Der Schriftzug am Eingang zum Bauhausgebäude von Walter Gropius gehört zu den sichtbaren Zeugnissen der Geschichte des Bauhauses. Seit 2025 macht der Video- und Audiowalk „Unsichtbares Bauhaus Dessau“ auch die verschwundenen Schauplätze wieder erfahrbar (Foto: Stiftung Bauhaus Dessau / Thomas Meyer)
Seit September 2025 bereichert der Video- und Audiowalk „Unsichtbares Bauhaus Dessau“ Stadtführungen, die in Dessau gezielt den Spuren des Bauhauses folgen. An sechs ausgewählten Orten können interessierte Besucher mit dem eigenen Smartphone QR-Codes scannen und die informativen Videos abrufen. Sie machen an den originalen, heute jedoch teils nicht mehr sichtbaren Schauplätzen unmittelbar die Geschichte, Entwicklung, Arbeit, Lehre und Design der Bauhaus-Schule nach ihrem erzwungenen Umzug von Weimar nach Dessau sichtbar und hörbar.
Nun ist das innovative Konzept, das „historische Fotografien und Archivmaterial als filmische Erzählungen und Audios zu einer digitalen Entdeckungsreise durch die Stadt“ verbindet, für den Grimme Online Award 2026 nominiert. Zu Recht.
Wer den Videowalk in eine Städtetour integrieren möchte, sollte 1,5 bis 2 Stunden einplanen. Alle Stationen liegen in der Dessauer Innenstadt. Die vorgeschlagene Reihenfolge, die jedoch nicht zwingend eingehalten werden muss, ist 1. „Evangelisches Vereinshaus“, 2. „Rathaus“, 3. „Kunstgewerbe- und Handwerksschule“, 4. „Kunsthalle und Fabrik Seiler“, 5. „Kavalierstraße“, 6. „Volksblatt für Anhalt“.
Ergänzt wird der Videowalk von einem Audiowalk ab dem Meisterhaus Kandinsky/Klee. Er beginnt mit einer Einführung zu Klee direkt am Meisterhaus, anschließend folgen die Hörer dem Lieblingsspazierweg des Künstlers zum Georgium. Hier schalten sie erneut ein und starten den 22-minütigen eigentlichen Audiowalk. Für Video- und Audiowalk braucht man natürlich ein Smartphone, es sind unbedingt auch Kopfhörer zu empfehlen! Für beides gibt es auch eine Version auf Englisch.
Dorothea Kirschbaum
