Ausgabe 8-9/2016

Busmagazin 8-9/2016

 

 

 

 

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Foto: Sanne
Klimawandel - viel wärmer und unbeständiger

Top-Thema: Klimawandel - viel wärmer und unbeständiger

Ein Klimawandel, wie er von vielen Forschern prognostiziert wird, hätte auch Auswirkungen auf die Tourismusbranche in Deutschland. Diese könnten weitreichender sein, als man denkt – aber sie fallen nicht nur negativ aus.

Ändert sich das Wetter zukünftig in Deutschland? Wenn ja, wie verändert es sich und vor allem, welche Auswirkungen wird ein solcher Klimawandel haben? Wie kann man auf diesen Wandel reagieren? In welchem Zeitraum wird das Wetter wahrscheinlich dauerhaft kippen?

Derartige Fragen werden im Zusammenhang mit dem Phänomen „Klimawandel“ längst nicht mehr allein von der Wissenschaft gestellt. Grundsätzlich geht die überwiegende Anzahl der Forscher davon aus, dass es zu einer Erderwärmung kommen wird – auch wenn es nach wie vor Skeptiker gibt, die anderer Ansicht sind. Für Europa würde diese Erwärmung einen merklichen Anstieg der Temperaturen bedeuten und dies hätte auch Auswirkungen auf den Tourismus.

Im Test: der MAN Lion's City A21, Foto: Bünnagel
MAN Lion’s City A21: Modellpflege für die Stadtlinie

MAN Lion’s City A21: Modellpflege für die Stadtlinie

Der Löwe brüllt und brüllt. Auf sein Altersteil zurückziehen muss er sich noch nicht. Denn MAN hat seinen Standardlinienbus stattdessen in allen Längenvarianten zur letztjährigen Busworld in Kortrijk einer Modellpflege unterzogen, die vor allem auf eine Verbrauchsminderung abzielt. Wir nahmen daher bei unserem Test des Solos A21 den wirtschaftlichen Aspekt besonders unter die Lupe.

Viele Mitbewerber auf dem europäischen Markt für Stadtbusse haben in den zurückliegenden Jahren Modelle in Leichtbauweise oder wenigstens mit Leichtbauelementen herausgebracht. Auch Primus Mercedes-Benz hat seinen aktuellen Euro-6-Citaro gewichtsmäßig deutlich abgespeckt. Es war an der Zeit für MAN, zu reagieren, um gerade auf der Verbrauchsebene nicht abgehängt zu werden.

Das haben die Münchner nun getan, und zwar in Form eines modellgepflegten Lion’s City, der neben einem moderaten Gewichtsverlust vor allem einige verbrauchssenkende Neuheiten im Antriebsstrang aufweist. Zu Buche auf der Waage schlugen beispielsweise die um 70 kg leichtere Aufdachklimaanlage und die Bestuhlung des polnischen Herstellers Ster, die mit einer Ersparnis von rund 2 kg pro Sitz zu Buche schlägt und somit in tutto fast 60 kg an Gewicht reduziert.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Einladung zum Sicherheitstraining

Management: Einladung zum Sicherheitstraining

BUSMAGAZIN und Neoplan Academy bieten in einer gemeinsamen Aktion ein Fahrsicherheitstraining an. Erfahren Sie am 4. und 5. November 2016 im wahrsten Sinne des Wortes, welche Kräfte auf einen Omnibus wirken und Sie ins Schleudern bringen können. Angesprochen sind hauptsächlich Unternehmer, Selbstfahrer und Mitglieder des Managements (Führerschein D ist Voraussetzung).

• Professionelles Trainerteam
• Kurventechnik
• Brems- und Ausweichmanöver
• Nässe und simulierte Schneeglätte

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BTO-Geschäftsführerin Simone Voigt und BUSMAGAZIN-Redakteur Ralf Theisen beim originellen Fotoshooting im Oldtimer, Foto: Sanne
BTO International: 25 Jahre – immer authentisch

BTO International: 25 Jahre – immer authentisch

Ende Juni lud der Neustrelitzer Paketreiseveranstalter BTO International zur Feier seines 25-jährigen Bestehens nach Mecklenburg Vorpommern ein. 165 Gäste inkl. der Redaktion von BUSMAGAZIN erlebten nicht nur ein abwechslungsreiches und liebevoll zusammengestelltes Programm, sondern einmal mehr die besondere Beziehung des Unternehmens sowohl zu Kunden als auch zum Firmensitz in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Unsere schöne Heimat – so stand es in der Einladung zum „silbernen“ Jubiläum von BTO International hinter dem Ort der Feierlichkeiten, Neustrelitz, zugleich Firmensitz des 1991 gegründeten Paketreiseveranstalters. Ein kleiner Zusatz, der viel aussagt – nicht nur über die geografische Herkunft, sondern über die „Denkweise“ des Unternehmens. Man hätte den Geburtstag auch in der rund 60 km entfernten Metropole Berlin mit Musicalbesuch etc. feiern können. Aber wäre das dann ein authentisches Erlebnis für die Geburtstagsgäste gewesen? Solche „echten“ Reiseerlebnisse zu offerieren bzw. die Möglichkeit dazu den Kunden zu eröffnen, ist Teil der Philosophie des Unternehmens – und wesentlicher Bestandteil des Geburtstagsprogramms in der „schönen Heimat“.

Zum ersten Mal fand die Messe in den Hallen 6 und 9 statt, Foto: Sanne
RDA-Workshop 2016: Licht und Schatten

RDA-Workshop 2016: Licht und Schatten

Die neubelegten Hallen 6 und 9 wurden sehr positiv aufgenommen. Mit dem wirtschaftlichen Messeergebnis ist es beim ersten Rückblick eigentlich wie immer: Die Stimmung bei den Ausstellern ist wieder sehr durchwachsen.

Der diesjährige dreitätige RDA-Workshop in Köln zeichnete sich durch zwei Neuheiten aus. Zum einen verließ der Branchentreff die bisher genutzte Halle 10.1/10.2 und wechselte wenige Wochen vor Messestart in die Hallen 6 und 9. Zum anderen folgte am Ende des dritten Messetags im direkten Anschluss die RDA-Mitgliederversammlung im Kristallsaal der Koelnmesse.

Der Hintergrund des Hallenwechsels: Aufgrund der positiven Erfahrungen auf dem RDA-Workshop in Friedrichshafen mit seinen hohen und hellen Hallen, wollte man den Ausstellern und Gästen in Köln ein ähnlich angenehmes Ambiente bieten. Gedacht als kleine, aber nicht zu unterschätzende „Wellness- und Wohlfühlmaßnahme“ für alle Teilnehmer. Im Rückblick auf den Kölner Branchentreff ist es daher interessant, wie Besucher und vor allem die Aussteller, als Kunden der Veranstalterin RDA-Workshop GmbH, die neue Messe-Atmosphäre aufnahmen.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: Klimawandel

„Wann wird's 'mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war? Ja, mit Sonnenschein von Juni bis September, und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr.“

Mit dem Lied „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ beschwerte sich schon 1975 der niederländische Entertainer Rudi Carrell humoristisch über die Folgen von Wetterkapriolen und Klimaschwankungen.

In jenen Tagen sprachen nur einige wenige Forscher bereits über Erderwärmung und Klimaverschiebungen, aber der „Bänkelsänger“ Carrell bzw. sein Texter Thomas Woitkewitsch schienen vor über 40 Jahren schon zu ahnen, was in Zukunft in Sachen Klima auf uns zu kommt. Die allgemeine Erderwärmung scheint sich trotz internationaler CO2-Minderungspläne und UN-Klimaschutzabkommen nicht mehr verhindern zu lassen. Damit werden sich wohl lokal gewohnte Jahreszeiten verschieben, Niederschlagsmengen und Temperaturkurven teils dramatisch verändern. Der Anstieg des Meeresspiegels ist sicherlich die bekannteste Folge, aber auch Versteppung und heftigere Unwetter werden rund um den Globus erwartet.

Welche Auswirkungen wird der Klimawandel aber hierzulande haben? Wie kann man auf diesen Wandel reagieren? Und welche Folgen wird dies alles auf den Tourismus in Deutschland haben?

Derartigen Fragen stellen sich aktuell verstärkt Forschung und Politik. In etlichen lokalen Projekten werden mittlerweile Szenarien durchgespielt, welche Folgen Klimaverschiebungen z. B. auf die örtliche Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung oder das Urlaubsverhalten haben könnten. 

Die Forscher rechnen u. a. mit viel weniger Schnee in den Bergen, erheblich mehr Niederschlag im Frühjahr/Herbst sowie mit mediterraner Sommerhitze in den deutschen Innenstädten. Allein die drei Punkte werden in der Zukunft auch das Tourismusgeschäft erheblich beeinflussen.

Für uns Anlass genug, in unserem Top-Thema intensiv der Frage des möglichen oder wahrscheinlichen Klimaumschwungs hierzulande in den nächsten Jahrzehnten und seinen Folgen nachzugehen.

Übrigens, der Klimawandel bringt – touristisch gesehen – nicht nur Nachteile für uns. Man kann auf Rudi Carrells „besorgte“ Frage sozusagen für die Zukunft eine beruhigende Antwort geben: Die Sommer in Deutschland werden trockener, viel wärmer und sie dauern länger, auch davon sind die Wissenschaftler überzeugt.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de