Ausgabe 5/2017

 

 

 

 

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Foto: Fotolia/iQoncept

Top Thema Kunst, Kultur, Geschichte: Publikumsmagnete

Sonderausstellungen sind Publikumsmagnete für Museen, Freilichtmuseen, Burgen oder Klöster. Was aber macht sie so attraktiv für die Besucher? Und welche Angebote gerade für Gruppen halten die Häuser bereit? Anhand von sieben exemplarischen Beispielen gehen wir diesen Fragen nach.

Als ein Erfolgsfaktor von Sonderausstellungen zeigt sich deren klar eingegrenztes und überschaubares Thema. Die Besucher wissen, was sie in den Schauen erwartet, und fühlen sich nicht durch eine mögliche Komplexität überfordert. Bei Dauerausstellungen wirkt dagegen der große Umfang oft als Besuchsbarriere.

Um die entsprechende Klientel für Sonder-, aber auch Dauerausstellungsbesuchen zu finden, hilft auch Busreiseveranstaltern ein Blick auf die ermittelten Besuchertypen in Studien, die Nora Wegner in ihrer 2015 erschienenen Schrift „Publikumsmagnet Sonderausstellung – Stiefkind Dauerausstellung?“ zusammengefasst hat.

Gezielt inhaltsorientierte Sonderausstellungsbesucher stellen mit 50 % die größte Gruppe. Ihr Besuch ist länger im Voraus geplant und erfolgt aufgrund des bestimmten Ausstellungsthemas und der Objekte. Besonders ältere, hoch gebildete und museumsaffine Befragte finden sich in dieser Gruppe, mehrheitlich an kulturgeschichtlichen Museen.

Unverkennbar ComfortClass: Der Wechsel aus der TopClass dürfte kaum einen Nachteil für den Midi darstellen, Foto: Bünnagel

Setra S 511 HD: Klassenwechsel ohne Sitzenbleiben

Auch wenn der Setra S 511 HD im Vergleich zum Vorgänger die Klasse gewechselt hat von der TopClass zur ComfortClass, ist das kein Abstieg. Der Midi dürfte weiterhin eine der ersten Optionen sein, wenn der Einsatz für kleinere Gruppen oder als Klub- bzw. VIP-Bus gefragt ist.

Womöglich hat ein solcher Wechsel vom Premium- ins Mittelklassensegment sogar Vorteile. Sagte doch der damals im Setra-Vertrieb tätige Heinz Friedrich noch 2010 über den TopClass S 411 HD, dass viele Kunden beim Midi einen Heckeinstieg bevorzugen würden. Der erfordere aber auch ein Heck-WC, was die Plätze in dessen Umgebung im Premiumbereich unverkäuflich mache. Daher gebe es keine Nachfrage nach einer solchen Konfiguration.

Nun: Dieses Problem hat sich in der Mittelklasse offenbar reduziert bis minimiert. Nicht umsonst fuhr Setra zum Test mit einem solchen Heckeinstiegler vor und platzierte gegenüber der Toilette direkt einmal kess einen Klubtisch mit vier Sitzen.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

In Nordschweden lag noch ordentlich Schnee. Die wichtigsten Straßen waren jedoch geräumt, Foto: Sanne

Neoplan Tourliner: Erster Ausflug durch den Norden

Mit dem neuen Tourliner auf Spritztour in Schweden. Eine Vielzahl an Assistenten erleichtert den Fahrbetrieb erheblich und macht das Fahren sicherer, angenehmer und spritsparender.

Der neue Tourliner, der seine Premiere bei der IAA 2016 hatte, soll das Einstiegsmodell in das Premiumreisebussegment von MAN/Neoplan sein. Der Tourliner, so der Hersteller, sei ein „echter Allrounder“ und „wegweisend in Sachen Sicherheit“. Dazu später mehr.

Auf dem Markt kommt der Tourliner grundsätzlich in drei Varianten: als 12-m-Zweiachser und als Dreiachser mit 13,4 m (Tourliner C) und 14 m (Tour­liner L) Länge. Die Fahrzeugproduktion läuft zurzeit an. Wir, eine kleine Gruppe deutscher Fachjournalisten, konnten das 12-m-Modell – und zwar genau jenen Bus, der auf der IAA in Hannover ausgestellt war – für eine längere Spritztour durch Schweden übernehmen.

Den kompletten Beitrag zum Download finden Sie in der Rubrik "Fahrzeugtests".

Busunternehmen sind heute verpflichtet, ihre Fahrer hinsichtlich des digitalen Tachographen zu schulen, Foto: Bünnagel

Management: Schludrigkeit kann teuer werden

Die genaue Handhabung von Kontrollgeräten und Sozialvorschriften ist gerade für Reisebusfahrer ein Muss. Ansonsten drohen empfindliche Bußgelder und Fahrverbote. Leider herrscht bei vielen heute noch Unklarheit über die Konsequenzen unsauberer Dokumentation.

Manch Busreiseunternehmen mag die Verantwortung hinsichtlich dieser Bestimmungen auf sein Fahrpersonal abwälzen. Das könnte aber zu kurz gesprungen sein. Denn bei mehrfachen Auffälligkeiten, sei es bei Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten, sei es hinsichtlich des technischen Zustands der Fahrzeuge, kann das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) auch Betriebsprüfungen durchführen.

Denn seit 2012 führt das Amt ein elektronisches Zentralregister für Güter- und Personenkraftverkehrsunternehmen, die Verkehrsunternehmensdatei. Für die Fahrer ihrerseits ist es heute schwierig, aufgelaufene Punkte im Flensburger Strafregister abzubauen. Sie müssen daher erst einmal Unternehmen finden, die dazu berechtigt sind, außerdem adäquate Psychologen. Kaum jemand geht daher noch diesen schwierigen Weg.

Wie ein Wächter thront das Kloster Chor Virap vor der armenisch-türkischen Grenze, Foto: Bünnagel

Paketer: Armenien - Reise in die christliche Urzeit

Armenien ist arm, aber landschaftlich wunderschön und besitzt uralte kulturelle Schätze erster Güte, dazu aufgeschlossene Menschen, mit denen man schnell ins Gespräch kommt. Wichtig ist eine gut vorbereitete Reiseplanung, bei der ein landeskundiger Paketer als Partner wie z. B. BTO oft die beste Wahl ist.

Eben kommen wir noch aus dem Frühling in den warmen Ebenen des Nordirans, da führt uns die Fahrt über Armeniens höchste Passage für Kraftfahrzeuge, den 2.535 m hohen Meghri-Pass, zurück in winterliche Gefilde. Am nächsten Tag nach einer Nacht in Goris kämpft sich unser Kleinbus vom Typ Mercedes-Benz Sprinter über den tiefverschneiten Worotan-Pass auf der Magistrale 2 (M2) weiter Richtung der Hauptstadt Eriwan. Spontan möchte man Radio Eriwan anfragen: „Gibt es in Armenien einen Schneeräumdienst?“ „Im Prinzip ja, aber nicht dort, wo Sie gerade fahren.“

Auf solche unliebsame Überraschungen muss man sich Ende März in Armenien einstellen. Denn der Kaukasusstaat ist ein überwiegend gebirgiges Land. Starke Hitze dagegen beeinträchtigt das Reisevergnügen im Sommer. Deshalb bietet sich mitteleuropäischen Reiseveranstaltern ein Abstecher in die Region zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer gerade in deren Nebensaison im Frühjahr oder Herbst an.

Den kompletten Beitrag zum Download gibt es in unserer Rubrik "Fachbeiträge".

Chefredakteur Dirk Sanne

Editorial: Benedikt Esser neuer RDA-Präsident

Erstmalig verknüpfte der RDA seine Mitgliederversammlung mit der RDA Group Travel Expo in Friedrichshafen (20./21.4.). Es war eine sinnvolle Entscheidung des Präsidiums, denn die Veranstaltung am Vorabend der Messe fand tatsächlich sehr regen Zuspruch. Weniger wegen der Koppelung von Messe und Versammlung, sondern weil die anstehende Neuwahl des Präsidenten und weiterer Vorstände den Abschluss eines Umbruchs innerhalb des RDA sowie eine Erneuerung bedeuten konnte – und nach erfolgten sowie erfolgreichen Wahlen auch bedeutet.

Mit dem Abschied von Richard Eberhardt nach 30 Jahren Vorstandsarbeit und 15 Dienstjahren als Präsident aus dem Vorstand und dem Amt endet damit eine verbandspolitisch bedeutsame Ära. Eine Ära, die über die Zeit von vielen Mitstreitern erfolgreich mitgestaltet wurde.

Mit Richard Eberhardt, den die Versammlung an dem Abend zum Ehrenpräsident wählte, verließ jedoch nunmehr einer der Letzten jenes alten Führungszirkels des RDA das Podium, wie Konrad Behringer (Behringer Touristik) es in seiner einfühlsamen Laudatio umriss.

Als sein Nachfolger trat planmäßig Vizepräsident Benedikt Esser zur Wahl an. Der Geschäftsführer des Paketers „Busunion“ schaffte in einer geheimen Wahl den Sprung auf den Präsidentensessel.

Seine Ziele als RDA-Präsident umriss Benedikt Esser bereits direkt vor seiner Wahl. Und er skizzierte dabei eine etwas andere Stoßrichtung, als sie sich Richard Eberhardt auf die Fahnen geschrieben hatte, der immer sehr auf verbandspolitischer Ebene dachte und handelte.

Entscheidend für Benedikt Esser sind demnach die weitere wirtschaftlich positive Entwicklung der beiden RDA Group Travel Expo in Friedrichshafen sowie Köln und ihre verstärkte internationale Ausrichtung. Darüber hinaus will er die Digitalisierung der Messen sowie die RDA-Internetplattform „bus.de“ voranbringen.

Die Verbandspolitik will er nicht außer Acht lassen. Esser plant auf die anderen Verbände der Branche aktiver als in letzter Zeit geschehen zuzugehen, „um wieder zu einer belastbaren Kooperation zurückzufinden“. In diesem Zusammenhang erwähnt er ausdrücklich die „gbk“. Zudem lobte er die Kooperation mit dem „VPR“ als vorbildhaft und wies z. B. auf die anstehende RDA-VPR-Party während der Messe in Köln hin.

Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Basteck (Wörlitz Touristik) nahm den durch die Wahl von Benedikt Esser zum Präsidenten freigewordenen Platz des Vizepräsidenten ein. Da Oliver Gröpper sich nach einer Legislaturperiode wieder aus dem Vorstand verabschiedete, waren nunmehr zwei Vorstandsposten vakant, die durch Anna Marx von Marx Reisen und Marco Schuy von Schuy-Exklusiv-Reisen besetzt wurden. Bestätigt wurde zudem Bernhard Kirschbaum als Schatzmeister.

Auch wenn der RDA nun zum ersten Mal in seiner Geschichte durch einen Paketer geführt und repräsentiert wird, so sitzen durch diese Wahlen – wie es die Satzung wünscht – wieder vier Busunternehmer (Ulrich Basteck, Heinrich Marti, Anna Marx und Marco Schuy) im Vorstand.

Man wird sehen, wie diese neu ausgerichtete Verbandsspitze die kommenden Aufgaben und Herausforderungen meistern wird. Wir wünschen auf jeden Fall Fortune!

Ihr Dirk Sanne (Chefredakteur)

Kontakt: d.sanne(at)kirschbaum.de