Ausgabe 9/2015

Busmagazin 09/2015

 

 

 

 

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Der RDA-Workshop geht 2016 zusätzlich in Friedrichshafen an den Start, Foto: Messe Friedrichshafen (Montage: Verlag)
RDA-Workshop 2016

Top-Thema RDA-Workshop 2016: Hält doppelt besser?

Überraschendes aus Köln: Bei seinem diesjährigen Branchentreff ließ der RDA gleich mehrere „Katzen“ aus dem Sack. Wichtigste Neuerung: Der RDA-Workshop erhält vom 7. bis 8. April 2016 „einen kleinen Bruder“ in Friedrichshafen am Bodensee. Die Leitmesse der Bustouristik bleibt auch 2016 in der Domstadt, geht aber vom 5. bis 7. Juli vor dem Sommerferienbeginn in Deutschland an den Start. Und den mauen Donnerstag hofft man durch die RDA-Mitgliederversammlung zum Ende des dritten Messetags in Köln zu beleben.

Wie man direkt am Anfang einer Veranstaltung für Gesprächsstoff sorgt, bewies die RDA-Workshop GmbH gleich zu Beginn des ersten Messetages. Einen Tag zuvor vom RDA-Vorstand einstimmig abschließend beschlossen, präsentierte der Verband schwarz auf weiß den RDA-Workshop 2016 im Doppelpack. Der vom Verband als „kleiner Bruder“ bezeichnete Ableger geht von Donnerstag, 7. April, bis Freitag, 8. April, in der Messe Friedrichshafen an den Start (www.rda-fn.de).

Ohne den „großen Bruder“ geht aber nichts, denn nur wer 2016 in Köln ausstellt, darf auch in Friedrichshafen einen Eck- oder Systemstand ab 1.195 bzw. 1.595 Euro ordern. Neuaussteller oder Unternehmen, die seit zwei Jahren nicht mehr in Köln präsent waren, können auch einen Mikrostand ab 995 Euro nutzen. Alle genannten Preise setzen eine Mitgliedschaft im Verband voraus, andernfalls werde ein Zuschlag von 20 % berechnet. Kleiner Nebensatz, große Signalwirkung: Der RDA-Workshop öffnet sich 2016 erstmals für Nichtmitglieder. Damit ist nach der Standortfrage – Köln + Friedrichshafen – die nächste (heilige) Kuh vom Eis.   

Den gesamten Beitrag gibt's zum Download in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

 

 

Im Test: S 415 UL Business, Foto: Görgler
Setra 415 UL Business

Setra 415 UL Business: Ein Türke mit deutschen Werten

Dass Setra einmal Busse aus türkischer Produktion anbietet, hätte im Traum niemand gedacht. Allerdings bindet der Hersteller mit den preiswert kalkulierten Hochbodenvarianten so Kunden, die womöglich abgewandert wären. Zum Test hat BUSMAGAZIN den S 415 UL Business bestellt. Ob der 12,2-m-Bus auch hält, was die Marke verspricht?

Unser Testbus war mit Tachostand 9.524 km gerade erst eingefahren und kam direkt aus der Versuchsabteilung in Mannheim, die schon länger die Testfahrzeuge beider Marken (Mercedes-Benz und Setra) betreut. Um bei der geplanten Verbrauchsmessung praxisgerechte Werte zu erzielen, hatte man dort die Sitze mit Wassertanks ausgerüstet. Bei einem Leergewicht von 11,8 t waren wir so – laut Wiegeschein – mit 15,3 t unterwegs. Diese Zuladung entspricht unseren Vorgaben von 71 kg pro Sitzplatz bezogen auf Überlandbusse. Den Antrieb bildete der Reihensechszylinder Mercedes-Benz OM 936, der in Verbindung mit dem ZF-Wandlerautomaten­EcoLife 6AP1400B aus 7,7 l Hubraum 260 kW zur Verfügung stellt.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrberichte".

 

 

Einladung zum Sicherheitstraining

Management: Einladung zum Sicherheitstraining

BUSMAGAZIN und Neoplan Academy bieten in einer gemeinsamen Aktion ein Fahrsicherheitstraining an. Erfahren Sie am 6. und 7. November 2015 im wahrsten Sinne des Wortes, welche Kräfte auf einen Omnibus wirken und Sie ins Schleudern bringen können. Angesprochen sind hauptsächlich Unternehmer, Selbstfahrer und Mitglieder des Managements (Führerschein D ist Voraussetzung).

• Professionelles Trainerteam
• Kurventechnik
• Brems- und Ausweichmanöver
• Nässe und simulierte Schneeglätte

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"Radeln mit Strom" gewinnt immer mehr Freunde, Foto: www.fotolia.de/lassedesigne
E-Bike-Reisen

E-Bike-Reisen: Genussradeln mit Rückenwind

Reisen per E-Bike erleben derzeit einen regelrechten Boom. Denn dank Hightech haben Zweiräder ihr einstmals verstaubtes Image abgelegt und erfreuen sich einer schnell wachsenden Fangemeinde. Von dieser Entwicklung können auch Busreiseveranstalter profitieren.

Locker treten die beiden Radler in die Pedale, während sie nebeneinander durch eine malerische Landschaft fahren. Sie sind auf einer Nebenstraße unterwegs und können abseits der Hauptverkehrswege die Landschaft und die Natur genießen – und die Luft reicht locker, um sich dabei zu unterhalten. Das bleibt auch so, als der Weg einen Berg hinaufklettert. Die Radler – obwohl sie auf den ersten Blick keine Sportskanonen zu sein scheinen – meistern den Anstieg mühelos. Oben angekommen, werden die beiden mit einem grandiosen Rundblick belohnt.

Als sie die Räder abstellen, erkennt man beim genauen Hinsehen, dass sie beim Aufstieg Hilfe hatten: Sie sind mit E-Bikes unterwegs und der Elektromotor hat für den nötigen Rückenwind besorgt, der sie so leicht den Hang hinauffahren ließ. Nach einer Pause geht es weiter, denn es warten noch ein paar Sehenswürdigkeiten, ein Picknick, und dann muss abends auch der Akku aufgeladen werden, was an der Ladestation im Hotel kostenlos möglich ist. Morgen geht es dann auf die nächste Etappe.

 

 

Stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt in Münster, Foto: Romana Dombrowski
Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte: Athmosphäre ist Trumpf im Advent

Mit Weihnachtsmärkten ist der deutschsprachige Raum reich gesegnet. Um angesichts des riesigen Angebots Besucher von Nah und Fern anzulocken, bedarf es guter Argumente. Ein besonders schlagkräftiges stellt eine festliche und einladende Atmosphäre dar. Die lässt sich auch für Busreiseveranstalter gut vermarkten.

Laut einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mögen speziell die Deutschen nicht nur Weihnachtsmärkte in großen Städten, sondern sie schätzen auch kleine, regionale Märkte. An diesen gefällt ihnen die individuelle, idyllische Atmosphäre. Insgesamt lieben die Menschen solche und andere adventliche Offerten wegen der schönen, festlichen Stimmung und der typischen Leckereien.

Wichtig ist für so manchen außerdem das gesellige Beisammensein. Dafür nehmen nicht wenige längere Anreisestrecken in Kauf, um dann einen ganz bestimmten Weihnachtsmarkt zu besuchen. Das können schon mal mehr als 100 km sein. Und: 46 % der Befragten gaben an, dass sie am liebsten zwei- bis dreimal in der Adventszeit einen Markt besuchen. Fast ein Viertel macht sich sogar vier- bis fünfmal auf den Weg, 16 % sogar sechsmal und öfter.

 

 

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: RDA-Workshop Friedrichshafen – Das Ende des Stillstands

So mancher hielt den RDA samt seiner Messe schon für ein Fossil, ein versteinertes Zeugnis vergangenen Lebens, längst zu keiner Regung, geschweige denn Neuerung mehr fähig. Der Eindruck war verständlich. Der RDA mit seinem Workshop schien sich ja nun wirklich über die letzten Jahre kaum mehr bewegen zu wollen. Ganz im Gegenteil sonnte man sich handlungsunfähig Jahr für Jahr im verblassenden Glanz erfolgreicher Messegespräche und anscheinend rundum zufriedener Teilnehmer und Aussteller. Dass die Workshop-Realität ganz anders aussah, gaben die Verantwortlichen offiziell erst dieses Frühjahr auf der Jahreshauptversammlung in Leipzig zu.

Aber nun scheint doch ein Ruck durch die Reihen zu gehen, und einige Messeaussteller mögen ein „endlich!“ hinzufügen wollen. Die Sensation: Der RDA-Workshop startet mit einem eigenen Ableger in das Jahr 2016. Erstmalig und zusätzlich zum Kölner Branchentreff gibt es nun am 7./8. April auch einen RDA-Workshop in Friedrichshafen.

Mit der Messe am Bodensee und auch dem Vorziehen des Kölner Workshops auf den 5. bis 7. Juli 2016 – er ist damit außerhalb der Sommerferien – schlägt man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen nimmt man jenen Kritikern den Wind aus den Segeln, die immer wieder mal eine Verlagerung des Workshops in eine andere Stadt gefordert haben oder sich einen anderen (früheren) Termin wünschten.

Zum anderen gibt man mit einem zusätzlichen Event in Friedrichshafen den vergleichsweise stabilen und vielfach durchaus akzeptierten Marktplatz Köln nicht leichtfertig auf. Denn wer weiß schon, ob ein RDA-Workshop z. B. in Kassel oder Frankfurt von Ausstellern und Fachpublikum auch wirklich angenommen würde und nicht floppte?

Dass ein süddeutscher Messeableger – zumindest für die Ausstellungsmacher – durchaus rentabel sein kann, dass beweist wohl Michael Kurtze mit seiner zunehmenden Zahl an BTB-Workshops in Deutschland ganz gut. Und den klammen Kassen der RDA Workshop GmbH bzw. des Verbands tut jeder einzelne zusätzliche Euro gut.

Was der Verband mit den Workshops Friedrichshafen und Köln im Detail bezweckt und was ihn noch bewegt, darüber berichten wir in unserem Top-Thema „Hält doppelt besser?“ ab Seite 33.

Treibende Kraft hinter dem neuen Projekt sind übrigens die RDA-Vorstände Benedikt Esser (Busunion, Hürth) und Heinrich Marti (Ernst Marti AG, Kallnach/Schweiz), wie man auf der entsprechenden RDA-Pressekonferenz im Rahmen des diesjährigen Kölner Workshops ausdrücklich betonte. Mal schauen, wie dieses neue Gespann sich schlägt und ob die beiden Verband und Workshop(s) auch dauerhaft nach vorne bringen können.

Von unserer Seite wünschen wir viel Erfolg!

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de