Naturnahe Reiseziele in Deutschland gewinnen an Beliebtheit

Die Beliebtheit naturnaher Reiseziele in Deutschland hat stark zugenommen

Bereits im Februar dieses Jahres konnte die Stiftung für Zukunftsfragen in ihrer 42. Deutschen Tourismusanalyse feststellen, dass trotz wirtschaftlicher Belastungen, gesellschaftlicher Konflikte und einer allgemein angespannten Grundstimmung die Häufigkeit von Reisen weiter zunimmt – und auch mehr Geld ausgegeben wird. Etwas mehr als ein Drittel der deutschen Urlauber verbrachte 2025 seinen Urlaub im Inland, wobei bayerische Feriengebiete wieder vor Urlaubzielen im Norden der Republik lagen. Unter den europäischen Zielen war Spanien an der Spitze, gefolgt von Italien und Frankreich. Für 2026 plante jeder Dritte mindestens eine Urlaubsreise, wobei insgesamt ein leichter Rückgang innerdeutscher Reisen erwartet wurde. Dem stand eine leichte Zunahme von Reisen in den Mittelmeerraum gegenüber.

Eine aktuelle Analyse von Airbnb vom 4. Juni ergab nun: Die Buchungen für einen innerdeutschen Sommerurlaub (Zeitraum: 21. Juni bis 6. September; die Zahlen basieren auf internen Daten von Airbnb zu Buchungen, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. März durchgeführt wurden) liegen höher als 2025, die Zahlen wachsen auch deutlich schneller als die Zahlen für Buchungen im Ausland. Der innerdeutsche Trend geht dabei hin zu naturnahen Reisezielen außerhalb von Städten über 100.000 Einwohnern.

Die Auswertung der Top-15-Destinationen bei den Buchungen zeigt, in welche Regionen gereist wird: Besonders an Beliebtheit gewonnen hat der Bodensee mit vier Destinationen (Lindau, Meersburg, Überlingen, Friedrichshafen), gefolgt von der Ostsee (Strande, Kühlungsborn, Fehmarn). Auch die Nordsee mit zwei Zielen unter den Top 15 (Cuxhaven, Wangerland), das Allgäu (Kempten, Oberstdorf) und die Zugspitzenregion (Grainau, Garmisch-Partenkirchen) sind ganz oben dabei.

Dorothea Kirschbaum