Ausgabe 7/2017

 

 

 

 

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Wohin die Reise für die Kölner Messe selber wie deren Besucher gehen wird, entscheidet sich Anfang Juli, Foto: Fotolia/sdecoret

RDA Group Travel Expo: Wohin geht die Reise?

Unter dem neuen Namen RDA Group Travel Expo geht die europäische Bustouristik-Leitmesse nach Friedrichshafen nun auch in Köln an den Start. Verkürzt und somit konzentriert werden in den modernsten Kölner Messehallen 6 und 9 am 4. und 5. Juli rund 3.500 Fachbesucher und Einkäufer erwartet. Alles steht dabei unter dem Motto „Europa für Profis“.

Es ist nicht leicht, einen einmal eingeführten, erfolgreichen Markennamen zu verändern oder gar zu verwerfen, wenn es Entwicklungen der Zeit oder Strategien nötig machen. Mancher hat beispielsweise noch lange am „Raider“ gehangen, obwohl es längst das „Twix“ gab. Und die Wellen schlugen Anfang des Jahres hoch, als die SiSi-Werke aus Eppelheim die kultige „Capri-Sonne“ globalisierend in „Capri-Sun“ umbenannten. In den sozialen Netzwerken machten unzählige Verbraucher ihrem Ärger Luft über die anglizistische Neubezeichnung.

Nun, da hatte es der RDA bei der Umbenennung seiner Bustouristikmesse einfacher. Zum einen wechselt man vom über 40 Jahre gängigen „Workshop“ in „Group Travel Expo“ lediglich einen Anglizismus gegen den anderen aus. Zum anderen visualisiert der neue, wenn auch sperrigere Namen einfach schneller, dass es sich um eine touristische Messe handelt. „Aber ich denke, für unsere langjährigen Aussteller und Besucher hat sich der Sprachgebrauch ,wir sind beim oder kommen zum RDA’ ohnehin eingeschliffen“, ist RDA-Präsident Benedikt Esser überzeugt.

Neu im Sortiment: der MAN TGE, hier als Kombi Foto: Sanne

Premiere: MAN TGE - Der kleine Löwe

MAN hat mit dem TGE nun erstmalig neben den großen Omnibussen auch einen Personentransporter in seinem Produktprogramm. Ein Kleinbus auf TGE-Basis soll folgen.

MAN betritt definitiv Neuland. Mit dem MAN TGE haben die Münchner erstmals einen leichten Transporter bzw. Personentransporter in ihrem Portfolio. Dieser ist baugleich zum neuen VW Crafter und wird auch bei VW in Polen gebaut. Seit April läuft dort die Produktion des leichten Nutzfahrzeuges.

Noch liegt der Schwerpunkt auf den Frachttransportern, aber hochwertig ausgestattete Kombis als Neunsitzer zur Personenbeförderung stehen bereits in den Startlöchern. In etwas fernerer Zukunft ist der Aus- und Aufbau des TGE zum echten MAN-Kleinbus geplant. Das erfolgt dann auch unter Eigenregie von MAN, sprich VW ist dann nur „Zulieferer“.

Noch ist also MAN ein reiner Vertriebler in Sachen TGE und rundet mit dem Transporter/Kombi sein Produktangebot nach unten ab. Die Planzahlen sehen vor, dass MAN ab nächstem Jahr insgesamt 20.000 Einheiten (Transporter & Kombi) jährlich verkauft.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Es gibt schlechtere Fotomotive: der Linkker 12plus vor dem Dom und der Hohenzollernbrücke im rheinischen Köln, Foto: Linkker Oy

Fahrbericht: Linkker 12plus - Ein Finne in Kölle

Volvo präsentierte einen 9900 kürzlich als Premiumprodukt mit sehr elegantem Interieur. Auch technisch in puncto Sicherheit brauchen sich die schwedischen Fahrzeugbauer nicht hinter dem Wettbewerb zu verstecken.

Vor dem Besuch am Rhein hatte der Elektrobus bereits eine Stippvisite an der Spree bei der BVG hinter sich. „Mit der BVG und der KVB sind wir bereits seit Anfang bzw. Mitte 2016 im Austausch“, berichtete Martin Eiser, bei Linkker für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Aus unserer Sicht eignen sich beide Städte besonders für den energieschonenden Leichtbau in Verbindung mit Gelegenheitsladung – durch die Notwendigkeit, die Fahrzeuge rund um die Uhr einzusetzen. Darüber hinaus haben sowohl die Rheinenergie als auch die Berliner Stadtwerke erkannt, dass die intelligenten Energienetze der Zukunft größere Busflotten tagsüber als Pufferspeicher einsetzen können.“ Gleichzeitig war der blaue Linkker 12plus Vorführfahrzeug bei der Bus2Bus-Messe.

Unsere Fahrt mit Linkker-Gründer und CFO Tom Granvik sowie Regionalverkaufsmanager André Stephan an Bord ging durch verschiedene Stadtteile beidseits des Rheins. Sie führte uns auch in schmale Nebenstraßen und hielt einige Abbiegemanöver mit wenig Manövrierraum und U-Turns bereit. Das ist mit einem 12,82 m langen Fahrzeug mit üppigem Radstand von 6,75 m durchaus eine Herausforderung. Dies berücksichtigt ließ sich der Finne aber dennoch erstaunlich unproblematisch ums Eck steuern.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Foto: Fotolia/sk_design, Bünnagel (modifiziert)

Paketer: Frankreich als perfekte Busreisedestination

Was zeichnet eine Destination als besonders bustauglich aus? Welche Regionen sind dazu besonders geeignet, und wo liegen die Vermarktungspotenziale: Zwei Frankreichspezialisten geben Auskunft.

Zu den drei wichtigsten Destinationen unter den Städten und Regionen mit besonderen Sehenswürdigkeiten, die aus Sicht von Paketreiseveranstalter Touren Service Schweda nach wie vor echte Busreiseziele sind, gehört zunächst einmal die Genfer-See-Region.

„Die Genfer See Region ist für mich ein echtes Busreiseziel, weil man von einem Standorthotel aus in drei Länder fahren kann“, sagt Touren-Service-Geschäftsführer Joachim Schweda. „Besonders geeignet sind für mich die Häuser im Süden des Genfer Sees in Morzine und hier speziell das Hotel Le Crêt. Dieses Haus ist für französische Verhältnisse sehr gut auf Busgruppen eingestellt. Es bietet ein fantastisches Frühstücksbuffet, hat Räume, die gruppentauglich und behindertenfreundlich gestaltet sind, und bietet neben dem üblichen Komfort eines Drei-Sterne-Hotels auch ein sehr großes Angebot im Fitness- und Spa-Bereich mit insgesamt zwei Pools und einem großen Fitnesszentrum. Darüber hinaus hat es einen großen Saal, der sich bei Abschlussfahrten für bis zu 500 Personen eignet.“

Die Dorfbewohner Oberammergaus stellen die letzten fünf Tage im Leben Jesu nach (im Bild: der Chor), Foto: Passionsspiele Oberammergau 2020

Passionsspiele Oberammergau 2020

Die weltweit bekanntesten Passionsfestspiele werfen schon heute ihre langen Schatten voraus. Der Großevent in Oberammergau (16.5.-4.10.2020), der im Zehnjahresrhythmus veranstaltet wird, begeistert gut 500.000 Besucher. Die Passionsspiele Oberammergau Vertriebs GmbH stützt sich beim Ticketing auf die Erfahrung ihres Partners und Kommanditisten aovo (Hannover). Wir sprachen jetzt mit Gerhard Griebler (Foto), Geschäftsführer aovo Touristik und der Vertriebs-GmbH.

BUSMAGAZIN: Herr Griebler, wie kommt es, dass Sie bzw. die aovo Touristik den alleinigen Vertrieb die Oberammergauer Passionsspiele 2020 übernommen haben?
Gerhard Griebler: Den Vertrieb der Karten für die Passionsspiele Oberammergau 2020 gewann die aovo als Partner der Gemeinde Oberammergau im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung im Herbst 2016. Bei dieser Ausschreibung handelte es sich, um ein in der Aufgabenstellung interessantes und natürlich wirtschaftlich attraktives Angebot mit einem fixen Honorar für die Infrastruktur und einer attraktiven Gewinnbeteiligung. Beides hatte unser Interesse geweckt.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fachbeiträge".

Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: Konzentration aufs Wesentliche

Der RDA Workshop in Köln wirft seine Schatten voraus – pardon, die RDA Group Travel Expo wirft ihre Schatten voraus. Unter diesem neuen Namen geht die europäische Bustouristikleitmesse nach Friedrichshafen nun auch in Köln an den Start. Nach gut 40 Jahren „Workshop“ mag die „Group Travel Expo“ für manchen noch ein wenig gewöhnungsbedürftig sein – auch bei mir ist das so.

Einerseits, andererseits sprechen viele sowieso bloß vom „RDA in Köln“, gerade wenn sie damit nicht den Verband meinen, sondern eben die Messe. Und die Fans dieser umgangssprachlichen Verballhornung werden wohl auch die neue Namenskreation ignorieren und dieses Synonym für die wichtigste Branchenmesse am Leben halten.

Erstmals verkürzt auf zwei statt drei Tage werden in den modernsten Kölner Messehallen 6 und 9 am 4. und 5. Juli rund 3.500 Fachbesucher und Einkäufer erwartet. Eine Konzentration aufs Wesentliche. Alles steht dabei unter dem Motto „Europa für Profis“.

Wobei der RDA-Präsident Benedikt Esser die Reduzierung der Messetage anders sieht und nicht ganz zu Unrecht argumentiert: „Wir bedienen die Einkaufsbedürfnisse der Bus- und Gruppentouristik mittlerweile an zwei Messestandorten in Friedrichshafen und Köln mit jeweils zwei Tagen. Objektiv also mit vier Ausstellungstagen.“

Mit der Kölner Verkürzung hat der Verband alte Zöpfe abgeschnitten.

Er sei damit den Wünschen vieler Aussteller nachgekommen, die sich eine Konzentration gewünscht hätten. „Und Fakt ist: Es sind zwei Messestandorte mit je zwei Tagen Dauer. Darauf muss sich auch die Branche mit ihren langfristigen Finanz-, aber auch Zeitbudgets erst einstellen“, betont Esser.

In unserem Top-Thema zur RDA Group Travel Expo ab Seite 27 gehen wir intensiv auf den diesjährigen Branchentreff der Bus- und Gruppentouristiker ein. Wir analysieren dabei sein Potenzial und berichten über die aktuellen Tourismusentwicklungen in Deutschland und Europa.

Ein Messehinweis noch: Am Dienstagabend, 4. Juli, veranstalten der VPR und der RDA erstmals gemeinsam eine große Party. Als Veranstaltungsort wählten die beiden Verbände die Flora Köln aus, eine gegenüber der Messe linksrheinisch neben dem Zoo gelegene, sehr nette Location (ca. 4 km Entfernung). Wer Lust auf eine entspannte Abendparty verspürt, kann noch bei beiden Verbänden Karten bestellen. Wir BUSMAGAZIN-Redakteure werden dabei sein und freuen uns auf das eine oder andere Glas Kölsch mit Ihnen.

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de