Busmagazin 10/2014

 

 

 

 

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Top-Thema/IAA: Die Buswelt wird bunter

MAN-Stand auf der IAA 2014, Foto: Görgler
Die Buswelt wird bunter

Die 64. Auflage der IAA-Nutzfahrzeuge konnte halten, was sie versprach: viele Buspremieren, sinnvolle Fahrerassistenzsysteme, spannende Antriebs- und Ausstattungskonzepte. Auffallend: Dank der Entwicklung alternativer Antriebe treten Newcomer der Branche in den Fokus, und die Buswelt wird weitaus bunter, als sie sich noch vor wenigen Jahren präsentierten.

Auch wenn die Abgasnorm Euro 6 seit Anfang 2014 gilt, war die Umstellung bestehender Bustypen längst nicht abgeschlossen – so beim Doppelstockbus Neoplan Skyliner, der sich nach län­gerer Auszeit zur IAA wieder zeigen durfte. Mit starkem MAN-Triebwerk (371 kW/505 PS) und Zwölfgang-Tipmatic. In Drei-Sterne-Ausführung reicht die Kapazität des 14-m-Riesen für 83 Mitreisende. Werden Rollstuhlplätze eingerichtet, entfallen jeweils zwei Sitzreihen. Der stufenlose Einstieg setzt einen breiten Mitteleinstieg sowie Rampen voraus.

Mit der Euro-6-Technik wurde der Skyliner an die aktuelle Elektronikstruktur der Busmarken MAN und Neoplan angepasst sowie weitestgehend auf Integralbauweise ausgelegt. Türe und Klappen für den Gepäckraum sind wegen der Technik etwas nach vorne gewandert, jedoch hat das Volumen (11 m3) durch ­optimierte Raumnutzung bestand. Das IAA-Exponat war mit einer zusätzlichen, schmalen Tür in Höhe der Küche in Fahrtrichtung links ausgestattet, die zum Durchreichen von Bordproviant genutzt werden kann. Die Vorserie des nunmehr bei MAN in Ankara gebauten Skyliners läuft bereits an. Erste Ausliefe­rungen sollen Anfang 2015 erfolgen.

Den gesamten Beitrag zum Download finden Sie in unsere Rubrik Fachbeiträge.

Fotos von der IAA 2014 finden Sie in unserer Bildergalerie.

 

 

Mercedes-Benz Citaro G (Euro 6): Kraftwerk im Heck

IM Test: der Mercedes-Benz Citaro G, Foto: Görgler
Mercedes-Benz Citaro G

Ob zu Stoßzeiten im Linien- und Schülerverkehr oder als Maxiformat für Schnellbuslinien – Gelenkbusse sind eine wirtschaftliche Lösung, wenn es um hohe Kapazitäten geht. Das gilt auch für den Mercedes-Benz Citaro G, der kräftig motorisiert zu unserer Testrunde antrat.

Der Bedarf an Kapazität steht bei der Entscheidung zu einem Neufahrzeug zweifelsohne ganz vorne. Doch auch die Betriebskosten sind ein ganz wichtiger Faktor. Daher waren wir gespannt, wie durstig sich der 28-Tonner zeigen würde – schließlich bekommt man nicht alle Tage einen Gelenkbus als Testfahrzeug zur Verfügung gestellt. Als Antrieb war der moderne Reihen­sechszylinder OM 470 (290 kW/394 PS) mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe ZF EcoLife kombiniert worden.

Unsere 100 km lange Route führte von Bad Neuenahr aus über die Städte Sinzig und Remagen bis zum ­Bonner ZOB und wieder zurück – eine Kombination verschiedener Buslinien mit Überland- und Stadtverkehr, bis auf zwei beachtliche Steigungen im Großraum Bonn weitgehend eben. Um praxisnahe Werte zu erzielen, war unser Citaro G mit Wassertanks und Sandsäcken auf 24,1 t belastet worden. 

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests". 

 

 

Management: Einladung zum Sicherheitstraining

Einladung zum Sicherheitstraining

BUSMAGAZIN und Neoplan Academy bieten in einer gemeinsamen Aktion ein Fahrsicherheitstraining an. Erfahren Sie am 21. und 22. November 2014 im wahrsten Sinne des Wortes, welche Kräfte auf einen Omnibus wirken und Sie ins Schleudern bringen können. Angesprochen sind hauptsächlich Unternehmer, Selbstfahrer und Mitglieder des Managements (Führerschein D ist Voraussetzung).

• Professionelles Trainerteam
• Kurventechnik
• Brems- und Ausweichmanöver
• Nässe und simulierte Schneeglätte

Jetzt anmelden!

 

 

Paketer: Fürstenzimmer statt Besenkammer

Besonders exklusiv übernachten Gruppen z.B. im Vier-Sterne-Hotel Krasicki, der historischen Residenz der Bischöfe von Ermland, Foto: Wolff Ost-Reisen
Das gehobene Segment im Busreisemarkt

Das gehobene Segment im Busreisemarkt erfreut sich fortlaufenden Zuwachs. Mit entsprechenden Produkten wird es daher verstärkt natürlich auch von den Paketern bedient. Wir präsentieren einige besonders gelungene Konzepte und Angebote. 

Wenn man Kirsten Wolff, langjährige Geschäftsführerin von Wolff Ost-Reisen, nach ihren Favoriten im Premiumsegment fragt, bekommt sie leuchtende Augen: „Neben unserem Klassiker ,Prager Kultur­kaleidoskop’, der nun schon seit 32 Jahren existiert, ist es im Moment vielleicht unsere ­Gourmetreise durch Istrien, da die Halb­insel vom Frühjahr bis späten Herbst ein tolles Ziel ist. Warum? Sie verfügt über eine sehr gute Hotellerie, die Winzer brauchen internationale Vergleiche nicht mehr zu scheuen, die Freundlichkeit der Leistungsträger vor Ort ist bestechend und die Küche einfach traumhaft. Und gleichzeitig kann man auf den Spuren der römischen, venezianischen und österreichisch-ungarischen Zeit wandeln. Meinen Mann und mich zieht es jedes Jahr für mindestens eine Woche dorthin."

Doch es ist natürlich nicht nur das Premiumziel, das Reisen im gehobenen Segment ausmacht. Bestimmte Merkmale charakterisieren beispielsweise entsprechende Angebote aus dem Hause Wolff Ost-Reisen. Dort differieren diese Merkmale je nach Reiseart.

 

 

Shopping – die „Trendsportart“ des Städtetouristen

Einkaufserlebnis in Ingolstadt Village, Foto: Value Retail PLC
Shopping – die „Trendsportart“ des Städtetouristen

Keine Stagnation im Bereich des Shoppingtourismus. Studienergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache: Deutsche Touristen gehen auf Reisen nach wie vor gerne einkaufen. BUSMAGAZIN zeigt Beispiele, bei denen diese Kombination besonders vielversprechend ist.

Laut einer Studie zum Shoppingtourismus der Universität Trier ist Shopping bei etwa jedem siebten Anlass der entscheidende Auslöser für die Reise. ­Hierauf entfallen fast 70 % der Ausgaben aller Touristen im Einzelhandel. Auch die anderen Wirtschaftszweige werden vom Shoppingtourismus gefördert, so beispielsweise die Hotellerie und Gastronomie. Klare Preis­vorteile des Angebots wirken sich dabei besonders positiv aus.

Laut der Studie konzentrieren Shoppingtouristen ihre Ausgaben im Wesentlichen auf drei Warengruppen: Bekleidung (mit einem Anteil von 44 % an allen Käufen), Schuhe und Lederwaren (16 %) sowie Nahrungs- und Genussmittel (14 %). An vierter Stelle folgen Glas, Porzellan, Haushaltswaren (6 %) gefolgt von Unterhaltungs­elektronik (5 %) sowie Uhren und Schmuckwaren (5 %). 

Auch die GfK GeoMarketing GmbH nimmt regelmäßig die Bedeutung der Sortimente unter die Lupe. Eine ihrer Studien ergab, dass der größte Anteil der Einzelhandelskaufkraft der Deutschen in Nahrungs- und Genuss­mittel, Baumarktartikel und Bekleidung fließt.

 

 

Editorial: 65. IAA Nutzfahrzeuge: Der Blick nach vorne

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Gut 265.000 m2 standen in diesem Jahr in Hannover für den automobilen Blick in die Zukunft der Nutzfahrzeuge zur Verfügung. 2.066 Aussteller füllten diese IAA-Flächen mit ihren Produkten. Und die Unternehmen aus immerhin 45 Ländern hatten auch ordentlich was zu zeigen: 322 Weltpremieren warteten auf ihre Enthüllung und begeisterten durchaus die IAA-Fachbesucher. Auch im Segment der Omnibusse und Personentransporter gab es dabei so manches Neue zu sehen. Ein paar Beispiele?

Denn nicht nur der chinesische Busbauer King Long hat einen neuen Reisewagen im Programm (siehe Titelbild). Solaris präsentierte z. B. erstmalig den Urbino in 12-m- und 18-m-Ausführung (Gelenkbus). Die beiden Wagen besitzen eine völlig neue, leichtere Konstruktion, die für alle weiter folgenden Fahrzeugtypen die zukünftige Basis sein wird. Der Electric Hybrid von Volvo, der demnächst bei der Hamburger Hochbahn im Testzyklus rollt, wurde in seiner Energieaufnahme kräftig überarbeitet und ebenfalls in Hannover frisch präsentiert. Van Hool wiederum zeigte mit dem EX 16M sein neues Einsteigermodell.

Iveco ließ den Daily in der dritten Genration und in einer Vielzahl von Facetten (vom Pritschenwagen bis zum Kleinbus) auf der Messe ins Blitzlichtgewitter der Pressefotografen tauchen. Der überarbeitete Opel Vivaro und auch der Hyundai H350 hatten als 9-Sitzer Premiere.

Aber nicht nur die Produktneuheiten dominierten den weltweit größten Branchentreff. Im Fokus des Interesses standen ebenfalls die Elektrifizierung und Digitalisierung der Straße. Viele Aussteller zeigten daher auch Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben oder präsentierten die Möglichkeiten der telematischen Vernetzung.

Beide Themen wurden von Seiten der Besucher aus der Politik und dem öffentlichen Leben entsprechend sekundiert. So z. B. von der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, die die IAA besuchte: „Die IAA findet in einer spannenden Zeit statt“, sagte die Politikerin auf ihrem Rundgang durch die Ausstellungshallen. „Die dringend nötige Energiewende ist nur mit einer Energiewende im Verkehr möglich.“

Und: „Die intelligente Nutzung moderner Informationstechnologien schafft für alle eine Win-Win-Situation, für den Verkehrs- und Transportsektor, den Kunden und vor allem auch den Klimaschutz“, so Kirsten Lühmann.

In unserem Top-Thema zu der diesjährigen IAA (ab Seite 20) berichten wir ausführlich über die Premieren, über die Energiewende und die digitale Kommunikation der Zukunft. Zudem werfen wir auch einen Blick auf das, was die Zulieferer so an Interessantem mit nach Hannover gebracht haben.

Wir wünschen vergnügliches Lesen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de