Busmagazin 06/2014

 

 

 

 

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Top-Thema Berlin: Erfolgsgeschichte ohne Ende

Ob mit Rollkoffer oder Rucksack – Berlin zählt zu den Top-Drei-Städtereisezielen in Europa, Foto: Visit Berlin
Berlin: Erfolgsgeschichte ohne Ende

Berlin ist das touristische Aushängeschild Deutschlands – nicht nur im Ausland. Seit zehn Jahren stellt die Hauptstadt einen Besucher- und Übernachtungsrekord nach dem anderen auf und wird als Reiseziel immer beliebter. Die Spreemetropole punktet u. a. mit ihren kulturellen Angeboten und dem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Und mit dem Jubiläum 25 Jahre Mauerfall in diesem Jahr kommt zur Erfolgsgeschichte sehr wahrscheinlich ein weiteres Kapitel hinzu.

Sie vermissen vielleicht ein Fragezeichen in der Überschrift? Sicher, alles hat ein Ende, auch in Berlin wird der Tag kommen, an dem es keine weiteren Rekorde im Tourismus zu vermelden gibt. Irgendwann! Bis dahin läuft es seit einem Jahrzehnt wirklich prima – oder „et rollt“, wie die Einheimischen vielleicht sagen würden.

Damit haben die Berliner aber nicht nur die Erfolgs­zahlen in der Besucher- und Übernachtungsstatistik im Blick, sondern auch eine ­typische Handbewegung der Touristen. Ein Klicken des arretierbaren Teleskopgriffs und der Rollkoffer setzt sich im Zuge des vorauseilenden Berlin-Besuchers aus nah und fern in Bewegung. An manchen Ecken der Hauptstadt klickt und rollt es gleich hundertfach. Tendenz steigend, denn die Hauptstadt ist nicht nur eines der Top-Drei-Städtereiseziele in Europa, sondern zählt weltweit zu den touristisch am stärksten wachsenden Metropolen.

VDL Euro-6-Busse: Breit aufgestellt

Die beiden Futura-Modellreihen in Euro-6-Ausführung, Foto: VDL
VDL Euro-6-Busse

Der niederländische Hersteller VDL hat die Umstellung auf Euro 6 mit neuen Varianten verknüpft – für Reise und ÖPNV. Wir haben sie Probe gefahren, ebenso den Batteriebus Citea Electric.

Zunehmend gefragt sind Busse für den kombinierten Einsatz mit Bodenhöhen oberhalb von 860 mm. Wie der neue Futura-FMD2, der bei einer Gesamthöhe von 3.500 mm in den Längen 12,2 und 12,9 m verfügbar ist. Die beiden Zweiachser sind vom Reisehochdecker FHD2 – die „2“ steht für die aktuelle Futura-Generation – abgeleitet worden.

Umgesetzt hatte man die auf 1.250 mm reduzierte Bodenhöhe durch eine Absenkung des Fahrgastraums um 200 mm. Seither fallen die Gepäckklappen niedriger aus, wogegen die Beplankung darüber ebenso wie die seitlichen Fensterflächen die gleichen Maße wie am Reisehochdecker aufweisen. Am Bug machen dunkel eingefärbte Elemente sowie eine gekürzte Frontscheibe den Unterschied aus.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

Flottenverbrauch: Dieselkonsum dauerhaft senken

Die Dieselpreise steigen. Umso wichtiger sind daher einige goldene Regeln für die Senkung der Dieselkosten, Foto: Daimler
Dieselkonsum dauerhaft senken

Viele Euro-6-Modelle sind wieder sparsamer im Dieselkonsum als ihre Vorgänger. Doch richtig Sprit und Geld sparen können Busunternehmen, wenn sie einige Regeln – von der Kundenerprobung von Fahrzeugen über Reifen bis hin zu Fahrervorgaben – berücksichtigen.

Nachdem sich die Busproduzenten mit Anstieg der Abgasgrenzwerte bis Euro 5 vor allem auf das ­Senken der Emissionen vor allem hinsichtlich NOX sowie daneben der Kohlenwasserstoffe und des Partikelausstoßes konzentriert haben, rückte mit Euro-6-Einführung wieder der Dieselverbrauch der Fahrzeuge in den Mittelpunkt. Die Hersteller haben zusammen mit den Spezialisten aus dem Komponentenbereich große Anstrengungen unternommen, um dabei Einsparungen gegenüber Euro 5 erzielen zu können.

Die verkündeten und teilweise in spektakulären Vergleichsfahrten verifizierten Werte können sich dabei sehen lassen. Die meisten Busbauer melden Minderverbräuche von 2 bis 8 %. Doch was sagen solche Ergebnisse aus, wie lassen sie sich im eigenen Betrieb überprüfen und welche anderen Größen im Alltagseinsatz müssen berücksichtigt werden, die vielleicht ebenso große oder größere Bedeutung für den Flottengesamt­verbrauch haben als ein Modellwechsel?

Den kompletten Beitrag hier downloaden.

Paketer: Günstige Preise eröffnen Chancen

Wintertouren nach Schottland sind bei Service-Reisen sehr erfolgreich, Foto: Service-Reisen
Paketer: Günstige Preise eröffnen Chancen

In manchen Monaten rollen die Busse quasi wie von selbst. Doch wie lässt sich das Geschäft in schwächeren Saisonzeiten ankurbeln oder zumindest so gestalten, dass keine Verluste eingefahren werden? BUSMAGAZIN hat sich bei ausgewählten Paketreiseveranstaltern nach deren Strategien umgehört.  

Schwächere Saisonzeiten wirken sich bei vielen Busunternehmen negativ aus: Busse stehen ungenutzt auf dem Hof, Fixkosten wollen dennoch beglichen werden, und bisweilen drohen sogar Liquiditätsengpässe. Reise­leiter und Busfahrer sind nicht ausgelastet und können daher nicht immer ganzjährig beschäftigt werden. Als Konsequenz wechselt manch guter Mitarbeiter zu einem anderen Arbeitgeber, und zu Beginn der Saison wird dann händeringend nach einem adäquaten Ersatz gesucht.

Diese Problematik geht am anderen Ende natürlich auch nicht an den Paketreiseveranstaltern vorbei, die ihre Kunden auf unterschiedliche Weise mit speziellen Angeboten unterstützen, um das Geschäft auch in schwächeren Saisonzeiten am Laufen zu halten. Dabei ist die Definition dieses Begriffs natürlich abhängig von der jeweiligen Destination.   

Kulturreisen: Belgien im Ersten Weltkrieg

Belgien litt im Krieg erheblich unter Flucht und Zerstörung (Werbeplakat der englischen Armee), Foto: Stiftung Deutsches Historisches Museum
Belgien im Ersten Weltkrieg

Belgien gedenkt 2014 an 44 Erinnerungsorten dem Ersten Weltkrieg und der deutschen Besetzung vor 100 Jahren. Im Fokus stehen dabei Flucht und Zerstörung, aber auch Kunst und Kultur.

Zynische Ironie des Schicksals: Das kleine Königreich Belgien ist eigentlich nur durch seine strategische Lage in den ersten Weltkrieg und zwischen die Fronten der Kontrahenten Deutschland und Frankreich geraten.

Einhundert Jahre nach dieser europäischen Katastrophe erinnert Belgien nun an 44 Orten im ganzen Land an Kriegsbeginn und -verlauf. Die Belagerung und Eroberung der Stadt nimmt Antwerpen zum direkten Anlass für sein Gedenken. Im Rahmen der Feiern wird hier die „Schattenseite des Krieges und die Notwendigkeit des Friedens in den Vordergrund gestellt und weniger an die militärischen Umstände erinnert“ (vredescentrum Antwerpen; www. antwerpen14-18.be).

Auf drei Themen liegt dabei 2014 der Fokus: Geschichtliches, Avantgardekunst und Flüchtlinge. Am Eröffnungswochenende (3.-5. Okt.) zum Kulturprogramm „Antwerpen 14-18” werden belgische und niederländische Soldaten eine Pontonbrücke über die Schelde errichten. Sie soll an eine Brückenkonstruktion von 1914 erinnern. Damals war dieser Übergang ein wichtiger Fluchtweg für die Zivilbevölkerung aus dem Kriegsgebiet.

Editorial/Berlin: Erfolgreiche Hauptstadt

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Berlin ist das touristische Aushängeschild Deutschlands. Seit einem Jahrzehnt zieht die Hauptstadt kontinuierlich immer mehr Besucher an, und die Statistiker vermelden in Sachen Gäste und Übernachtungen Rekord nach Rekord. 2013 weist das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg beispielsweise mit einer Bilanz von 26,94 Mio. Übernachtungen (+8,2 % gegenüber 2012) und 11,32 Mio. Gästen (+4,4 %) einen neuen Höchstwert für das Reiseziel Berlin aus. Die deutsche Hauptstadt zählt damit zu den Top Drei unter den europäischen Städten.

Das Angebot an kulturellen Highlights vor Ort ist aber auch überwältigend. Shopping, Nightlife, Shows, Museen und ­Ausstellungen sowie die großen Stadtfeste gehören mit zum Besten, was Europa zu bieten hat. Zudem kann die Stadt an der Spree offensichtlich mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis bei ihren Kunden punkten.

Mit den Feiern zum 25. Jubiläum des Mauerfalls zum Ende des Jahres will Visit Berlin, die Marketingorganisation der Stadt, an den bisherigen Erfolg anknüpfen. Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin, kündigte an, dass sein Team sich mit „allen Mitteln dafür einsetzen werde, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeschrieben wird“.

Damit auch in diesem November wieder Hunderttausende nach Berlin strömen, lockt die Stadt mit einer 12 km langen Lichtinstallation, die den früheren Verlauf der Mauer durch die Innenstadt symbolisiert. Klappt alles wie geplant, wird Berlin auch in diesem für die Reisebranche schwächeren Monat wieder zum Publikumsmagneten – und das nicht nur zur zentralen Feier am 9. November.
Aber längst sind es nicht nur die Mega-Events, die „ziehen“. Auch an den sonstigen Feier- und Ferientagen ist die Stadt voller Fremder. Allein in den Osterferien reisten gut zwei Millionen Gäste an die Spree.

Grund genug für uns, um uns in unserem Top-Thema ab Seite 40 intensiv mit der Destination „Hauptstadt Berlin“ zu beschäftigen. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Themenjahres der Deutschen Zentrale für Tourismus – UNESCO-Welterbestätten in Deutschland – lohnt der Blick auf den Berliner Bären. Denn mit der Museumsinsel und den sechs Wohnsiedlungen der Moderne ist die Hauptstadt auch hier Trendsetter. 

Wir wünschen informatives Lesen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de