer Show, die ihres Gleichen sucht: eine leere, vierspurige Straße, die auf einmal senkrecht aufsteigt und sich zusammenrollt. Ein Koffer, der durch die Luft fliegt und sich öffnet. Keine Kleidungsstücke, sondern technische Komponenten eines Fahrzeugs „fallen“ auf die Bühne. Ein riesiger digital dargestellter Arm reicht dem Schauspieler auf der Bühne die Hand – Michelangelos Erschaffung des Adams lässt grüßen... Die folgende Licht- und Tonshow erinnert an den Urknall. Mehr geht nicht, oder?

Optisch folgt das Design einer neuen Linie, die als Basis bereits bei den Fahrzeugen für den indischen Markt ansatzweise zu sehen war. Keine Frage, Daimler Buses ist ein Global Player. Und der hat eine Linie, die weltweit in den einzelnen Produkten umgesetzt wird. Auf zwei Achsen mit 12,295 m Länge, einer Breite von 2,55 m und 3,99 m in der Bauhöhe SHD. Damit ist klar: Als SHD zielt das Fahrzeug auf den türkischen Markt. Seit 2005 produziert Mercedes-Benz sein Reiseflaggschiff in der Türkei im Werk Hoşdere – 6.372 Stück bisher.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Kinderleicht lässt sich der Volvo-Bus mit eingeschalteter VDS-Lenkhilfe um die Pylonen steuern, Foto: Bünnagel
Volvo Dynamic Steering: Spielerisch lenken

Volvo Dynamic Steering: Spielerisch lenken

Bislang gab es Volvos Lenkunterstützung VDS (Volvo Dynamic Steering) nur bei den Lkw der Schweden. Nun ist das System für die Reisebusse des Konzerns aus Göteborg erhältlich – und soll auch für Stadt- und Überlandmodelle folgen.

Genüsslich steuere ich den Volvo 9900 mit ruhigen Lenkbewegungen bei relativ niedriger Geschwindigkeit von rund 20 bis 35 km/h durch die Pylonengasse auf dem Oval im Volvo-Testzentrum Hällered nahe Borås, östlich von Göteborg. Die Abstände zwischen den einzelnen Pylonen sind eng, aber noch komfortabel gesetzt, um mit gleichmäßigem Links-Rechts-Steuern auch keines der rot-gelben Hütchen zu erwischen oder auf den schneebedeckten Randstreifen zu geraten. Der Reisebus folgt dabei willig und exakt ohne Über- oder Untersteuern den Lenkbewegungen. Schön und gut, was soll da noch besser laufen?

Das frage ich mich noch, als der Volvo-Techniker mich zum kurzen Abstoppen auffordert und mich bittet, einen roten Knopf linksseitig im Cockpit zu drücken. Zu Demonstrationszwecken haben die Schweden dieses manuelle Switch-System eingebaut, um den direkten Unterschied zwischen „normalem“ und VDS-unterstütztem Lenken aufzeigen zu können. Nun absolviere ich denselben Parcours noch einmal mit der Lenkunterstützung, die erstmals 2013 in Volvos Lkw eingebaut wurde, allen voran natürlich im Flaggschiff FH. Und staune Bauklötze.

In Amiens ist Michael Schwinge als Reiseleiter für Kinder in seinem Element, Foto: wir.einander e.V.
wir.einander e.V.: Spende statt Trinkgeld

wir.einander e.V.: Spende statt Trinkgeld

Dem Großteil der Menschen in Deutschland geht es gut, doch die Zahl derer, die vom kulturellen Leben der Gesellschaft ausgeschlossen sind, wächst. Vor diesem Hintergrund hat Michael Schwinge, Geschäftsführer der Kultour&Natour Touristik GmbH in Dormagen, zusammen mit Gleichgesinnten den Verein wir.einander gegründet.

Wenn der Geschäftsführer eines kleinen Reiseveranstalters bisweilen während der Touren des Unternehmens auch als Reiseleiter fungiert, dann entsteht unter den Gästen oftmals eine Diskussion um die Frage, ob denn der Chef zum Abschluss auch ein Trinkgeld erhalten soll. So zumindest die langjährige Erfahrung von Michael Schwinge, Geschäftsführer der Kultour&Natour Touristik (K&N), einem Spezialanbieter für Themen-, Gruppen- und Nordland-Reisen mit starkem Fokus auf kulturelle Erlebnisse: „Als Reiseleiter bekommt man diese Diskussionen, die ich immer als unangenehm empfunden habe, natürlich mit. Irgendwann kam ich auf die Idee, diese Thematik zu vermeiden, indem man potenzielle Trinkgelder von vorneherein für einen guten Zweck bestimmt.“

Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf eröffnete die Messe Foto: Sanne
RDA-Workshop Friedrichshafen

RDA-Workshop Friedrichshafen: Voller Erfolg

Man darf gratulieren. Der neue RDA-Workshop in Friedrichshafen war allen Bedenkenträgern zum Trotz ein großartiger Erfolg. Das Team um die beiden RDA-Vorstände Benedikt Esser und Heinrich Marti, die (an)treibenden Kräfte hinter dem Branchentreff, hat gute Arbeit geleistet.

Im Vorfeld des neuen RDA-Workshop in Friedrichshafen (7./8. April), der dem eigentlichen Kölner RDA-Workshop (5.-7. Juli) dieses Jahr erstmalig vorgeschaltet wurde, war die Skepsis unter vielen Beteiligten und in der Branche schon groß. Ziel dieses Branchentreffens am Bodensee war es u. a., jene süddeutschen Bus- und Reiseveranstalter mit einem neuen Verkaufsforum anzusprechen, die in der Regel den Weg nach Köln nicht oder nicht mehr so oft finden. Zugleich wollte man den Österreichern und vor allem den Schweizern einen attraktiven Markplatz anbieten. Aber konnte das gelingen? Kommen genügen Aussteller und ausreichend Fachbesucher nach Friedrichshafen? Das war die Kardinalfrage.

1.500 Fachbesucher in Friedrichshafen jubiliert der RDA in einer ersten, sonst sehr dünnen Pressemeldung im Nachgang der Messe und klopft sich auf die Schultern. Zu Recht. Die kommunizierte Zahl lässt sich zwar nicht verifizieren und Veranstaltungs- und Verbandsangaben sollte man per se mit einer sehr großen Portion Skepsis gegenübertreten. Aber das uns widergespiegelte Bild seitens vieler von uns befragter Aussteller und unser eigener Eindruck vor Ort geht von einer sehr ordentlich besuchten Messe aus.

Seit der Jahrtausendwende hat der Anteil moderner in Tiflis zugenommen, Foto: Bünnagel
Georgien: Besuch auf dem Balkon Europas

Georgien: Besuch auf dem Balkon Europas

Einige Kulturländer des Nahen Ostens wie Syrien oder der Irak fallen derzeit als Reiseziel aus. Doch etwas weiter nördlich im Kaukasus bietet sich Georgien mit seiner reichen Nationalkultur als vorderasiatische Alternative vor allem für Studienreisen an. Wir haben den Schwerpunkt unseres Besuchs auf die Region Tiflis gelegt.

Wiege des Weins und Kreuzung der Seidenstraße, Land mit Weinregionen, Steppenlandschaften und Schwarzmeerküste: Georgien ist vielfältig wie wenige andere Staaten der Welt, besitzt ein reiches und uraltes kulturelles Erbe und ist beeinflusst durch verschiedene Klimazonen. All das macht den Besuch dort so reizvoll. Zwar geografisch zu Vorderasien zählend und geopolitisch am Rande des Nahen Osten, ist Georgien als einer der ersten christlichen Staaten der Welt immer schon nach Westen orientiert und wird von seinen Bewohnern gerne als „Balkon von Europa“ bezeichnet.

Das wird am offenkundigsten in der Hauptstadt. Tiflis wurde in seiner Geschichte mehr als 40 Mal zerstört, zuletzt 1795 durch die Perser, aber immer wieder aufgebaut. Heute präsentiert sich die 1,2-Mio.-Einwohner-Metropole als Mix aus erhaltenen historischen Bauten – darunter viele beeindruckende Kirchen und Kathedralen, die Festung Narikala, Seidenstraßen-Karawansereien, die Schumah-Moschee und die „Große Synagoge“ – und mitunter futuristisch an­mutender Architektur der Saakaschwili-Zeit ab 2004.

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".