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Gebrauchtbusmarkt: Starkes Interesse an allen Bustypen

Die Pandemie hatte nicht nur die Bustouristik zum Erliegen gebracht, auch die Busverkäufe waren massiv zurückgegangen und infolgedessen waren auch die Flächen auf den Höfen der Gebrauchtbushändler über Monate hinweg voll. Diese Situation aber hat sich grundlegend geändert, ähnlich wie im Gebrauchtautomarkt hat das Geschäft mit den gebrauchten Bussen wieder deutlich angezogen.

Der Gebrauchtbusmarkt – vor allem im Reisebussegment – habe sich „wieder erholt und ein Vor-Pandemie Niveau erreicht“, sagte ein Sprecher von MAN TopUsed auf Anfrage von BUSMAGAZIN. Zwischenzeitlich habe man bei MAN TopUsed „auf ein Alljahreshoch im Bestand“ verzeichnet, welches man sukzessive habe abbauen können. Dies „bedingt durch eine erhöhte Nachfrage insbesondere nach jungen Gebrauchten mit attraktiven Laufleistungen“, so der Unternehmenssprecher.

„Im Zuge der Corona-Pandemie war der Omnibusmarkt stark eingebrochen, so dass europaweit bei allen Gebrauchtfahrzeughändlern die Bestände sehr hoch waren. Die Märkte haben sich seitdem deutlich erholt und die Kundennachfrage ist sehr hoch“, heißt es auch bei BusStore, der Gebrauchtbusmarke von Daimler Buses. Die Kunden hätten Interesse an „allen Bustypen, insbesondere Reisebusse werden stark nachgefragt“, so BusStore.

Die Nachfrage nach bestimmten Fahrzeugtypen variiere kundenspezifisch sehr stark, heißt es seitens MAN TopUsed. „Die Nachfrage ist von vielen Faktoren, wie Laufleistung, Ausstattung, Abgasnorm etc. abhängig“, heißt es weiter. Durch das internationale Netzwerk von MAN TopUsed und ein länderübergreifendes Portfolio könne man den Kunden verschiedenste Fahrzeugtypen und -modelle inklusive diverser Finanzierungslösungen wie z.B. Leasing oder Mietkauf anbieten.

Auf die Frage nach der weiteren Entwicklung des Gebrauchtbusmarktes, heißt es von BusStore auf Nachfrage: „Unser Geschäft ist immer sehr volatil und zyklisch gewesen und wir erwarten dies auch für die Zukunft.“

MAN TopUsed geht davon aus, dass es „eine weiterhin hohe Nachfrage nach gebrauchten Bussen mit Ausnahme von Fernlinienbussen“ geben werde. Im Fernlinienbus-Segment hingegen habe „sich der Markt deutlich abgekühlt und eine Erholung ist bis dato nicht in Sicht“, so ein Unternehmenssprecher.
Aktuell sieht man bei MAN „eine Phase der Transformation und den Anstieg im Bereich der E-Mobilität“. Die Elektrobus-Flotte im europäischen Markt werde zunehmend wachsen. „Und die steigende Nachfrage nach emissionsarmen, effizienten und gleichzeitig leistungsstarken Bussen fördert unter anderem heute auch die Nachfrage nach gebrauchten CNG-Bussen. Die Nachfrage unserer Kunden ist aktuell so hoch, dass es eine große Herausforderung ist, den Busunternehmen die Fahrzeuge bereit zu stellen“, so MAN.

Ferner hat man bei MAN beobachtet, dass „die Buskunden eine längere Haltedauer der Fahrzeuge haben“. Um mehr Inzahlungnahmen und freie Ankäufe zu generieren, biete man daher „gezielte Aktionen sowie den Ankauf aller Marken und Typen an“.

Bildquelle: Daimler Truck

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