Busmagazin 07-08/2014

 

 

 

 

Jahresabonnement hier bestellen

 

 

 

 

 

 

RDA-Workshop/Trends: Für Deutschland sieht´s gut aus

Noch keine UNESCO-Welterbestätte, aber eine der Top-Sehenswürdigkeiten Hamburgs: die Speicherstadt, Foto: DZT
RDA-Workshop

Die Zahlen für die ersten vier Monate des Reisejahres 2014 in Deutschland lassen die Branche frohlocken. Es geht weiter steil nach oben, der nächste Rekord kann kommen. Sowohl im Incomingbereich als auch auf einzelne Städte und Regionen bezogen stehen die Zeichen auf weiteres Wachstum. Bleibt zu hoffen, dass sich die bislang positive Stimmung im Land auch auf die Busbranche und den RDA-Workshop überträgt.

Die Prognosen für das laufende Reisejahr scheinen doch nicht zu stimmen. Da war im Vorfeld und auf der ITB in Berlin gleich mehrfach von einem moderaten Wachstum die Rede. Auch die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sah im Incomingbereich zwar den nächsten Rekord in Reichweite, ging aber bei + 1 bis 3 % von einem eher verhaltenen Aufschwung aus.

„Mit einem Plus von 5,4 % liegt das Incoming in den ersten vier Monaten des Jahres nochmals deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres“, bilanzierte die DZT-Vorstandsvorsitzende Petra Hedorfer. Also eher nochmals dynamisches Wachstum als leichte Zuwächse, was sich auch den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes widerspiegelt.

Danach verbuchte der Deutschlandtourismus in den ersten vier Monaten 2014 nahezu eine Million zusätzlicher Übernachtungen aus dem Ausland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt duften sich die Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Betten von Januar bis April bereits über 19,2 Mio. Übernachtungen von ausländischen Gästen freuen.

Den gesamten Beitrag zum Download finden Sie in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Setra 431 DT: Erneuerter TopClass-Doppeldecker

Das Design samt Silberstreifen an den Flanken gehört unverkennbar zu Setras TopClass, Foto: Daimler AG
Erneuerter TopClass-Doppeldecker

Der Doppeldecker hat durch das Fernliniengeschäft an Bedeutung gewonnen. Darüber hinaus ist er eine Klasse für sich, wenn es um anspruchsvolle Konzepte geht. Wir stellen den 431 DT von Setra vor – umfassend auf Euro 6 getrimmt.

Laut Personenbeförderungsgesetz müssen neu gekaufte Fernlinienbusse ab 2016 barrierefrei zugänglich sein und über mindestens zwei Rollstuhlplätze verfügen. Ab 2020 gilt das Gesetz dann für alle Fernlinienbusse. Da bietet sich der Einsatz von Doppeldeckern (DD) förmlich an: Anstelle eines Liftes samt Lifttür, wie sie bei Hochbodenbussen unvermeidbar sind, reicht für das Unterdeck im DD – dass einem Niederflurabteil gleichkommt – eine ordentliche Klapprampe aus. Damit verbunden ist lediglich eine um 250 mm breitere Tür 2. Die nötigen Verankerungen an den vorgesehen Rollstuhlplätzen kommen bei allen Bustypen hinzu.

So hat etwa die Berlin Linien Bus GmbH über zwei barrierefrei ausgerüstete Hochbodenbusse (ComfortClass 500) hinaus ihre Fernbusflotte um drei DD vom Typ S 431 DT ergänzt. Sukzessive soll in den nächsten Jahren die gesamte Flotte des Verbundes – derzeit 100 Einheiten – durch Neuanschaffungen den kommenden gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Direkt acht Setra-DD in silberner ICE-Optik mit rotem Seitenstreifen haben die beiden DB-Tochtergesellschaften Regionalverkehr Oberbayern GmbH und die Südbadenbus GmbH für ihre Schnellbuslinie zwischen München und Freiburg in Betrieb genommen, natürlich auch mit Klapprampe usw. ausgerüstet.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

20 Jahre Eurotunnel: Zügigster Weg auf die Insel

Rund 56.000 Reisebusse queren den englischen Kanal per Bahn, Foto: Sanne
20 Jahre Eurotunnel

Seit zwanzig Jahren verbindet der Eurotunnel Frankreich und England. Nach langer Krisenzeit ist der Tunnel nunmehr ein rentables Unternehmen. 56.000 Busse nutzen jährlich diesen „shortcut“ nach England.

Jahrtausende lang schützte die See das Vereinigte Königreich vor Fremden und Fremdem. Wer auf die Insel wollte – oder von ihr aufs Festland – musste mit dem Boot und Schiff den Ärmelkanal queren. Erst mit Erfindung des Flugzeuges entstand eine Reisealternative – wenn auch nur für Reisende mit wenig Gepäck bzw. Fracht.

Doch vor zwanzig Jahren änderte sich das mit dem Bau des Eurotunnels zwischen Dover und Calais gravierend. Die unterseeische Bahnverbindung erlaubt 365 Tage im Jahr eine witterungsunabhängige und vor allem sturmfreie Reise von und nach England. Und das für alle; Personen, Fahrzeuge und Güter. Bahn und Tunnel bieten ein wettbewerbsfähiges Angebot zum klassischen Fährbetrieb über den englischen Kanal.

Dabei ist die Bahnfahrt via Tunnel gegenüber der Schiffsreise via Kanal kaum
spektakulär, bestenfalls interessant bei ersten Mal. Denn zu sehen gibt es verständlicherweise wenig und einen attraktiven Bordservice bietet die Bahn – im Gegensatz zu den Fähren – ebenfalls nicht. Sie punkte vor allem mit Schnelligkeit.

Freizeit- und Erlebnisparks: Echte Höhepunkte

Spaß für die ganze Familie: Der AlpineCoaster im Ravensburger Spieleland, Foto: Ravensburger Spieleland
Freizeit- und Erlebnisparks

Das Alleinstellungsmerkmal oder USP ist so etwas wie die Visitenkarte von Freizeit-, Erlebnis- und Themenparks. Frei nach dem Motto: Seht her, das gibt es so nur bei uns, dafür stehen wir. Aber der umkämpfte Freizeitmarkt heute erfordert es, das Angebot ständig zu optimieren und zu erweitern. Denn sowohl Reiseveranstalter als auch Endkunden schauen genau hin, ob das Gesamtpaket stimmt. BUSMAGAZIN hat sich daher auf die Suche nach mehr als dem einen Highlight im Angebot der Parks gemacht. 

Das gilt auch für Zoos und Tierparks: Denn es sind nicht nur die Tiere selbst, auch nicht die Art der Präsentation allein, die Menschen dorthin zieht. Es ist das Gesamtkonzept mit der Mischung aus Tierschau, Information, Unterhaltung und neuen Angebotsformaten wie kommentierte Fütterungen oder  Themengastronomie, das „ankommt“.

Lanzarote: Insel aus Feuer, Lava und Wind

Die bizarre vulkanische Landschaft Lanzarotes ist einzigartig, Foto: Jörg Berghoff
Lanzarote: Insel aus Feuer, Lava und Wind

Ein ganzes Vulkan-Eiland als Betätigungsfeld eines renommierten Künstlers – wo findet man so etwas schon? Auf der Kanareninsel  Lanzarote gelang dadurch eine eindrucksvolle Symbiose aus Natur, Kunst, Tradition und Nachhaltigkeit.

Am 1. September 1730, zwischen neun und zehn Uhr abends, brach bei Timanfaya, zwei Wegstunden von Yaiza entfernt, mit einem Mal die Erde auf. In der ersten Nacht erhob sich ein riesenhafter Berg aus dem Schoß der Erde und aus dessen Gipfel schlugen Flammen hoch, die neunzehn Tage unaufhörlich brannten.“ Was sich nach Apokalypse anhört, ist lediglich der Beginn des „Tagebuch Lanzarote. Notizen über die Ereignisse in den Jahren 1730 bis 1736“, geschrieben vom damaligen Pfarrer aus Yaiza, Don Andrés Lorenzo Curbelo.

Das kleine Buch ist eine bewegende Chronik der sechs Jahre andauernden Ausbrüche, der gewaltigsten in der jüngeren Geschichte des Vulkanismus, die ein Drittel der Insel in eine Wüstenei verwandelten. Wie durch ein Wunder gab es nur ein Todesopfer zu beklagen. Dass wir über das damalige gewaltige Geschehen überhaupt detailliert informiert sind, ist dem deutschen Geologen Leopold Buch zu verdanken.

Er entdeckte die Aufzeichnungen des Don Curbelo 1814 auf Teneriffa und fertigte eine Abschrift an; das Original kam später abhanden. Und noch heute erscheint Lanzarote wie eine Insel aus Feuer, Lava und Wind geboren, zeigen sich faszinierende Urlandschaften, wie man sie sonst kaum mehr zu sehen bekommt.

Editorial/RDA-Workshop: Mit frischem Schwung voran

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Vom 29. bis 31. Juli öffnet der RDA-Workshop wieder die Tore zu der Kölner Messehalle Nr. 10. Hier, traditionell auf zwei Ebenen verteilt, präsentieren dann wieder Länder und Städte, Hotels und Reedereien, Parks und Paketer ihr Portfolio für den Gruppenreiseunternehmer.

Faktisch sind bei dieser großen Leistungsschau Dienstleiter aus allen Tourismussparten vertreten. Sie zeigen Ideen und Produkte für die Bus- und Gruppenreise von morgen und hoffen – natürlich – auf gute Geschäfte in Köln. Kontaktpflege und Aufbau neuer Kontakte sind zudem wichtige Ziele der Aussteller.

Und für die Fachbesucher auf diesem Branchentreff? Was bietet die Messe für sie? Die finden hier eine (ideale) Möglichkeit, neue Trends aufzuspüren, sich eine Markt- und Angebotsübersicht zu verschaffen und Leistungen zu vergleichen. Neben der Inspirationssuche kann und soll der Gruppereiseveranstalter zudem einkaufen und seine Aufträge fürs kommende Jahr platzieren. Des Weiteren gilt es auch für ihn, seine Kontakte zu pflegen und gegebenenfalls um neue zu erweitern.

„Es ist ein idealer Sommerevent, um alle Gruppentouristiker an einem Ort persönlich zu treffen“, so urteilt zum Beispiel Karin Urban, Geschäftsführerin von GB Gateway Schleuter Touristik, über den Workshop. Und sie steht mit ihrem Urteil wahrlich nicht alleine da: Michael Ellert, Stage Entertainment, Franziska Ullerich, Pentahotels, oder auch Franz-Josef Münchrath, Italweg, pflichten dem bei. Köln und sein Workshop bieten also sowohl Ausstellern als auch Fachbesuchern eine kompakte Plattform, um an die jeweiligen beruflichen Interessen an einem Ort und in kurzer Zeit zu befriedigen.

Zudem hat die Workshop GmbH als Veranstalter der Messe einiges unternommen, um den Branchentreff aufzufrischen und mit frischem Schwung zu versehen. Das gesamte Hallenkonzept erfuhr eine Überarbeitung. Laut Workshop GmbH wird die neue Struktur dem „vielseitigen Mix aus Ausstellungsständen besser gerecht. Beim neuen Hallendesign werden Normstände und größere Freiflächen ausgewogener angeordnet, um Spannung zu schaffen und damit jedem Ausstellerprofil gerecht zu werden.“

Was es darüber hinaus an wesentlichen Veränderungen und Neuem auf der Messe gibt und was sich im Umfeld, sprich in der Branche des Bus- und Gruppentourismus bewegt, erfahren Sie detailliert in unserem großen Workshop-Bericht.

Wir wünschen informatives Lesen

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de