Ausgabe 6/2016

Busmagazin 06/2016

 

 

 

 

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Foto: Petra Dirscherl/pixelio.de
DB: Große Reisen für kleines Geld

Top-Thema DB: Große Reisen für kleines Geld

Die Deutsche Bahn hat im letzten Jahr im Fernverkehr Fahrgäste hinzugewonnen und verzeichnete einen neuen Fahrgastrekord. Aber auch im Gruppenreisegeschäft mischt die DB kräftig mit.

Im Bereich Gruppenreisen ist die Deutsche Bahn schon lange aktiv – und das im ganz großen Maßstab und nicht nur auf Schienen. „Gruppenangebot: Schon ab 19 Euro pro Person deutschlandweit“ warb die Bahn im April auf ihrer Website. Mit Sparpreisen für Gruppen will das Unternehmen diese Zielgruppe an Bord holen. Plant man als Klasse, Verein oder feste Gruppe eine gemeinsame Reise, lässt sich das Angebot „Sparpreis Gruppe“ von zu Hause aus prüfen, und man kann die Buchung beauftragen.

Ein neu aufgelegtes Gruppen-Online-Ticket kann man auch direkt als Online-Ticket buchen – allerdings ist es nicht als Handyticket buchbar. Dies zum Preis ab 19 Euro pro Person – auf ausgewählten Strecken sogar ab 9 Euro pro Person, wie die Bahn wirbt – in der 2. Klasse mit „maximaler Flexibilität hinsichtlich aller Konditionen“, so das Angebot. Auch in Sachen Verpflegung an Bord kommt die DB den Reisegruppen richtig entgegen: Mit einer Reservierung beim Vorverkauf kann man kulinarische Angebote im Bordrestaurant auswählen.

Reisehochdecker mit Automatikgetriebe: Van Hool TX17 Altano, Fotos: Bünnagel,
Wie sinnvoll ist ein Automatikgetriebe im Reisebus?

Van Hool TX 17 Altano: Wie sinnvoll ist ein Automatikgetriebe im Reisebus?

Auf der Busworld im vergangenen Herbst hat Van Hool seinen Reisehochdecker TX17 Altano mit optionaler Allison-Automatik vorgestellt. Wir testeten diese Antriebsvariante auf flämischem Terrain und gingen der Frage nach, ob sich eine solche Investition lohnt.

Es ist noch nicht lange her, da hat der gestandene Reisebusfahrer über die Option eines automatisierten Schaltgetriebes in seinem geliebten Arbeitsgerät nur die Nase gerümpft. Das manuelle Gangeinlegen war Teil des Berufsethos’. Praktisch jeder Vertreter der Zunft war zutiefst davon überzeugt, spritsparender unterwegs zu sein als mit unterstützender Getriebesteuerung.

Heute haben automatisierte Getriebe im Reisebereich weitestgehend die Oberhand gegenüber den manuellen Varianten gewonnen. Wirtschaftliche Aspekte der Busunternehmen gaben den Ausschlag, der Fahrerwunsch hatte dagegen zurückzutreten. Das Gros der Bus-Chauffeure hat sich mittlerweile damit abgefunden, viele erkennen die Vorteile im Alltag an. Und wer partout manuell schalten will, dem steht meist auch diese Option offen.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Blick in die Centerwerkstatt der BVG, Foto: Bünnagel
BVG-Centerwerkstatt

BVG-Centerwerkstatt: Anfangen, wo andere kapitulieren

Für besonders knifflige Fälle in Sachen Reparatur und Sondereinbauten ist bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) die Centerwerkstatt in Lichtenberg zuständig. Ihr Spezialistenteam besitzt die nötige Erfahrung und das entsprechende Equipment, um mit der Arbeit da zu beginnen, wo andere kapitulieren würden – sowohl was aufwendige Reparatur- als auch Ausstattungsarbeiten angeht.

Genau 1.413 Busse besitzt die BVG aktuell, die in den Instandsetzungsbetrieben auf den einzelnen Betriebshöfen gewartet und repariert werden. Doch nur einer der sechs Werkstattstandorte verfügt über einen Spezialbetrieb, sozusagen eine „Über“-Werkstatt, an die alle komplizierten Reparaturfälle, Umbauten und Sondermaßnahmen delegiert werden: Lichtenberg. Denn neben der „normalen“ Betriebswerkstatt ist auf dem 130.852 m2 großen Betriebshof die Centerwerkstatt ansässig.

Entstanden ist sie 2005, als die damalige, für Busse und Straßenbahn zuständige Hauptwerkstatt der BVG in der Uferstraße im Stadtteil Wedding aufgelöst wurde und der Busbereich mit hundert Mitarbeitern nach Lichtenberg umzog. Schon damals leitete Mike Chen federführend den Umzug. Seit 2012 ist der gebürtige Berliner mit chinesischen Wurzeln – sein Großvater zog in den 1940er-Jahren von Südchina in die deutsche Hauptstadt – verantwortlich für beide Instandsetzungsbereiche. An seiner Seite hat er zwei Teamleiter: Uwe Bornhuse für die Centerwerkstatt und Olaf Amft für die Betriebswerkstatt.

Für den RDA-Workshop in Köln gilt es, den Schwung von Friedrichshafen mitzunehmen, Foto: Rawpixel.com, Logos: RDA
RDA-Workshop

Messe: Mit Schwung von Friedrichshafen nach Köln

Der Erfolg des RDA-Workshops in Friedrichshafen lässt auch auf einen Aufwärtstrend für die Hauptausgabe in Köln Anfang Juli hoffen. Die Vorzeichen sehen gut aus.

Eines steht so fest wie der Kölner Dom: Der oftmals kritisierte RDA hat bemerkenswerten Mut bewiesen, der mit einem gelungenen Workshop-Ableger Anfang April in Friedrichshafen belohnt wurde. Über 350 Aussteller und 1.500 internationale Besucher sprechen eine deutliche Sprache. Diesen beachtlichen Schwung gilt es nun zu nutzen für die weltweit noch immer führende Bus- und Gruppentouristik-Messe am Rhein.

Ob das Bodensee-Fahrwasser die Gewässer zwischen Hohenzollern- und Zoobrücke beflügelt oder eher verwässert, wird sich erst nach dem 7. Juli feststellen lassen. Eine Prognose abzugeben, erscheint derzeit so unsicher wie etwa die Vorhersage der Halbfinalgegner der Fußball-Europameisterschaft zu benennen, die am gleichen Tag in Marseille einen Finalisten ausspielen. In die Endrunde der Vorbereitungen jedenfalls geht die gesamte RDA-Mannschaft mit einer gehörigen Portion Optimismus.

Die schneebedeckten Berge in Alaska spiegeln sich im Herbst besonders eindrucksvoll in den Seen, Foto: Denali Nationalpark
100 Jahre National Park Services

100 Jahre National Park Services: Wunder der Natur

Die USA sind bekannt für ihre Vielzahl an attraktiven Naturparks. Der Yellowstone National Park zählt dabei zu den bekanntesten. Seit 100 Jahren stehen diese Naturdenkmäler unter staatlichem Schutz.

Steinerne Wälder, ungewöhnliche Wasserfälle, Feuer, Schwefel, bizarre Felsformationen, dampfende Flüsse und brodelnde Seen – was sich wie ein Auszug aus einem Sagenbuch anhört, sind die Landschaftsbeschreibungen der ersten Trapper, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts den nordamerikanischen Kontinent durchstreiften. Diese Geschichten wurden zu jener Zeit im Osten der USA belacht und als pure Fiktion abgetan.

Einige dieser Trapper warnten übrigens früh vor der rücksichtslosen Inanspruchnahme und damit einhergehenden Zerstörung dieser wundersamen Landstriche durch die von Osten nach Westen ziehenden Siedler. Diese Stimmen blieben nicht unverhallt und kurz nachdem der US-Bürgerkrieg vorbei war, sandte die damalige Regierung eine Gruppe von Wissenschaftler zu den brodelnden Wasserfeldern von Yellowstone. Das Resultat war ein umfassender Bericht, der die einst verspotteten Berichte der Trapper als richtig bestätigte und den amerikanischen Kongress dafür erwärmte, Yellowstone unter Naturschutz zu stellen. Im Jahre 1872 wurde der Yellowstone Park als erster von inzwischen 59 National Parks in den USA eröffnet.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: Attraktivitätsschub bei DB und RDA

Die Bahn merkt die Fernbuskonkurrenz. Der Bus ist vor allem durch seine niedrigen Fahrpreise ein harter Wettbewerber, und die Schiene reagiert. Eine Reaktion: Die Bahn geht mit neuen Schnäppchen-Offerten für Gruppen an den Markt. „Schon ab 19 Euro pro Person deutschlandweit“ wirbt die Deutsche Bahn (DB) auf ihrer Website. Auf ausgewählten Strecken ist man sogar ab 9 Euro pro Person unterwegs. Mit diesen Sparpreisen will das Unternehmen verstärkt Gruppen von 6 bis 20 Personen an Bord holen. Und derartige Reisen lassen sich auch ganz bequem von zu Hause online buchen, verspricht die DB. Das Gruppen-Online-Ticket steht bereits drei Monate vor Reisetag zur Verfügung.

Im Bereich Gruppenreisen ist die DB allerdings schon lange aktiv – und das im ganz großen Maßstab und nicht nur auf den Gleisen. Die „DB Klassenfahrten und Gruppenreisen“ ist z. B. ein Spezialreiseveranstalter innerhalb des Schienenkonzerns. Wie und wo die Bahn noch im Gruppenreisegeschäft kräftig mitmischt, das analysieren wir in unserem Top-Thema ab Seite 16.

Themenwechsel: Der RDA und sein Workshop bleiben in Bewegung! Der Fachbranchentreff am 5. bis 7. Juli 2016 zieht um. Erst von der Halle 10 in die Hallen 4 und 5 der Kölner Messe und nun weiter in die Hallen 6 und 9. Sie seien die modernsten des gesamten Messekomplexes, so heißt es. 

Die Erklärung für dieses ungewöhnliche Stühlerücken wenige Wochen vor Workshop-Start: Der RDA will das erfolgreiche Veranstaltungskonzept aus Friedrichshafen – offene, hohe und helle Hallen – auch in Köln realisieren.

RDA-Vorstandmitglied Benedikt Esser und Spiritus Rector des von der Branche in der Tat sehr gut angenommenen Frühjahrs-Workshop am Bodensee führt dazu aus: „In Friedrichshafen hat sich gezeigt, wie wichtig ein offenes, freundliches Umfeld für die Kommunikation insgesamt ist und damit auch für den Erfolg der Aussteller. Dies hat für uns den Ausschlag gegeben, noch mal die Hallenfrage in Köln zu überdenken.“

Ob Köln im Juli ähnlich erfolgreich wird, wie es Friedrichshafen (350 Aussteller, 1.500 Besucher) war, das wird man noch sehen müssen. Aber die gesamte RDA-Mannschaft geht jedenfalls in die Endrunde der Vorbereitungen mit einer gehörigen Portion Optimismus und will den Rahmen für eine attraktive Messe schaffen. Über u. a. die Stimmung im Vorfeld des wichtigen Branchenevents berichten wir ausführlich ab Seite 36.

Übrigens: Das – hoffentlich auch attraktive – Halbfinale der Fußballeuropameisterschaft am zweiten Messetag können Fußballfans unter den Workshop-Gästen im Rahmen eines Public Viewing auf dem RDA-Abend im Gilden im Zims verfolgen – Kartenbestellung (35 Euro/Pers.) geht per E-Mail: service(at)rda-workshop.de.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de