Viseon stellt Insolvenzantrag

Die Viseon Bus GmbH hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund ist nach Unternehmensangaben das Ausbleiben zugesagter Finanzierungsmittel.

Foto: Viseon Bus GmbH

Der Betrieb soll jedoch fortgeführt werden. Erst im März hatte Viseon eine Kapitalzufuhr in Form von Gesellschafterdarlehen angekündigt. Diese war notwendig geworden, um das starke Wachstum des Unternehmens und die damit verbundene Vorfinanzierung der für die Produktion notwendigen Personal- und Materialkosten sicherzustellen, hieß es.Die Auszahlung habe sich jedoch aufgrund eines langwierigen Genehmigungsprozesses seitens der Mehrheitsgesellschafterin, der chinesischen Youngman-Gruppe, unerwartet verzögert.

Derzeit befindet sich Viseon nach Auskunft des vorläufigen Insolvenzverwalters im Gespräch mit Banken, Kunden und potenziellen Investoren, um wieder ausreichend Liquidität zu schaffen und das Unternehmen am Standort Pilsting weiterführen zu können.

Die Chinesen hatten erst im vergangenen Jahr die Mehrheitsanteile an Viseon übernommen. Unser Foto zeigt die beiden Viseon-Chefs Joachim Reinmuth (l.) und Ernö Bartha (r.) mit Pang Qingnian, Präsident der Youngman Gruppe, im August 2012.

29.04.2013