Busmagazin 11/2013

 

 

 

 

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Top-Thema: Busworld - Innovativ und erfolgreich

Viel beachtet war die Premiere des Iveco Ellisup, Foto: Görgler
Busworld

Europas Busbranchentreff war so lebhaft und vielseitig wie eh und je. Neben einigen Premieren, Euro 6 und alternativen Antrieben standen behindertengerechte Fahrzeugausstattungen im Fokus der Messe.

Auf den Ausstellungsflächen „brummte“ es, was einmal mehr den hohen Stellenwert der Busworld belegte. Publikumsmagneten waren natürlich die Premieren, wie etwa bei Mercedes-Benz und Setra, wo wir auf unsere umfangreichen Vorberichte in der Oktoberausgabe verweisen. Neu im Programm von MAN Truck & Bus (MTB) ist der Lion´s City „Midi“, ein Low-Entry Bus in den Längen 8,8 und 9,7 m, der beim portugiesischen Aufbauer Caetano gefertigt wird. Mit einer Breite von 2,38 m beträgt die Kapazität bis zu 66 Fahrgäste bei 30 Sitzplätzen. Die Basis bildet das Fahrwerk A 66, mit dem 213 kW (290 PS) starken Euro 6 Motor D0836 LOH (6,9 l) und Getrieben von ZF oder Voith.  

Premiere Setra TopClass 500: Germany's next Top-Model

Schaulaufen der neuen Top-Class in Frankreich, Foto: Daimler
Setra TopClass 500

Noch vor der offiziellen Publikumspremiere auf der Busworld in Kortrijk hatte BUSMAGAZIN Gelegenheit, die Setra TopClass 500 zu fahren. Dabei überzeugte das neue Reiseflaggschiff aus Neu-Ulm nicht nur optisch, sondern vor allem mit viel Komfort für Fahrer und Passagiere.

Als 2001 der Vorgänger aus der Baureihe 400 auf den Markt kam, war dies eine echte Busrevolution in Sachen Design und Aus­stattung. Vor allem die „La Linea“ als stilbildendes Element über die gesamte Fahrzeugseite setzte ein prägendes Ausrufezeichen für künftige Gestaltungen auch anderer Hersteller, die fleißig bei der TopClass abkupferten.

Das Team um Daimler-Buses-Chefdesigner Mathias Lenz hatte daher bei der 500er-Baureihe keine ein­fache Aufgabe, Kontinuität zu wahren und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. ­Evolution statt Revolution lautete das Motto. Heraus­gekommen ist dabei eine Variation der La Linea als kalligrafisches Element – hübsch, smart und verspielt, aber sicher nicht der große Wurf wie beim Vorgänger, der aber auch nicht zu ­erwarten war.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in unserer Rubrik "Fahrzeugtests".

Museen: Ausstellungs-Highlights für Gruppen 2014/2015

Leonardo-da-Vinci-Ausstellung im Deutschen Museum München, Foto: Deutsches Museum
Ausstellungs-Highlights 2014/2015

Die deutsche Museumslandschaft ist vielfältig und ständig in Bewegung. BUSMAGAZIN hat sich nach interessanten Zielen für Gruppenreiseveranstalter umgeschaut und stellt eine Auswahl an Höhepunkten für die nächsten beiden Jahren vor.

Mehr als 6.000 Museen unterschiedlicher Gattungen und verschiedener Trägerschaften gibt es hierzulande nach Angaben des Deutschen Museumsbundes. Da fällt die Auswahl bisweilen schwer. Gleichzeitig eröffnet diese Vielzahl an Museen aber auch enorme Möglichkeiten, um neue ­Bausteine in bewährte Rundreisen zu integrieren oder auch ganz neue ­Programme aufzulegen. Dabei spielen kulturelle Ziele laut der FUR Reiseanalyse 2012 insbesondere im Bereich der Kurzurlaubsreisen zwischen 2 und 4 Tagen eine bedeutende Rolle: Immerhin 14 % entfallen hier auf reine Kulturreisen, während Städtereisen, die nicht selten auch kulturelle Bausteine enthalten, auf satte 33 % kommen.  

Bergerlebnis: Mit Bus und Bahn den Gipfel erobern

Lünerseebahn im Montafon, Foto: Illwerke Tourismus
Mit Bus und Bahn den Gipfel erobern

Raus in die Natur: Der Wunsch von Reisenden nach einem besonderes Erlebnis in den Bergen wächst. Über einen Alpenpass erreicht der Bus direkt das Traumziel Bergwelt. Anderorts nimmt die Gruppe die Seilbahn oder fährt mit einer nostalgischen Bergbahn. BUSMAGAZIN zeigt, auf welche Weise Gipfel in Österreich sowie im bayerischen Oberstdorf hinauf und hinab „gestürmt“ werden können.

Eine aktuelle Unter­suchung im Auftrag des Fachverbandes der Seilbahnen kommt zu dem Schluss, dass Betreiber von Seil- und Bergbahnen nicht ausschließlich auf den Wintertourismus „bauen“ sollten. Denn auch im Sommer wollen viele auf den Berg – um zu wandern oder etwas Ungewöhnliches zu erleben. Daher seien, so die Studie, Bergbahnen, die im Sommer auf eine klare Profilierung mit Qualitäts- und Erlebnisangeboten setzen, betriebswirtschaftlich erfolgreicher. So besuchten im Jahresdurchschnitt rund 113.000 Gäste jene profilierten Sommerbergbahnen, während im Branchendurchschnitt nur knapp 60.000 Gäste den Weg auf den jeweiligen Berg fanden. Zudem ist der Umsatz der Bahnen, die auf Erlebnis und Qualität bauen, doppelt so hoch wie bei den „konventionellen“ Mitbewerbern. 

Busworld/Museen/1. Weltkrieg: Rückblicke und Ausblicke

Chefredakteur Dirk Sanne
Chefredakteur Dirk Sanne

Die Busworld in Kortrijk (18.-23.10.) konnte exakt 32 228 Besucher begrüßen und lag damit auf dem Niveau von 2011. Eine stabile Sache also, und somit bleibt die Busworld eine erfolgreiche Messe, was sich von etlichen anderen, früher renommierten Fachmessen so nicht mehr sagen lässt. 

Europas größter Omnibusbranchentreff erschien dabei lebhaft und sehr vielseitig. Neben einigen Premieren, Euro-6- und alternativen Antrieben standen behindertengerechte Fahrzeugausstattungen im Fokus der ­Präsentation. Unseren Eindruck von der Busworld 2013 finden Sie unter dem Titel „In Sachen Innovation erfolgreich unterwegs“ ab Seite 6.

Wie unser Titelbild verrät, haben wir in dieser Ausgabe auch die Museumslandschaften in Deutschland und Österreich im Blick. Die Welt der Museen ist vielfältig und durchaus in Bewegung. Wir haben uns für Sie nach interessanten Zielen umgeschaut und stellen Ihnen ab Seite 37 eine Auswahl an Highlights für 2014/2015 vor.

Noch einem dritten und sensiblen Schwerpunktthema widmet sich BUSMAGAZIN: 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Mit der Ermordung des österreichischen Erzherzogs Franz Ferdinand in Sarajevo am 28. Juni 1914 durch serbische ­Nationalisten schlitterten Europa und die Welt in einen vierjährigen mörderischen Krieg, der am Ende 18 Mio. Menschen das Leben kostete.

Der Erste Weltkrieg bewirkt aber auch radikale Umbrüche in der ­Technik, im sozialen Leben und in der Kunst. Mit ihm begann die ­Motorisierung auf der Straße und in der Luft, die (kriegsbedingte) Gleichberechtigung der Frau in Familie und Arbeitswelt und es ­entstanden richtungsweisende Kunstwerke der Künstler Beckmann, Dix, Kandinsky, Picasso usw. (Besonders ans Herz legen wir Ihnen die bemerkenswerte Ausstellung der Bonner Bundeskunsthalle „1914 – die Avantgarde zieht in den Krieg“ (8.11.2013-23.2.2014).

„100 Jahre Erster Weltkrieg“ bedeutet also nicht nur ein historisches Datum, sondern auch ein hohes touristisches Potenzial für Gruppen­reiseveranstalter. Ein Potenzial, das eben weit über das Niveau von bloßem Schlachtfeldtourismus und den Besuch von ­Militariasammlungen hinausgeht. 

In unserem Beitrag „Zwischen Schützengraben und Kunsterlebnis“ (ab Seite 34) dokumentieren wir, wie z. B. Flandern oder die Region um die Somme (Frankreich) – Gebiete, in und um welche jahrelang furchtbar militärisch gerungen wurde – die Geschichte aufarbeiten und aufbereiten. Wir berichten über sehenswerte kommende deutsche und internationale Ausstellungen verschiedenster Museen und zeigen, wie diese sich dem geschichtsträchtigen Thema nähern werden. Im Fokus stehen dabei weniger die Militär­geschichte, sondern Häuser, die sich mit den (Um-)Brüchen in den Staaten und ­Gesellschaften, in der Kultur und in der ­Sozialgeschichte beschäftigen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de