Ausgabe 10/2016

Busmagazin 10/2016

 

 

 

 

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Grafik: VDA
IAA: Runde Sache in Hannover

Top-Thema IAA: Runde Sache in Hannover

Die Megatrends im Busbereich sind auf der 66. IAA Nutzfahrzeuge vom 22. bis 29. September 2016 relativ leicht auszumachen: Sie heißen Elektrifizierung des Antriebs auf der einen sowie autonomes Fahren und Fahrzeugvernetzung auf der anderen Seite.

Diese Themen bestimmen auch die großen Premieren der Hersteller großer Busse und von Kleinbussen. Für die spannendsten Messeauftritte sorgen bei der IAA mitunter die Hersteller von Komponenten und Zubehör. Ihre Innovationen sind oft wegweisend für die Entwicklung des Verkehrsträgers Bus. Das Spektrum reicht dabei von innovativen Antriebstechnologien über Busausstattungen und Klimatisierungslösungen bis hin zur Buswäsche.

Im Test: der Ayats Eclipse, Foto: Carrocerias Ayats
Ayats Eclipse - Spanische Alternative für die Fernlinie

Ayats Eclipse - Spanische Alternative für die Fernlinie

Seit 111 Jahren baut Ayats Busse. Doch den Durchbruch in Mitteleuropa hat der katalanische Fahrzeughersteller bislang noch nicht geschafft. Das soll sich nun ändern. Mit dem neuen Reisedoppeldecker Eclipse haben die Spanier ein hochinteressantes Produkt im Portfolio, mit dem sie gerade auf der Fernlinie punkten könnten.

Arbúcies im äußersten nordöstlichen Zipfel von Spanien zwischen Barcelona und Girona dürfte selbst vielen Buskennern auf Anhieb unbekannt sein. Und dennoch ist das 6.300-Einwohner-Städtchen am Fuß des Castells de Montsoriu in der Busbauerbranche etwas ganz besonderes. Denn gleich vier bekannte Traditionsmarken haben hier ihren Sitz: Noge, Beulas, Indcar – und Carrocerias Ayats. Alle haben sich vorrangig als Aufbauer einen Namen gemacht.

1905 begann Joan Ayats Casas damit, hölzerne Kutschen herzustellen. Wenige Jahre später jedoch folgte schon die Produktion von Kraftomnibussen. Über die Jahrzehnte durchschiffte das Unternehmen tiefe Krisen und erfolgsverwöhnte Perioden. Zu den Meilensteinen der Firmenhistorie zählten beispielsweise der Bravo City, erster niederfluriger Cabrio-Doppelstockbus, oder das Engagement in Mexico. Heute werden rund 400 Einheiten im dortigen Werk gebaut, doppelt so viele wie in den beiden Fabriken bei Barcelona.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Einladung zum Sicherheitstraining

Management: Einladung zum Sicherheitstraining

BUSMAGAZIN und Neoplan Academy bieten in einer gemeinsamen Aktion ein Fahrsicherheitstraining an. Erfahren Sie am 4. und 5. November 2016 im wahrsten Sinne des Wortes, welche Kräfte auf einen Omnibus wirken und Sie ins Schleudern bringen können. Angesprochen sind hauptsächlich Unternehmer, Selbstfahrer und Mitglieder des Managements (Führerschein D ist Voraussetzung).

• Professionelles Trainerteam
• Kurventechnik
• Brems- und Ausweichmanöver
• Nässe und simulierte Schneeglätte

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Futuristisch ist das Außendesign des Future Bus von Mercedes-Benz, Foto: Bünnagel
MB Future Bus

MB Future Bus: Mitfahren in der Zukunft

Mit seinem kürzlich vorgestellten Future Bus hat Mercedes-Benz ÖPNV neu gedacht. Das beginnt beim teilautomatisierten Fahren und endet in einer völlig neuen Exterieur- und vor allem Interieurgestaltung. Wir sind auf der BRT-Strecke in Amsterdam mitgefahren.

Kurz hinter der Haltestelle tritt ein Mann unversehens von rechts auf die Straße. Der Bus fährt gerade an. Der Fahrer hat die Ellenbogen entspannt auf den Armlehnen liegen, wobei die Hände nicht das Steuer berühren. Auch seine Füße stehen neben den Pedalen. Das Fahrzeug fährt auf den Fußgänger zu, gleich wird es ihn erreichen – und, oh Gott, überrollen. Warum tut niemand etwas?

Doch plötzlich stoppt der Stadtbus ohne Zutun des Fahrers wie von Geisterhand – sogar relativ sanft, nicht ruckartig, aber doch mit genügend Sicherheitsabstand zu der Person auf der Fahrbahn, die sich nun in etwa mittig vor dem Fahrzeug befindet. Wie war das alles möglich?

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Broadstairs kann mit mehreren sehenswerten Ständen und Buchten aufwarten, Foto: Berghoff
Broadstairs – Dickens „frischester aller Orte“

Kent: Broadstairs – Dickens „frischester aller Orte“

Die Kleinstadt Broadstairs in der englischen Grafschaft Kent bezaubert mit kleinen Läden, traditionellen Fischerkaten und Fachwerkhäusern. Hierher zog sich schon Charles Dickens gerne zur Sommerfrische zurück.

Ruhig und beschaulich geht es auch heute noch in Broadstairs zu, der Begriff Muße scheint hier seine neue Heimat gefunden zu haben. Was nicht heißt, dass man hier nicht auch seinen Geschäften nachgeht, das aber mit ein wenig mehr Gelassenheit.

Bedachtsamkeit ist in Broadstairs kein Schimpfwort, ganz im Gegenteil. Man schätzt die Langsamkeit, den genauen Blick und putzt sich heraus, als käme gleich morgen die Queen zu Besuch. Das kleinste der drei Seebäder der Isle of Thanet ist bei weitem das Ursprünglichste geblieben, laute und protzige Amüsement-Meilen sowie Spielhöllen findet man hier kaum. Dafür einen herrlichen Blick über die sanft geschwungene Viking-Bucht und ihren Pier am Nordende, der noch aus dem 16. Jh. stammt.

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: IAA Nutzfahrzeuge – Ausblick auf die Zukunft

Bald ist es soweit: Die 66. IAA Nutzfahrzeuge öffnet für acht Tage wieder ihre Hallen auf dem Messegelände in Hannover. Vom 22. bis 29. September präsentieren dann über 2.000 Aussteller ihre Produkte. Lkw, Trailer, Transporter und natürlich Omnibusse stehen dabei im Fokus. Hinzu kommt noch eine Vielzahl an Zulieferunternehmen, die ebenfalls ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen wollen. Die Bandbreite wird wieder riesig sein: Reifen, Räumschilde, Rampen auf Seiten der Nfz-Kollegen und Sitze, Software, Servicekomponenten in der Bussektion, seien hier einfach mal als kleine Auswahl genannt.

Das weltweit größte Schaufenster der Nfz-Welt, das unter dem Leitmotto „Ideen sind unser Antrieb“ steht, wird zugleich spannende Blicke in die Zukunft erlauben. Die Themen, die den inhaltlichen Kern der Messe bilden werden, sind schon heute auszumachen: Sie heißen Elektrifizierung des Antriebs, autonomes Fahren, Fahrzeugvernetzung und Umweltschutz.

So zeigt beispielsweise Iveco in Sachen Elektrofahrzeuge seinen 12-m-Stadtbus Urbanway Electric Hybrid ZEV und seinen Kleinbus Daily Tourys Electric. Ersterer soll vor allem elektrisch und damit emissionsfrei Haltestellen an- bzw. davon abfahren, bevor sich auf der Strecke sein Dieselmotor zuschaltet. Zweiter ist als emissionsloser Shuttlebus konzipiert.

Mercedes-Benz bringt seinen Future Bus mit nach Hannover. Ein zumindest schon teilautonom fahrendes Bus-Rapid-Transit-Modell, das zurzeit seine ersten erfolgreichen Runden in Amsterdam dreht. Mit an Bord hat der Stadtbus u. a. die modernste Software zur Ampel- und Fußgängererkennung.

Continental stellt seine neuen Head-up-Displays (HUD) vor. Dabei übernimmt eine transparente Scheibe (Combiner) vor der Frontscheibe die Bildreflexion. Für Conti ist es ein wichtiges Teil des zukünftigen Dialogs zwischen Menschen und Maschinen für mehr Sicherheit im Nutzfahrzeug.

Klimatisierungsspezialist Konvekta wiederum zeigt die zweite Generation seiner CO2-Wärmepumpe. Konzipiert ist sie für Elektrobusse, deren Antriebseinheit keine Abwärme produziert, die sich für die Beheizung des Passagierraums verwenden lässt. E-Busse brauchen daher effiziente Nebenverbraucher und eine ganzheitliche Heiz- und Abkühlstrategie.

Diese Beispiele sind natürlich nur ein paar wenige Highlights auf der kommenden IAA. In unserem Top-Thema (ab Seite 13) berichten wir ausführlich auf mehrals 25 Seiten über weitere wesentliche, große und kleine Innovationen, die es im September in Hannover zu sehen geben wird.

Viel Vergnügen beim informativen Lesen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de