Bild 1: Die spektakuläre Zickzack-Architektur des Jüdischen Museums Berlin von
Daniel Libeskind ist längst zur Ikone geworden (Foto: Jens Ziehe)
Ab in die Mitte: In Kreuzberg, dem Berliner Schmelztiegel der Kulturen, 10 Minuten vom Checkpoint Charlie und nahe am Verlauf der Berliner Mauer gelegen, gehört die spektakuläre Zickzack-Architektur des Jüdischen Museums Berlin mittlerweile zu den bekanntesten Bauwerken Berlins. Seit einem Vierteljahrhundert ist das JMB ein lebendiger Ort des Dialogs und der Reflexion jüdischer Geschichte und Gegenwart in Deutschland. Die Ausstellungen, Veranstaltungen und vielfältigen Programme ziehen seit Jahren ein breit gefächertes, deutsches und internationales Publikum an.
Das Jubiläumsjahr blickt nicht nur zurück auf erfolgreiche 25 Jahre JMB, sondern richtet in Ausstellungen, Konzerten, Familiensonntagen und zahlreichen Veranstaltungen für alle Generationen den Blick nach vorn.
Rückblick und Zukunftsperspektiven: Sonderausstellungen 2026
Exemplarisch kommt das in den beiden Sonderausstellungen zum Ausdruck: Noch bis zum 1. November 2026 ist die Schau „Between the Lines“ zu sehen, die sich dem ikonischen Museumsbau von Daniel Libeskind widmet. Gezeigt werden Entwurfszeichnungen, Modelle und Dokumente, die den Weg von der Wettbewerbsidee bis zur Realisierung nachzeichnen. Die Ausstellung beleuchtet außerdem die kulturpolitischen Debatten, die mit der Entstehung des Museums verbunden waren.

Einen deutlich anderen Blickwinkel eröffnet die zweite Jubiläumsausstellung „Das Gegenteil von Jetzt“ vom 4. September 2026 bis zum 10. Januar 2027. Die eigens für diese Ausstellung entwickelten künstlerischen Projekte fragen nach Zukunftsentwürfen, gesellschaftlichen Entwicklungen und möglichen Perspektiven. Sie laden das Publikum dazu ein, dem oft bedrückenden Jetzt eigene Vorstellungen entgegenzusetzen. Für ein besseres (Zusammen-)Leben für aAlle. Dabei schlägt das Museum den Bogen von der historischen Erinnerung zu aktuellen Fragen und Zukunftsszenarien.
Doppelgeburtstag: 5 Jahre ANOHA Zum Jubiläumsjahr gehört außerdem ein weiteres Geburtstagskind: ANOHA, die Kinderwelt des Jüdischen Museums. Die 2021 eröffnete Einrichtung befindet sich in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle gegenüber dem Libeskind-Bau und erzählt die Geschichte der Arche Noah als begehbare Erlebniswelt. Im Zentrum steht die große hölzerne Arche mit über 150 aus Recyclingmaterialien gestalteten Tierskulpturen. Spielerisches Entdecken, gesellschaftliche Fragen des Zusammenlebens und partizipative Bildungsangebote prägen das Konzept. Im Juni oder Juli wird übrigens die 500.000 Besucherin bzw. der 500.000 Besucher erwartet!

Insgesamt bietet das Jubiläumsprogramm einen aktuellen Anlass, das JMB bei einem Berlin-Aufenthalt neu in den Blick zu nehmen. Die Kombination aus architektonischer Ikone, zeitgenössischen Sonderausstellungen und der generationenübergreifenden Ausrichtung durch ANOHA bietet vielseitige Möglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen.
Weitere Informationen zum Jüdischen Museum Berlin
Öffnungszeiten
Di–So 10–18 Uhr
Jüdisches Museum Berlin
Lindenstraße 9–14
D-10969 Berlin
Dorothea Kirschbaum
